Vielen Nicht-Fußballfans war Monica Lierhaus vielleicht lange Zeit gar kein Begriff, spätestens seit Verleihung der “Goldenen Kamera” am vergangenen Wochenende bestimmt das Comeback von Frau Lierhaus nach langer, schwerer Krankheit die deutsche TV-, Online- und Printpresse. Christopher Keil von der SZ hinterfragt den durchweg inszenierten Auftritt kritisch und liefert interessante Ansätze.
Und natürlich lässt sich auch Franz Josef Wagner die Gelegenheit nicht nehmen, um Frau Lierhaus wieder im öffentlichen Leben willkommen zu heißen (hier), auszugsweise lobt er in BILD zum Beispiel:
Sie waren die beste Sportreporterin, cool, frech.
Diese Erkenntnis kann allerdings noch nicht allzu alt sein, denn bereits 2006 widmete Herr Wagner einen seiner umstrittenen Kommentare der “liebe(n) Monica Lierhaus”:
BILD, 16. Juni 2006 "Post von Wagner"















1. Ja was glauben Sie denn warum die meisten Promis wissen, dass man es sich mit Springer nicht total verscherzen darf und wie deren letzte Warnungen aussehen? Allerdings ist das keine Garantie für’s Leben, ist der Promi in der öffentlichen Meinung schlicht nicht mehr zu retten, springt eben auch Springer ab.
2. Ihr “durchweg”, lässt sich durch den verlinkten SZ-Artikel nicht belegen und wird auch durch nichts zu belegen sein. Und haben Sie bis gestern geglaubt, dass derlei Gala-Auftritte jemals nicht inszeniert waren? Was also unterscheidet diesen so von allen anderen?
Der Artikel lautet “Franz Josef Wagner und das Lierhaus Comeback” und eben jenen, von Ihnen angedeuteten, “Paternosterjournalismus” anhand eines schönen Beispiels offen legen. Im Aufzug mit Axel Springer – in guten wie in schlechten Zeiten. Dass solche Gala-Auftritte seit jeher Inszenierungen sind, steht ja außer Frage. Sollte im konkreten Kontext jedoch Erwähnung finden.