Irland: Im Luxuszug Belmond Grand Hibernian über die Grüne Insel

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Die Deutsche Bahn sorgt hierzulande mit erstaunlicher Zuverlässigkeit dafür, dass Zugreisen nicht unbedingt zu den beliebtesten Unterfangen unserer Zeit gehören. Wobei die Zuverlässigkeit nebst einigen anderen Ärgernissen vor allem in der Unzuverlässigkeit liegt. Der Gedanke, sich auf dem öffentlichen Schienennetz dem Luxus hinzugeben und von dort genussvoll eine Destination zu erkunden, lag uns zugegebenermaßen eher fern.

Das änderte sich schlagartig, als wir vor einiger Zeit die ersten Fotos des Belmond Grand Hibernian aus Irland erblickten. Belmond, so viel sei vorab verraten, lief über drei Jahrzehnte unter dem Namen Orient-Express und betreibt nicht nur einige der besten Hotels der Welt, sondern eben auch legendäre Luxuszüge wie den Venice Simplon-Orient-Express und den Royal Scotsmann. Mit Irlands erstem und einzigen Luxuszug wurde das Portfolio erweitert.

Doch was bietet ein solcher Luxuszug denn tatsächlich an Komfort, Eleganz und Luxus? Wie viele Kompromisse muss man als verwöhnter Vielreisender an Bord des Grand Hibernian wohl machen? Und ist diese Reiseart überhaupt geeignet, um eine so zauberhafte Insel wie Irland näher kennenzulernen?

Checkin und Transfer zur Heuston Station

Es ist ein sonniger Samstagmorgen Ende September, als wir im noblen The Westbury Hotel Platz nehmen, um bei einer guten Tasse Kaffee und kleinen Köstlichkeiten die kurzen Checkin-Formalitäten für unsere Reise zu erledigen. Im durchaus feudalen Ambiente treffen nach und nach unsere rund 25 Mitreisenden ein, einige von ihnen haben offenbar die letzten Nächte hier residiert und die Sehenswürdigkeiten von Irlands Hauptstadt erkundet.

The Westbury Hotel Dublin

Nicht nur die sehr zentrale Lage machen das Westbury Hotel (ein Leading Hotel of the World) zum idealen Ausgangspunkt in Dublin. Auch als Startpunkt für unsere Reise mit dem Belmond Grand Hibernian bietet das Haus einen sehr ansprechenden Rahmen. Um unser Gepäck müssen wir uns ab diesem Zeitpunkt nicht mehr kümmern. Kurz darauf sitzen wir bereits im Bus auf der rund zehnminütigen Fahrt zum Bahnhof, der 1846 eröffneten Heuston Station.

Der Grand Hibernian steht bereits am Gleis bereit und ist in seiner feinen, mitternachtsblauen Lackierung ein wahrer Blickfang. Immer wieder bleiben Passanten, darunter augenscheinlich viele Einheimische, vor den zehn nostalisch angehauchten Waggons für Schnappschüsse stehen. Obwohl der Zug erst seit rund zwei Jahren über die grüne Insel fährt, ist er längst zu einer Legende geworden. Gewissermaßen ein Stück Bilderbuch-Irland auf Schienen.

Eleganz und Komfort im Belmond Grand Hibernian

Zur Begrüßung finden sich alle Passagiere im Observation Car ein, der Panoramawagen mit Bar ist das Herzstück und Wohnzimmer des Grand Hibernian. Während der Manager uns bei einem Glas Laurent Perrier mit den wichtigsten Informationen der nächsten Tage versorgt, schweifen unsere Blicke über die vielen Details des in jeder Hinsicht gelungenen Innendesigns. Eine Mischung aus Grandhotel und irischem Countryhouse-Stil.

