andBeyond Mnemba Island: Barfuß-Trauminsel vor Sansibars Küste

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Rund eineinhalb Stunden sind es von Sansibars Flughafen in der Nähe von Stone Town bis in den Nordosten der Hauptinsel Unguja. andBeyond holt uns im modernen und gut klimatisierten Geländewagen ab, vor allem auf dem unbefestigten letzten Drittel der Strecke wissen wir den Komfort des Fahrzeugs zu schätzen.

Kurz darauf erreichen wir den überraschend betriebsamen Strand von Kigomani. Unzählige Fischer kommen uns entgegen, viele Vans und Minibusse stehen in der prallen Sonne. „Alles Tagesausflügler, die mal einen Blick auf die schönste Insel der Welt werfen möchten“, verrät uns Kito mit einem Grinsen und deutet hinaus auf den Indischen Ozean.

Keine drei Kilometer vom Strand entfernt liegt die exklusivste Privatinsel in Afrika: Mnemba Island. Umgeben von einer surreal glitzernden Lagune gehen die verschiedensten Blautöne in das strahlende Weiß des Sandes über und verlieren sich in der üppig-grünen Vegetation. Schon aus der Distanz sorgt diese Postkarten-Kulisse für Herzklopfen.

Da es keinen Bootsanleger gibt, besteigen wir das weiße Schnellboot von andBeyond aus dem knietiefen Wasser. „Karibu sana“ – herzlich Willkommen! Die Crew hat unser Gepäck bereits verstaut und nimmt nun auch unsere Flipflops entgegen. Schuhe bräuchte man auf Mnemba ohnehin keine. Barfuß-Luxus heißt das Zauberwort.

Ankunft auf der Promi-Insel Mnemba Island

Nur 10 Minuten später drosselt der Kapitän bereits den Motor, am Strand stehen gleich sieben Mitarbeiter und winken uns freudestrahlend entgegen. Das Team der andBeyond Mnemba Island Lodge weiß genau, wie gute Gastfreundschaft funktioniert. Unser Butler Mkombe reicht uns kalte Tücher und einen leckeren Welcome-Drink.

Nichts wird dem Zufall überlassen und dennoch wirkt alles angenehm unaufgeregt, entspannt und harmonisch. Kein Wunder, dass das hochpreisige Insel-Idyll auch bei Promis aus aller Welt hoch im Kurs steht. Angelina Jolie soll erst kürzlich ausgecheckt haben, Paul Mc Cartney, Liam Neeson und Naomi Campbell gehören zu den Stammgästen.

Und man munkelt auf Sansibar, dass Bill Gates die kleine Insel nach seinem ersten Besuch vor vielen Jahren sogar gekauft hat. Die erwähnten Tagesausflügler bekommen von alledem natürlich nichts mit. Sie sind meist auf der Suche nach Delfinen, die sich ringsum die Insel verlustieren. Oder ihre knatternden Holzboote steuern zum vorgelagerten Riff, einem der besten Tauch- und Schnorchelreviere Ostafrikas.

An Land zu gehen ist für sie jedoch tabu. Dieses Privileg kommt nur den Übernachtungsgästen auf Mnemba Island zu Teil, die sich auf die zwölf Bandas aus geflochtenen Palmwedeln und lokalen Hölzern inmitten des kleinen Tropen-Dschungels verteilen. Höchstens 20 Personen, darunter maximal 2 Kinder, nimmt die Insel zur selben Zeit auf, um die hohe Exklusivität zu gewährleisten.

Luxus pur – ohne Klimaanlage, ohne Pool, ohne Schuhe

Stets gibt es mindestens doppelt so viel Personal wie Gäste. Die meisten Mitarbeiter werden wir während unserer vier Nächte auf Mnemba Island nie zu Gesicht bekommen, sie werkeln im Hintergrund an einer unvergesslichen Urlaubserfahrung. Es ist eine perfekte Service-Symphonie, die ganz bewusst in weiten Teilen unsichtbar bleiben soll.

Die reinen Fakten, die geschriebenen Worte über die Mnemba Island Lodge (Webseite) können der Insel vielleicht gar nicht gerecht werden. So könnte es im Super-Luxussegment durchaus überraschen, dass es weder Fenster, noch Türen gibt. Keine Klimaanlage und auch keinen Pool. Doch genau diese Aspekte machen die Insel zu einer Barfuß Eco-Chic Lodge mit echtem Castaway-Charakter auf allerhöchstem Niveau.

