Flugsimulator Frankfurt – Unser Tag bei Happy Landings

Flugsimulator Frankfurt – Unser Tag bei Happy Landings

„BE A PILOT“ – mit diesem simplen wie treffenden Slogan wirbt Happy Landings, das Flugsimulations-Zentrum in Frankfurt am Main, für sein außergewöhnliches Angebot. Wir haben uns das Ganze mal näher angeguckt und durften vom F-16 Kampfjet bis zur Boeing 737 ausgiebig selbst im Cockpit für euch testen.

Flugsimulator Frankfurt: Lounge von Happy Landings in KalbachDoch der Reihe nach: Schon seit einiger Zeit fiel mir im Frankfurter Stadtteil Kalbach (nahe der A5 direkt an der A661 gelegen) die schmucke Lagerhalle auf, deren Schriftzug „Happy Landings“ natürlich mein Interesse als flugbegeisterter Reiseblogger weckte.

Die Webseite ist verheißungsvoll und macht Lust auf mehr, spätestens beim Lesen der Antwort auf meine Interview-Anfrage wenige Tage später macht sich Begeisterung breit: „Komm doch einfach mal vorbei und schau dir alles an.“ Das lasse ich mir nicht zwei mal sagen! 🙂 In einem Cockpit stand und saß ich ja bereits das ein oder andere Mal als Gast, die Position links vorne war dann aber doch eine neue Herausforderung… Am Sonntag vor unserer USA Rundreise ist es dann soweit und David, unser Instructor, nimmt uns herzlich bei Happy Landings (Facebook Fan werden!) in Empfang.

A320 Simulator bei Happy Landings in Frankfurt Nach einer kurzen Vorstellungsrunde werfen wir zunächst einen Blick in den hochmodernen Airbus A320 Simulator, an dem gerade Jungspund Tayfun (bereits Stammgast) sein Können routiniert unter Beweis stellt. Mühelos bringt er den Passagierjet in die Luft und meistert auch Kursänderungen mit der Fly-by-Wire-Steuerung und dem Sidestick so leichtfertig, dass bei mir kurz Übermut aufkommt: „Ha, das kann ja offensichtlich so schwer nicht sein“, denke ich mir und spreche es zum Glück nicht laut aus – denn meine Vorstellung kommt ja noch 😀

Das Erlebnis im Cockpit-Nachbau mit beeindruckendem 180-Grad HD Panoramablick ist so authentisch, dass ich zwischenzeitlich vergesse in einem Simulator zu stehen. Fehlt eigentlich nur noch die Flugbegleiterin mit kleinen Snacks und Getränken – doch selbst für die Abkühlung ist an der hauseigenen Happy Landings-Bar, deren Räumlichkeiten auch gerne für Events und Feierlichkeiten gebucht werden, gesorgt.

Kampfjet Flugsimulator bei Happy Landings: F16 Fighting Falcons Nach diesen Eindrücken geht es für uns ein Stockwerk höher – hier wartet die „Fighter Area“ mit den zwei F-16 Falcons auf uns. Ich lasse Sandra den Vortritt und habe so den besseren Überblick zum Filmen und Fotografieren, denn die Kampfjets erfordern volle Konzentration und starke Nerven!

Nach einer Einweisung über die wesentlichen Instrumente und Elemente fegt der Mehrzweckkampfjet auch schon durch die Lüfte über Hawaii und Sandra scheint zu diesem Zeitpunkt bereits in einer anderen Welt – hochkonzentriert und fokussiert auf das Geschehen der realistischen 180-Grad Visualisierung direkt vor uns. Die atemberaubende Stunde mit spannenden Manövern vergeht wie im Fluge (welch Wortwitz :)) und zeigt, dass der Flugsimulator für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet ist. „Das war einfach der Hammer und hat unglaublich viel Spaß gemacht. Man ist schon nach wenigen Sekunden mit allen Sinnesorganen voll drin im Geschehen“, resümiert Sandra sichtlich begeistert.

Boeing 737 Flugsimulator: Happy Landings Frankfurt am MainDann schlägt meine große Stunde und es wird etwas nostalgisch, denn die Boeing 737 setzt noch auf das klassische Steuerhorn und bietet daher aus meiner Sicht das traditionellste Flugvergnügen. Auch hier überzeugt eine 180 Grad Panoramasicht in High Defintion mit toller Detailtreue – das fängt beim Pushbackwagen an und reicht sogar bis zum animierten Flugverkehr in der Umgebung!

Die Vielzahl an Knöpfen und Schaltern (übrigens keine Deko wie bei einigen anderen Simulator-Anbietern!) überfordert mich erstmal, aber geduldig bekomme ich die wichtigsten Schritte erklärt und schaffe es immerhin auch als kompletter Flug-Grünschnabel dank eindeutiger Instruktionen den Vogel in die Luft zu bekommen 😀 Ich denke an Tayfun, den jungen Freizeitpiloten aus dem A320, und versuche eine ähnlich souveräne Performance hinzulegen, als mein Kurswechsel die Maschine plötzlich in bedenkliche Schieflage bringt und wir dramatisch an Höhe verlieren. „Mehr Schub!“ Spätestens jetzt wird mir klar, dass dieses Abenteuer auch eine echte Herausforderung bietet.