Traditionelle Karomuster, typisch-keltische Stoffe und gedeckte Farben mischen sich mit edlen Hölzern, Kissen aus Tweed und üppigen Blumengedecken. Der Umbau der alten Irish Rail Waggons ist bis in die kleinsten Details eine Hommage an das reiche Erbe der Insel. Die fünf Schlafwagen, in denen sich 20 Doppelabteile befinden, wurden jeweils einem irischen County gewidmet und unterscheiden sich daher in den jeweiligen Farbakzenten.

Der edle Champagner ist kaum geleert, da rollen wir auch schon in Richtung Norden und werden für eine kurze Einweisung zu unserem Twin-Bedroom begleitet. Die überwiegende Mehrheit der Schlafkabinen ist mit zwei bequemen Betten in L-Form ausgestattet, die beiden Doppelbett-Abteile sind bereits von Honeymoon-Pärchen belegt. Es sei ihnen gegönnt. Die Zimmer sind nicht gerade ausufernd geräumig – schließlich bleibt es immer noch ein Zug – aber durchaus luxuriös und zugleich gemütlich.

Belmond Grand Hibernian Ireland Train Cabin

Es gibt einen Kleiderschrank und zahlreiche Schubladen mit ausreichend Stauraum für zwei Personen, zudem einen kleinen Schreibtisch. Besonders angenehm ist das eigene Badezimmer mit Dusche, Waschbecken und Toilette – selbst in Luxuszügen keineswegs eine Selbstverständlichkeit. An der Decke hängt für die wärmeren Monate ein Ventilator, noch in der ersten Nacht sind wir jedoch über die unterhalb der Betten verbaute Heizung sehr dankbar. Der Herbst in Irland ist kühl, aber zauberhaft.

Tatsächlich haben wir mit dem Wetter großes Glück. Schon im Landeanflug auf Dublin leuchtet die Landschaft im hellen Sonnenlicht, der Himmel strahlend blau mit wenigen Wolken. Der Spitzname “Grüne Insel” erschließt sich auch beim Blick aus unserer großen Fensterfront auf den ersten Blick. Das Gras erstrahlt in den saftigsten Grüntönen, Schafe und Kühe auf den endlosen Weiden lassen uns ganz unweigerlich an die kitschig-schönen Werbebilder einer bekannten Buttermarke denken.

Kulinarik und Gästestruktur an Bord des Luxuszuges

Zum Glück bietet sich auch aus den beiden Speisewagen ein uneingeschränkter Blick auf die fesselnde Schönheit der irischen Insel, denn in wenigen Minuten wird bereits das erste Mittagessen serviert. Die Tische sind mit schwerem Tafelsilber eingedeckt und für jeweils vier bis sechs Personen ausgelegt. Zwangsläufig lernt man daher einige Mitreisende näher kennen, auch wenn sich der erste Austausch meist auf einen klassischen Smalltalk beschränkt.

Uns gegenüber sitzt ein Pärchen aus New York, beide in den Dreißigern. Nachdem sie beruflich im Hotel El Encanto (Santa Barbara) mit Belmond in Kontakt kamen, wollten sie nun unbedingt ihre erste Zugreise unternehmen. Auffallend viele Amerikaner haben den Weg nach Irland auf sich genommen, Nationen und Altersgruppen sind insgesamt aber sehr gut gemischt. Aus den Gesprächen der Nachbartische lässt sich erahnen, dass auch erfahrene Zugreise-Enthusiasten an Bord sind, schnell werden Vergleiche zu vergangenen Reisen angestellt.

Belmond Grand Hibernian Restaurant Speisewagen

“The food here is excellent” hallt es durch den Wagen und wir nicken zustimmend. Kulinarik auf höchstem Niveau zählt zu den absoluten Aushängeschildern der Belmond-Gruppe und selbst in der räumlich stark limitierten Küche des Grand Hibernian unterstreichen die Köche diesen Anspruch. Die Gerichte sind handwerklich und optisch hervorragend, die begleitenden Weinempfehlungen vorzüglich. Selbst Julia als Vegetarierin wird von der ansonsten recht fleisch- und fischlastigen Gastronomie mit tollen Kreationen verwöhnt.