Ein Hauch von “no news, no shoes”, wie wir es vielleicht noch von Gili Lankanfushi oder Soneva Fushi auf den Malediven kennen. Dabei allerdings noch puristischer auf das Wesentliche konzentriert – die absolute Sorgenfreiheit, Balance und Entspannung. Und wer braucht schon einen Pool, wenn eine unvorstellbar kristallklare Lagune wie eine gigantische Badewanne nur 60 Schritte vor dem eigenen Schlafzimmer liegt?

Tatsächlich haben wir in vielen Momenten das Gefühl, als seien wir auf unserer ganz eigenen Privatinsel gelandet. Nur selten passiert es, dass wir tagsüber mal auf ein anderes Pärchen treffen, das am Strand spazieren geht oder im Meer badet. Dabei ist die Insel bestens besucht, doch die gute und blickdichte Verteilung der Banda genannten Bungalows sorgt für ein Höchstmaß an Privatsphäre.

Die offenen Bandas auf Mnemba Island

Jede der Bandas ist exotisch und rustikal genug eingerichtet, um dem Robinson Crusoe Gefühl vollends gerecht zu werden. Sie ist aber gleichermaßen elegant und luxuriös, um absolute Wohlfühl-Atmosphäre zu gewährleisten. Hinter dem halboffenen Schlafbereich mit himmlisch-gemütlichen Doppelbett steht ein offener Kleiderschrank, ein überdachter Zwischenbereich führt rückwärtig in das ebenfalls halboffene, große Badezimmer.

Wir möchten ganz ehrlich sein, vor der Anreise hatten wir es durchaus mit dem ein oder anderen Zweifel zu tun. Insbesondere mit der Frage, ob wir bei bis zu 28 Grad Nachttemperatur ohne Klimaanlage überhaupt schlafen können und ob es ohne Fenster und Türen nicht jede Menge fliegendes Getier in unserem Schlafgemach geben wird?

Schon nach der ersten Nacht können wir jedoch erleichtert sagen: Hakuna matata, alles kein Problem. Das Meeresrauschen, die sanfte Brise vom Indischen Ozean und der angenehm leise Deckenventilator im Himmelbett sorgen zu unserer eigenen Überraschung für perfekte Schlafbedingungen. Ohnehin ist die hohe Luftfeuchtigkeit in den Abendstunden meist wie verflogen und wir sitzen auch zum Dinner ganz wunderbar unter freiem Himmel.

Auch in Sachen Insekten können wir Entwarnung geben, denn während unseres Aufenthaltes (Mitte Februar) ist von lästigen Plagegeistern wirklich kaum etwas zu sehen und das gut imprägnierte Moskitonetz sorgt in der Nacht für zusätzliche Sicherheit. Wie überall in den Tropen entdecken wir ein paar süße Geckos, die vor allem an den Außenwänden auf Beutefang gehen und damit natürlich auch ihren Beitrag leisten.

Im vorderen Bereich jeder Banda befindet sich eine große offene Veranda, rund 30 Meter in Richtung Strand steht unsere private Relax-Cabana mit vielen gemütlichen Sitzmöglichkeiten, einer Außendusche und Minibar. Und bevor es über den strahlend weißen Sand direkt in den Indischen Ozean geht, steht blickgeschützt hinter einem Strauch noch unsere private Sonnenliege mit Bambus-Sonnendach.

Alle Bandas liegen unter schattenspendenden Palmen und halmblättrigen Kasuarina-Bäumen, die Mnemba Island wie einen dichten Dschungel wirken lassen. Eine Insel wie aus dem Bilderbuch. Schneeweißer Sand, über den kleine Krebse flitzen – immer auf der Hut vor einigen Fischreihern und anderen Seevögeln.

Traumstrand, spannende Unterwasserwelt und jede Menge Erholung

Es gibt kaum einen spitzen Stein, keinerlei Seeigel oder andere Gefahren im sandigen Grund. Dafür bedarf es gar keiner Kosmetik, es zieht also keine Crew mit Rechen durch den Sand, wie wir es auf vielen Malediveninseln kennengelernt haben. Nur am frühen Morgen und späten Nachmittag dreht ein täglich wechselnder Mitarbeiter mit einem Weidekorb seine Runden um die Insel, um angespültes Treibgut aus Kunststoff einzusammeln.