Es macht wirklich riesigen Spaß hier oben – doch als ich nach gut einer Stunde zur Landung in Frankfurt am Main ansetze, könnte sich meine Airline wohl vor Schadenersatzforderungen der Passagiere nicht mehr retten. „Hui, sanft ist irgendwie anders“, stelle ich etwas ernüchtert selbst fest und auch die Erschütterungsplatte unter den Sitzen versetzt mir murrig einige Stöße. Da ist noch Potential nach oben und das packt natürlich meinen Ehrgeiz! Somit wird es sicher nicht mein letzter Besuch bei Happy Landings gewesen sein, denn die Faszination Fliegen kann man als Laie nirgendwo authentischer erleben.

Du willst selbst mal dein Können als Pilot unter Beweis stellen?

Dann nichts wie hin zu Happy Landings Flightsimulations in der Heinrich-Lanz-Allee 10, 60437 Frankfurt am Main – Kalbach. Die Flugstunden starten schon ab 99 Euro inklusive Einweisung für den F-16 Fighter bzw. 159 Euro für die Passagiermaschinen. Freunde und Familienangehörige sind herzlich willkommen und dürfen auf den Besucherstühlen im Cockpit live dabei sein. Übrigens sind die Trainer echte Ausbildungspiloten und können neben witzigen Anekdoten auch jedes technische Detail und seltsame Geräusch genau erklären – ein Tag bei Happy Landings kann daher auch sehr gut gegen Flugangst hilfreich sein! Wer lieber anderen eine Freude bereiten will, kann das Abenteuer als Geschenkgutschein (mit garantiertem Wow-Faktor) bekommen… 🙂

Und für die NIEDblog Leser gibt es schon bald in einem weiteren Artikel nicht nur Video-Eindrücke von unserem Tag bei Happy Landings, sondern auch eine kleine Überraschung 😉

Alex
Alex

Alex Mirschel hat NIEDBLOG bereits 2010 gegründet und zu einem der einflussreichsten Luxus-Reiseblogs in Europa entwickelt. Der Frankfurter Diplom-Verwaltungswirt war ursprünglich im öffentlichen Recht tätig und hielt einen Lehrauftrag als Dozent für Soziologie. Heute ist er selbstständiger Berater und Netzwerkpartner von Tourismuszukunft. Der Digital-Experte entwickelt Strategien, Kommunikationskonzepte und begleitet Veränderungsprozesse von Unternehmen und Destinationen. Neben NIEDBLOG gründete er weitere eigene Projekte wie das erfolgreiche Portal TravelKlima.de.

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6 Kommentare

  1. Tatjana
    29. Oktober 2014 / 16:23

    Einer der besten Berichte, die ich über einen Flugsimulator-Besuch gelesen habe. Schön emotional und nicht so überladen mit Fachbegriffen aus der Flugsimulator-Szene. Super! Ich war auch bei Happy Landings und habe dort das ganze Simulator-Zentrum aufwendig mit 360°-Equipment fotografiert, um eine virtuelle Tour zu erstellen. Für die Panoramen der beiden Airliner habe ich jeweils 100 Fotos gemacht und 5 Programme für die Nachbearbeitung herangezogen. Nächsten Monat fotografiere ich noch den neuen Cessna-Simulator dort.

  2. Brigitte Jaaks
    30. März 2014 / 07:37

    Toller und faszinierender bericht. Werde meinem mann einen oder 2 gutscheine zum geburtstag schenken. B.jaaks

  3. Ralf
    11. Februar 2014 / 21:37

    Schöner Bericht. Aber man will ja nicht als völliger Idiot in einen Simulator steigen. Kann mir jemand sagen welche Version der 737 ich mir vorher anschauen sollte?

  4. Flugsimulator PC Fan
    10. August 2012 / 12:27

    Statt an meinem Flugsimulator PC System zu hängen, würde ich auch gerne mal einen Tag bei Happy Landings machen! Der Artikel ist echt super und macht Lust auf mehr! Da würde ich sogar meinen Flugsimulator Computer für ein paar Stunden für verlassen 😉

  5. Maria P.
    17. Juni 2012 / 14:42

    Danke für den schönen Bericht. Ich dachte bisher auch immer „Flugsimulator ist ein Männerding“, aber wenn ich lese wie begeistert auch Sandra war, werde ich mich zu meinem Geburtstag im Oktober wohl mal selbst beschenken 🙂

  6. 17. Juni 2012 / 14:08

    Happy Landings ist natürlich der passende Name. Ob es bei Flug-Anfängern auch so läuft, ist die andere Sache. 😉

    Toller Bericht, schöne Bilder. Vielleicht mal eine Überlegung wert, das auch zu machen.

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