Wohlfühl-Service: Belmond begeistert mit New Luxury

Ohnehin ist das Thema Verwöhnung das Leitmotiv dieser Reise, die bei der Fülle an Genuss-Momenten quasi den Weg zum Ziel macht. Entgegen einiger Bedenken geht es zwar jederzeit exklusiv, aber niemals zu formell oder gar spießig zu. Dafür sorgt allein schon die international zusammengesetzte Crew. Das Personal ist bestens ausgebildet und stets zuvorkommend, aber dabei nie um einen kleinen Joke, eine unterhaltsame Anekdote oder einen lockeren Spruch verlegen.

Belmond gelingt damit die schwierige Balance zwischen 5 Sterne Anspruch und überaus entspanntem, modernen Wohlfühl-Service. Offen und unverkrampft, aber nie unprofessionell oder gar nachlässig. Dieser oft als New Luxury bezeichnete Ansatz ist genau jene Art des Reisens, die wir auch persönlich absolut schätzen und bevorzugen. Manch Einheimischer würde hingegen schelmisch lächeln und die Sache deutlich einfacher zusammenfassen: Als irische Gastfreundschaft.

Schon bald nach dem leckeren Lunch sammeln wir uns für den ersten Ausflug. Der Belmond Grand Hibernian hat beinahe unbemerkt die Grenze nach Nordirland überschritten und rollt am frühen Nachmittag in der nordirischen Hauptstadt Belfast ein. Nicht nur der Wind ist in den letzten Stunden ein wenig rauer geworden, auch große Teile des Stadtbildes sind im Vergleich zu Dublin von einer gewissen Rohheit und Tristesse geprägt. Die Folgen des Jahrzehnte währenden Nordirlandkonfliktes sind noch immer allgegenwärtig.

Belfast (Nordirland): Auf den Spuren einer zerrissenen Stadt

Bei einer Black Taxi Tour werden wir auf mehrere Fahrzeuge aufgeteilt, die streng genommen eher verrauchte Vans als traditionelle schwarze Taxen sind. Dies gehört aber ebenso zum authentischen Erlebnis wie der mitunter schwer verständliche Dialekt der nordirischen Guides. Belfast ist bis heute tief zerrissen, Gedenkstätten und große Wandbilder erinnern an die jeweiligen Helden aus den eigenen Reihen. Viele Hintergründe klingen für uns wie Geschichten aus längst vergangenen Tagen, doch der Konflikt schwelt noch immer.

Besonders greifbar wird das an einer der sogenannten Peace Lines, Meter hohen Mauern mit Stacheldraht, die heute an mehreren Stellen der Stadt die Wohnviertel pro-irischer Republikaner und pro-britischer Unionisten auch räumlich voneinander trennen. Oder anders ausgedrückt: Die vermeintlichen Friedenslinien verhindern vor allem am Abend das Aufeinandertreffen von Katholiken und Protestanten. Verrückte Welt.

Peace Line Belfast Mauer Nordirland

Zugegeben, es ist ein beklemmendes Gefühl im 21. Jahrhundert mitten in einer europäischen Stadt vor einer Mauer zu stehen. Doch ist auch dies ein Teil der Wahrheit auf der ansonsten oft paradiesisch-friedlich anmutenden grünen Insel. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Belfast ist nicht minder bewegend – und gleichermaßen faszinierend: Wo einst in der Werft Harland & Wolff das seinerzeit längste Passagierschiff im Jahre 1912 vom Stapel lief, steht heute mit Titanic Belfast die größte Titanic-Ausstellung der Welt.

Exklusiver After-Hour Besuch im Titanic Belfast

Belmond-Gäste kommen hier in den Genuss eines Besuchs außerhalb der üblichen Öffnungszeiten, das sehr moderne und interessant gestaltete Museum öffnet exklusiv nur für uns und unsere Mitreisenden seine Türen. Die interaktive Zeitreise von den ersten Planungsentwürfen bis zum tragischen Untergang der Titanic zieht uns förmlich in den Bann. Im Simulationskino wandeln wir durch den Ballsaal und erkunden im virtuellen Spaziergang den einstigen Maschinenraum, die Eindrücke wirken so real wie die originalen Unterwasseraufnahmen vom Wrack.