Perfekte Bedingungen zum Baden, wie man sie nirgendwo sonst auf Sansibar vorfindet. Und in Schwimmweite liegt ein fabelhaftes Korallenriff mit abertausenden bunten Fischen. Wer nicht auf eigene Faust auf maritime Erkundungstour gehen möchte, kann sich im Boat House mehrmals täglich den geführten Schnorchelausflügen anschließen, auch zwei Tauchgänge pro Tag sind im Übernachtungspreis inkludiert.

Da die Lagune vor der Insel öffentlich ist, empfehlen wir vor allem die frühen Morgenstunden und den Nachmittag, da die Boote mit Tagesausflüglern gegen 14 Uhr die Rückkehr zur Hauptinsel antreten. Spätestens dann herrscht auch an den Korallenriffen die völlige Exklusivität für andBeyond Gäste. Es sind zudem die besten Zeiten, um ganz ungestört Delfinen zu begegnen – mit etwas Glück sogar beim Schnorcheln oder Tauchen!

Ansonsten steht der Tagesablauf voll und ganz im Zeichen von Entspannung und Genuss. Mnemba Island ist vor allem für Paare der wahr gewordene, tropische Inseltraum. An Romantik und genussvoller Zweisamkeit nicht zu übertreffen. Jeden Tag aufs Neue lässt sich das Personal kleine und große Überraschungen einfallen, um uns zu begeistern.

Kulinarische Highlights mitten im Indischen Ozean

Dabei beginnen die Tage für uns genauso entspannt, wie die Abende enden. Wir verzichten auf den angebotenen Weck-Service, schließlich küssen uns die Sonnenstrahlen ohnehin irgendwann aus den Träumen. Mkombe hat derweil bereits unbemerkt ein Tablett mit Kaffee und Keksen für uns auf der Veranda bereitgestellt – ein toller Start in den Morgen.

Wir lassen es uns nicht nehmen, direkt aus dem Bett erstmal wieder unsere Füße in den feinen Sand einzutauchen und mit unserem Kaffee zum Meer zu schlendern. Hach, was für ein paradiesischer Ort! Nur einen kurzen Spaziergang entfernt liegt der Hauptbereich der Mnemba Island Lodge, hier finden wir uns täglich zum Frühstück und Lunch ein – wann auch immer es uns danach gelüstet.

An einer Tafel stehen die Menü-Empfehlungen des Tages angeschrieben, Seafood gehört naheliegender Weise zu einem der Schwerpunkte. Doch die südafrikanische Köchin Stacy bespricht mit jedem Gast persönlich mögliche Anpassungen und nimmt auch auf individuelle Vorlieben oder Unverträglichkeiten gerne große Rücksicht. Heute keine Lust auf Lobster? Appetit auf ein frisches Thunfisch-Steak? Vegetarier? Alles überhaupt kein Problem.

Die kulinarischen Leistungen sind exquisit und absolut maßgeschneidert. Und Mkombe kennt unsere Wünsche meist sogar schon, bevor wir sie überhaupt aussprechen. Er ist ein echtes Goldstück der Lodge, unaufdringlich aber überaus aufmerksam. Er arbeitet wie zahlreiche Mitarbeiter schon seit vielen Jahren auf der Insel, auf deren Ostseite sich das Personal am Abend auch gerne mal auf eine Runde Beachfußball zusammenfindet.

Das Frühstück ist eine ansprechende Zusammenstellung aus frischem Obst, zahlreichen Marmeladen und sansibarischem Honig, Joghurt und Cerealien, hausgemachten Säften und täglichen wechselnden Specials. Natürlich sind auch beliebige Eierspeisen und Sonderwünsche überhaupt keine Herausforderung für das Team.

Auch das Mittagessen nehmen wir hier im offenen Restaurant, meist mit den Füßen im Sand, ein. Theoretisch könnte man sich alle Gerichte auch in die eigene Banda bestellen, doch ein wenig Geselligkeit hat noch niemandem geschadet und so bleibt der Hauptbereich der Lodge, mit offenem Restaurant und der benachbarten Chillout-Bar, gewissermaßen der soziale Treffpunkt auf Mnemba Island.