Lange Zeit galt die Titanic in Belfast als Tabuthema, noch heute hört man von vielen Einheimischen fast trotzig: “Als sie Belfast verließ, war sie in Ordnung!” Nun beruhen große Hoffnungen auf dieser absolut sehenswerten und architektonisch beeindruckenden Attraktion. Titanic Belfast soll zum Aushängeschild des ganzen Landes werden, eine Art Guggenheim von Nordirland. Damit eines Tages nicht nur die letzten Flammen des Konflikts erlöschen, sondern die ganze Hauptstadt im Aufschwung erstrahlt.

Titanic Belfast mit Belmond Grand Hibernian

Belmond Luxuszug Grand Hibernian

Zurück am Grand Hibernian steht das Personal schon vor dem Zug, serviert mit einem freundlichen Lächeln Drinks und heißt uns zurück an Bord willkommen. Die ersten Duftnoten aus der Küche erreichen unsere Nasen und sind vielversprechend. Das Dinner wird in drei Gängen dargeboten und unterstreicht erneut die hohe Kochkunst von Belmond. Auch am Abend geht es gehoben, aber nicht zu formell zu. Die Kleiderordnung bewegt sich im Bereich smart casual und creative casual, viele Herren tragen dunkle Jeans mit Hemd und Sakko – ohne Krawatte.

Gourmet-Küche und exzellente Livemusik am Abend

Ich genieße Kaninchen und eine Garnelenkreation, Julia erfreut sich unter anderem an einer leckeren Komposition aus Kichererbsen in Tomatensoße. Die Schokotarte rundet das Geschmackserlebnis auf süße Weise ab. Der Service ist makellos, die Weine exzellent. Wir können kaum glauben, dass wir erst am Morgen in Dublin gelandet sind und all die vielen Eindrücke aus einem einzigen Nachmittag stammen. Die Kurzreise “Taste of Ireland” gibt uns, nicht nur kulinarisch, einen wunderbaren Geschmack von Irland.

Und um diesen Ansatz auch musikalisch zu unterstreichen, verwandelt sich der Panoramawagen kurz darauf in einen irischen Salon mit formidabler Livemusik. Die gute Laune ist ansteckend, sicher leisten auch die feinen Whiskeys und Gins aus der Bordbar ihren Betrag. Schon nach wenigen Minuten gerät die Stimmung am kleinen Provinzbahnhof, wo der Grand Hibernian für die Nacht festmacht, förmlich ins Brodeln. Es wird getanzt, herzhaft gelacht und fleißig mitgesungen. Irische Gassenhauer sorgen für den perfekten Ausklang eines erlebnisreichen Tages.

Am nächsten Morgen geht es gelassener zu, der Vormittag steht im Zeichen der malerischen Fahrt tief in den Südosten Irlands. Wir passieren erneut Dublin, denn unser Tagesziel ist die älteste Stadt der Insel, die einstige Wikingerhochburg Waterford. Das Frühstück wird in Brunchform dargeboten, neben griechischem Yoghurt mit Beeren gibt es unter anderem auch Egg Benedict und frisch gebackenes Brot. Erst am Mittag begeben wir uns auf den ersten Ausflug und steuern das geschichtsträchtige Curraghmore House aus dem 12. Jahrhundert an.

Hinter adeligen Kulissen: Tea Time bei Lord & Lady Waterford

Ehrlicherweise waren wir von der Idee, statt auf den Spuren der Wikinger zu wandeln einen alten Landsitz zu bestaunen, zunächst nicht vollends begeistert. Doch auch hier beschert Belmond uns Gästen des Grand Hibernian ein durch und durch exklusives Erlebnis. Schon der Garten zählt in seiner Weitläufigkeit und Pracht ganz sicher zu den schönsten Grünanlagen der gesamten Insel. Skuriller Höhepunkt ist für uns das Shell House, ein echtes Muschelhaus, das einst von Gräfin Catherine von Tyrone in Monate langer Handarbeit gefertigt wurde.

Die Wände und Decken sind lückenlos mit Hunderttausenden Muscheln aus aller Welt verziert, die die Gräfin einst auf ihren Reisen geschenkt bekam. Im Inneren des Haupthauses warten hinter jeder Ecke spannende Geschichten und beeindruckende Zeugnisse der mehr als 800 Jahre alten Familienhistorie. Auch die anschließende Tea Time, auf Einladung der heutigen Lady und Lord Waterford, erinnert in ihrer Dekadenz und Klasse an die Blütezeit des einstigen Hochadels.




Anschließend geht es zurück nach Waterford, wo wahlweise Zeit für eigene Erkundungen oder ein Besuch des Bishop’s Palace auf dem Programm stehen. Da kein Regen zu erwarten ist, entscheiden wir uns spontan für einen Spaziergang durch das Waterford Viking Triangle. Die niedliche Altstadt mit Kopfsteinpflastergassen wurde im Bereich der einstigen Wikingermauern errichtet und zeigt einige Fundstücke aus der damaligen Zeit. Auch eine Schiffsnachbildung ist am ältesten Bauwerk der Stadt, dem Reginalds Tower, zu bewundern.

Taste of Ireland – ein wunderbarer Eindruck von Irland

Nach diesem erneut sehr abwechslungsreichen Nachmittag steht bereits der Abschiedsabend unserer kurzen Reise an. Am Bahnhof Waterford empfängt uns das Belmond-Personal bereits am Gleis mit einem heißen Punsch, wir gönnen uns noch eine Dusche und finden uns wenig später im Speisewagen ein. Auch diesmal weiß uns der Küchenchef vollends zu begeistern, während der Grand Hibernian im dramatischen Farbenspiel der untergehenden Sonne langsam wieder in Richtung Norden aufbricht.

Natürlich darf auch die abendliche Livemusik zum Ausklang nicht fehlen. Ein bisschen Wehmut macht sich breit, dass wir uns nicht für eine der längeren Touren entschieden haben, doch die vergangenen zwei Tage haben uns einen wunderbaren Eindruck von Irland beschert. Als wir am nächsten Morgen erwachen, rollt unser so lieb gewonnener Luxuszug bereits auf die Hauptstadt Dublin zu. Die Sonne strahlt vom Himmel und schenkt uns zum Frühstück den passenden Rahmen, um von der grünen Insel Abschied zu nehmen. Ein Abschied auf Zeit, das ist gewiss.

Unser Fazit zum Belmond Grand Hibernian

Eine Fahrt mit dem Grand Hibernian von Belmond ist vergleichbar mit einer eleganten Luxuskreuzfahrt auf Schienen, nur dass die Atmosphäre an Bord bei maximal 40 Passagieren noch sehr viel persönlicher zugeht und man den Blick auf die zauberhafte Natur zu keinem Zeitpunkt aus den Augen verliert.

Für uns war die “Taste of Ireland” Reise ein unvergesslicher Wochenendtrip über eine der schönsten Inseln der Welt. Nostalgisch genug, um ein ganz besonderes Flair zu entfalten. Modern genug, um Komfort und Genuss auf allerhöchstem Niveau zu bieten. Nicht zuletzt dank einer kreativen Küche, die trotz beschränkter Räumlichkeiten kulinarische Weltklasse bietet und auch Sonderwünsche souverän meistert.

Obwohl uns die Ausflüge viele tolle Eindrücke von Irland und Belfast bescherten, so ist der Grand Hibernian selbst der unumstrittene Star der Reise. Und natürlich das hervorragende Personal, das von der ersten bis zur letzten Sekunde sehr sympathisch jeden Wunsch ermöglicht und für unzählige besondere Momente sorgt.