Dies gilt umso mehr am Abend, wenn sich gegen 19:30 Uhr alle Gäste zum kleinen Come Together mit dem gesamten Personal in ebenjener Bar auf einen Aperitif einfinden. Wer auch hier die traute Zweisamkeit bevorzugt, findet ausreichend Rückzugsmöglichkeiten, doch wir empfinden es als sehr interessant (und schätzen diese Momente auch aus diversen Safarilodges), mehr über einige Mitarbeiter und andere Gäste zu erfahren.

Sei es nun das etwas extrovertierte Senioren-Pärchen aus der Schweiz, die frisch eingetroffenen Honeymooner aus Kalifornien, Junior Manager David oder Tauchlehrer Steve. Es ist ein schöner Rahmen, um sich über das süße Nichtstun auf Mnemba Island oder etwaige Reiseerfahrungen aus aller Welt auszutauschen.

Sonnenuntergang? Check. Bootstour? Check. Delfine? Check.

Vor dem geselligen Miteinander lassen wir die Tage aber zunächst ganz romantisch am Strand ausklingen. Mkombe stellt uns allabendlich zum Sonnenuntergang zwei Stühle perfekt ausgerichtet in den Sand, platziert unsere Lieblingsdrinks sowie leckere Snacks auf einem kleinen Holztisch und überlässt uns dann ganz der bezaubernden Magie dieser Insel.

An einem Abend werden wir stattdessen zum Bootshaus geführt, wo eine traditionelle Dhau für eine private Sunset-Segeltour mit gekühltem Sauvignon Blanc auf uns wartet. Und es klingt vermutlich wie aus einem kitschigen Roman, dass nach wenigen Minuten unser Boot von zahlreichen Delfinen begleitet wird, bevor die Sonne in zauberhaften Farben am Horizont verschwindet.

Bis zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, was uns konkret für das Abendessen erwartet. Denn jeden Abend versucht das Personal mit wechselnden Locations für Abwechslung zu sorgen. Nur eines ist klar: Einen Dresscode gibt es selbst für das Dinner nicht. Barfuß im Sommerkleidchen oder in Shorts stellt sich nur als akzeptabel heraus, sondern als absolut vorherrschende Kleiderordnung.

So finden wir uns zum Beispiel nach einem Spaziergang entlang von Lichterketten und Fackeln plötzlich zum Forest Dinner inmitten des Dschungels wieder oder erleben zum Abschlussabend ein traumhaftes Beach Dinner mit Meeresrauschen im Mondschein mitten am Strand. Jeder erhält seine eigene Menükarte, Julia mit vegetarischen Optionen, für mich stets ohne Paprika.

Mkombe hält sich immer dezent im Hintergrund und ist dennoch wachsam mit einem breiten Lächeln zur Stelle, wenn unsere Teller geleert sind oder unsere Gläser eine Auffüllung vertragen könnten. Insgesamt ist der Service der andBeyond Mnemba Island Lodge nicht nur makellos, sondern ganz und gar auf den Punkt gebracht.

So erfolgen stets von uns unbemerkt auch die Signale an das Housekeeping, zum Beispiel während unserer Essenszeiten die Minibar aufzufüllen oder den Turndown-Service für die Nacht durchzuführen. Wir sehen stets nur das fertige Ergebnis, nicht jedoch die vielen Anstrengungen im Hintergrund. Das Personal schwebt quasi geräuschlos und grazil über die Insel.

Und plötzlich klingelt nachts um 3 Uhr das Telefon…

Nur in der zweiten Nacht, da nimmt es das Personal mit diesem Kredo nicht ganz so genau. Welch ein Glück! Denn der sympathische junge Südafrikaner David, der als Urlaubsvertretung des eigentlichen Manager-Paares auf Mnemba Island gerade das Sagen hat, löst sein Versprechen ein und klingelt uns mitten in der Nacht aus dem Schlaf.

Es ist 3 Uhr in der Früh und wir benötigen einen Moment, bis wir das ungeahnte Geräusch unserem Telefon zuordnen. „Hi Alex and Julia, we have a turtle in front of banda 9! Feel free to join us!“ Demnach hat sich eine große Meeresschildkröte zur Eiablage an Land geschleppt und wir sind eingeladen, Zeuge dieses Ereignisses zu werden. Wir schnappen unsere Kameras und eilen durch die Dunkelheit hinaus zum Strand.