Weitere Fotos: Belmond Grand Hibernian – Taste of Ireland


Das hat uns begeistert:

  • Angenehmes Slow-Travelling aus einer einzigartigen Perspektive
  • Hervorragendes Innendesign, ein überzeugender Mix aus Eleganz & Wohlfühl-Atmosphäre
  • Fine Dining ohne Kompromisse, zudem exzellenter Service und tolle Getränke-Auswahl
  • Perfekt organisierte, interessante Ausflüge und exklusive Einblicke
  • Stimmungsvolle, irische Live-Musik am Abend im Observation Car
  • Hochwertig eingerichtete Zimmer mit Stauraum und privatem WC mit Dusche
  • Es geht entspannt zu: Jederzeit hochklassig, aber niemals spießig

Das geht noch besser:

  • Die City-Tour durch Belfast ist interessant und authentisch, hat aber noch Luft nach oben

Das kostet es:

  • Luxuszug-Reise “Taste of Ireland” inklusive Vollpension, aller Getränke und Ausflüge ab 3.000 EUR p.P.
Empfehlungen: Hotels & Sehenswürdigkeiten in Dublin
Dublin hat eine Vielzahl toller Hotels in zentraler Lage, darunter auch stylische kleine Boutiquehotels wie The Dean, das uns beim letzten Besuch jedoch nicht vollends überzeugte. Wer Grandhotel-Charakter und elegantes 5 Sterne Ambiente mag sollte neben dem The Westbury auch The Marker oder The Merrion Hotel in die nähere Auswahl nehmen. Es ist kein Zufall, dass die drei Häuser nicht nur zu den besten Hotels in Irland zählen, sondern auch allesamt der prestigeträchtigen Leading Hotels of the World Kollektion angehören.

Dublin ist nicht nur reich an hochklassigen Hotels, sondern auch prall gefüllt mit spannenden Sehenswürdigkeiten und Attraktionen. Schon ein Spaziergang durch die Stadt, interessante Straßen wie die Grafton Street oder die Kopfsteinpflaster-Gassen des Vergnügungsviertels Temple Bar hinterlassen bleibenden Eindruck und machen Lust auf weitere Erkundungstouren. Zum Pflichtprogramm zählen natürlich auch das Trinity Collage mit siner eindrucksvollen Bücherei sowie die St. Patrick’s Cathedral.

Tipp: Unbedingt einen Besuch im Guinness Storehouse einplanen. Kein Produkt steht so sehr für die irische Hauptstadt wie die kultige Bierbrauerei im Herzen von Dublin. Selbst wer nicht gerne Bier trinkt, kommt im interaktiven und humorvoll gestalteten Erlebnismuseum voll auf seine Kosten. Nach spannenden und informativen Eindrücken warten am Ende der Tour zwei Highlights: Zunächst kann man sich selbst daran versuchen, das perfekte Guinness zu zapfen. Anschließend geht es nach ganz oben in die Gravity Bar mit 360 Grad Ausblick über Dublin!



Die Recherchen wurden von Belmond unterstützt, unsere professionelle Einschätzung und ehrliche Meinung bleibt hiervon wie immer unberührt. Mehr zum Thema Transparenz & Unabhängigkeit findet sich in unseren Leitlinien.

Alex

Alex Mirschel hat NIEDBLOG bereits 2010 gegründet und zu einem der einflussreichsten Luxus-Reiseblogs in Europa entwickelt. Der Frankfurter Diplom-Verwaltungswirt war ursprünglich im Baurecht tätig und hielt einen Lehrauftrag als Dozent für Soziologie. Mit den Jahren fand er jedoch seine berufliche Heimat in der Touristik und ist heute professioneller Reiseblogger und selbstständiger Marketing- und Social Media Berater. Neben NIEDBLOG gründete er weitere erfolgreiche Projekte wie TravelKlima.de oder das mehrfach ausgezeichnete Inspirationsportal 100Urlaubsziele.de.