Mnemba Island ist einer vor nur zwei geschützten Orten in Sansibar, wo die gefährdeten Grünen Meeresschildkröten noch unbehelligt an Land kommen können. Leider werden die wunderschönen Tiere auch heute noch gejagt und gewildert, in Suppen gekocht oder für Mode-Accessoires verarbeitet. andBeyond sorgt seit vielen Jahren für mehr Aufmerksamkeit und einen erhöhten Schutz der Tiere.

Mittlerweile kommen bis zu 40 Schildkröten pro Jahr auf der kleinen Insel Mnemba Island an Land, um ihre Gelege mit mehr als 100 Eiern abzulegen. Auch wenn das Schlüpfen der vielen Mini-Reptilien sicherlich atemberaubend ist, so ist für uns diese Nacht der Eiablage mit all ihren Facetten nicht minder beeindruckend. Wir sind hautnah dabei – ein absolut unvergessliches Erlebnis! 

A propos tierische Überraschungen: Zwei seltene Zwergantilopen-Arten wurden auf Mnemba Island angesiedelt, die Suni-Antilope (Moschusböckchen) und den vom Aussterben bedrohten Arders Duiker. Beide Spezies haben sich auf der Insel, jenseits von Jagd und Raubtieren, sehr gut entwickelt und zählen ebenfalls zu den vielen Conservation-Erfolgsgeschichten von andBeyond.

Mehrmals täglich tauchen die süßen, aber durchaus scheuen Antilopen auf den sandigen Pfaden vor unserer Banda auf oder huschen eilig durch das Gestrüpp im Inselinneren. Mittlerweile ist die Population so angewachsen, das erste Tiere wieder auf die Hauptinsel Sansibars und in ihre ursprünglichen Lebensräume übergesiedelt werden konnten.

Doch um ganz ehrlich zu sein: Wir würden uns nicht wundern, wenn sie sich schnell zurücksehnen auf dieses traumhafte Inselparadies namens Mnemba Island.

Unser Fazit zur andBeyond Menmba Island Lodge

Es fällt schwer auf Mnemba Island überhaupt zu verlassen, denn die Insel ist nicht nur eines der außergewöhnlichsten Luxus-Resorts in ganz Afrika, sondern auf gewisse Weise sogar ein Lebensgefühl. Jegliche schweren Gedanken werden mitsamt den eigenen Schuhen schon vor der Ankunft abgegeben und ab diesem Moment heißt es vor allem: Abschalten, entspannen und genießen.

andBeyond ist uns als Betreiber verschiedener Luxus-Safarilodges bereits bestens bekannt, das Unternehmen betreibt einige der besten Unterkünfte in atemberaubenden Wildgebieten wie dem Kruger Nationalpark in Südafrika, dem Okavango Delta in Botswana sowie der Serengeti und dem Ngorongoro Krater auf dem Festland Tansanias. Doch mit der Mnemba Island Lodge beweist das Unternehmen, dass es seine tolle Philosophie aus unvergesslichen Erlebnissen, hochklassigem Service und unaufdringlichen Luxus auch auf einer kleinen Trauminsel adaptieren kann.

In der Tat erinnern einige Rahmendaten (und auch der Preis) an Hideaways auf den Malediven, von denen Resorts wie Soneva Fushi oder Gili Lankanfushi mit ihrem Slow Life Barfuß-Konzept zunächst in der Branche belächelt wurden, aber längst zu den besten Luxushotels auf der ganzen Welt zählen. Denn gerade die Kombination aus ungezwungener Atmosphäre, jeder Menge Privatsphäre, vorzüglicher Kulinarik und herausragendem Personal sorgt für die perfekte Entschleunigung. Quasi ein Refugium vor dem täglich drohenden Hightech-Burnout.

All das gilt auch für Mnemba Island, wobei wir uns bei nur maximal 20 anderen Gästen meist sogar wie auf unserer eigenen kleinen Privatinsel fühlten. Zudem lockt der schönste Sandstrand von ganz Sansibar. Ob als krönender Abschluss einer Safari auf dem Festland oder gar als völlig eigenständige Reise (zum Beispiel in Kombi mit der Hauptstadt Stone Town), die andBeyond Mnemba Island Lodge ist für Reisende mit entsprechendem Budget eine unvergleichliche und in jeder Hinsicht fantastische Wahl. Ein Paradies für Paare!