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5 Kommentare

  1. thomas
    8. November 2018 / 00:26

    hallo ihr zwei! wow! sehr coole eindrücke insbesondere der film gefällt mir als altem bahner richtig gut! ich war bereits mit der transsib, dem blue train in afrika und the ghan im outback unterwegs, als nächstes muss endlich europa erobert werden. ursprünglich schwankte ich zwischen vsoe (orient-express) und british pullman, nun kommt dank euch noch der hibernian ins rennen. letzteren hielt ich für zu modern aber eure impressionen haben mir sehr zugesagt. ich habe in einigen szenen kinder gesehen, waren denn viele familien mit an board? es grüßt, der thomas

    • Alex
      Autor
      8. November 2018 / 13:47

      Hallo Thomas,

      auch dir ein herzliches Dankeschön für den sehr netten Kommentar. Gerade von einem so erfahrenen Luxuszug-Reisenden wie dir ist das Lob ganz besonders hoch einzuordnen. Bei unserer Reise war eine Familie mit zwei bestens erzogenen Buben an Bord. Hier handelte es sich um eine Mehrgenerationen-Reise, die Großmutter hatte also Sohn, Schwiegertochter und Enkel aus den USA eingeladen. Ich glaube nicht, dass auf anderen Reisen deutlich mehr Kinder unterwegs sein, da allein schon die Räumlichkeiten nicht gegeben sind.

      Ich hoffe diese Einschätzung hilft dir weiter, ansonsten melde dich gerne nochmal.

      Viele Grüße
      Alex

      • thomas
        13. November 2018 / 01:17

        hallo alex! vielen dank, das hat mir absolut weitergeholfen!

  2. Peter Wittberger
    7. November 2018 / 13:27

    Guten Tag,

    ich bin über eine Facebookgruppe auf Ihren Artikel hingewiesen worden, da ich verschiedene Rückfragen zum Grand Hibernian hatte, auf die unser Reisebüro leider keine Antworten hatte. Daher vielen Dank für den ausführlichen Bericht, der bereits die Mehrheit meiner Anliegen abdeckte (Ventilator, Kleiderordnung, vegetarische Optionen, generelle Abläufe). Auch Ihr Video ist sehr gelungen und professionell. Mich würde darüber hinaus interessieren, wie die längeren Reisen vonstatten gehen. Von meinem Verständnis handelt es sich um die Kombination zweier Routen. Am 06. April ist unser Hochzeitstag, haben Sie eine Möglichkeit herauszufinden, ob über diesen Termin Reisen stattfinden?

    Großen Dank,
    Peter Wittberger

    • Alex
      Autor
      8. November 2018 / 13:45

      Hallo Peter,

      ich erlaube mir mal das “Du” – danke für deinen netten Kommentar. Es freut uns dass wir einige deiner Fragen bereits beantworten konnten und dir auch unser Video gefällt. Tatsächlich ist das ein Bereich, in den wir viel Geld und Arbeit stecken. Daher umso schöner, wenn sich der Aufwand lohnt. Genau, die längeren Reisen kombinieren beide Routen.

      Es gibt die von uns gefahrene TASTE OF IRELAND Tour (2 Nächte) und die LEGENDS AND LOUGHS (4 Nächte). Beide zusammen ergeben die einwöchige GRAND TOUR OF IRELAND. Dazwischen findest aus organisatorischen Gründen EINE Übernachtung im Westbury Hotel statt, bevor man mit den neuen Gästen wieder an Bord geht. Der Grand Hibernian hat meines Wissens nach bis Anfang April “Winterpause” und startet mit einer Tour am 7. April 2019 wieder in die Saison, diese ist jedoch laut Webseite bereits ausgebucht.

      Am besten du meldest dich einfach mal bei der zentralen Reservierungsstelle von Belmond in Deutschland unter der kostenfreien Rufnummer 0800 183 0781, dort kann man dir vermutlich am besten hinsichtlich der Verfügbarkeiten und weiterer Details weiterhelfen.

      Viele Grüße
      Alex

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