Weitere Fotos: Mnemba Island (Zanzibar)


Das Wichtigste noch einmal im Überblick

Das hat uns begeistert:

  • No news, no shoes: 24 Stunden am Tag barfuß im tollsten Puderzucker-Sand
  • Absolute Entschleunigung ohne feste Zeiten und Regeln, dafür ein Höchstmaß an Privatsphäre
  • Tolle Unterkünfte, die trotz komplett offener Bauweise völlig sicher und auch frei von tierischen Überraschungen sind
  • Herausragendes Personal, das wie eine Ballett-Tänzerin fast geräuschlos über die Bühne gleitet, um jedem Gast das perfekte Erlebnis zu bescheren
  • Ein wahres Naturparadies: Schneeweißer Sand, kristallklares Wasser – obendrein Delfine, Schildkröten und sogar süße Antilopen
  • Sehr gute Küche mit täglich fangfrischem Seafood, aber auch absolut flexibel im Umgang mit individuellen Wünschen
  • Täglich wechselnde Dining-Locations, die sich gegenseitig in Sachen Romantik übertrumpfen und viel Zweisamkeit bieten
  • Dramatisch schöne Sonnenuntergänge, die stets mit einem Glas Wein, frischen Snacks (oder gar Sushi) am Strand bewundert werden können

Das geht noch besser:

  • Die Minibar wurde etwas außer Acht gelassen: Es gab außer Wasser und hartem Alkohol recht wenig Optionen, mal wurde vergessen aufzufüllen, die Kokosnuss zur Begrüßung wurde auch nach vier Tagen nicht entsorgt.
  • Angesichts der hohen Übernachtungspreise finden wir, dass das Yoga-Angebot mit inkludiert sein sollte. Es wirkt zumindest kurios, dass täglich zwei Tauchgänge kostenlos sind, dann aber für eine morgendliche Yoga-Session unter freiem Himmel bezahlt werden soll.

Honeymoon-Tauglichkeit:

  • 100%, mehr Romantik, Privatsphäre und unvergessliche Erlebnisse sind gar nicht möglich! Mnemba Island ist wie geschaffen für Paare!

Aufenthaltsdauer:

  • Wir empfehlen mindestens 3 Nächte auf der Insel

Wifi / WLAN:

  • kostenfreies Wifi in allen Bereichen (auch an den Sonnenliegen)

Veggie-Check:

  • sehr flexibel im Umgang mit Sonderwünschen, gute Auswahl an vegetarischen Gerichten zu jeder Tageszeit, alle Mahlzeiten werden personalisiert und individuell mit der Küchenchefin vorab besprochen

Das kostet es:

  • Fully Inclusive (alle Speisen, Getränke, Wäscheservice, zwei Tauch-/Schnorcheltouren täglich) p.P. ab 1.100 EUR
  • Honeymoon-Specials mit bis zu 50% für die Braut
  • Nebenkosten: Yoga und Spa-Anwendungen nach Absprache

So kommt man hin:


Unser Video von der andBeyond Mnemba Island Lodge © NIEDBLOG

Die Recherchen wurden von andBeyond unterstützt, unsere professionelle Einschätzung und ehrliche Meinung bleibt hiervon wie immer unberührt. Mehr zum Thema Transparenz & Unabhängigkeit findet sich in unseren Leitlinien.

Alex
Alex

Alex Mirschel hat NIEDBLOG bereits 2010 gegründet und zu einem der einflussreichsten Luxus-Reiseblogs in Europa entwickelt. Der Frankfurter Diplom-Verwaltungswirt war ursprünglich im Baurecht tätig und hielt einen Lehrauftrag als Dozent für Soziologie. Mit den Jahren fand er jedoch seine berufliche Heimat in der Touristik und ist heute professioneller Reiseblogger und selbstständiger Marketing- und Social Media Berater. Neben NIEDBLOG gründete er weitere erfolgreiche Projekte wie TravelKlima.de oder das mehrfach ausgezeichnete Inspirationsportal 100Urlaubsziele.de.

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1 Kommentar

  1. Klaus Gerster
    13. April 2019 / 07:49

    Was für ein fabelhafter Ort ! Wir waren vor 7 Jahren in der Kraterlodge von &beyond und haben anschließend die Serengeti bereist, aus irgendeinem Grund ging die Kombimöglichkeit mit Zanzibar respektive Mnemba Island an uns vorbei. Das wäre den Fotos und Video nach zu urteilen ein großartiger Abschluss gewesen !

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