Französisch Polynesien: Südsee-Kreuzfahrt mit der MS Paul Gauguin

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Als die ersten Sonnenstrahlen unsere Kabine erreichen, stehen wir bereits auf dem Balkon und blicken etwas ungläubig in die Ferne. Die zwölf Stunden Zeitunterschied und die lange Anreise ans andere Ende der Welt sind wie weggeblasen. Erst am Vorabend sind wir in Tahiti gelandet und gehen mit den letzten Ankömmlingen an Bord der MS Paul Gauguin.

Wie kleine Kinder haben wir uns auf diese Reise gefreut, doch nichts konnte uns auf diese unbeschreibliche Schönheit vorbereiten. Während das nächtliche Papeete noch einigermaßen belebt wirkt, sind wir nun in der fast unberührten Idylle des Südpazifiks angekommen. Wir blicken hinaus auf kleine Inselchen, dicht bewachsen mit Palmen. Unbewohnt und wild.

Am Horizont türmen sich zwei Vulkaninseln auf, sie tragen den wohlklingenden Namen Huahine und sind das erste Tagesziel unserer Kreuzfahrt durch Französisch Polynesien. Eine Woche lang bereisen wir die Gesellschaftsinseln und werden neben Huahine und Taha’a natürlich auch den beiden Stars der Region, Moorea und Bora Bora, einen jeweils zweitägigen Besuch abstatten.

An Bord der MS Paul Gauguin durch die Südsee

Unsere Balkonkabine auf Deck 7 ist sehr gemütlich, die hellen Farben harmonieren gut mit den hochwertigen Hölzern. Die Kabine bietet uns ausreichend Stauraum, eine bestens bestückte Minibar, ein komfortables Doppelbett und ein geräumiges WC mit Dusch-Badewanne. Den eigenen Balkon für unseren allmorgendlichen Wow-Moment möchten wir auf keinen Fall missen.

Vor dem Frühstück begeben uns auf eine erste Erkundungstour an Bord und fühlen uns sofort heimisch. Besonders gut gefallen uns die sehr kurzen Wege und die fast schon familiäre Stimmung. Wo wir auch hinkommen, werden wir bereits am ersten Tag mit unseren Namen begrüßt. 217 Crew-Mitgliedern kümmern sich bei Vollauslastung um maximal 332 Passagiere, damit ist persönlicher Service quasi garantiert.

Die MS Paul Gauguin ist maßgeschneidert für Französisch Polynesien und wurde vor 20 Jahren speziell für dieses außergewöhnliche Fahrgebiet erbaut. Das Schiff zählt damit freilich nicht mehr zu der jüngsten Generation an Luxuskreuzern, doch gerade die gehobene und dennoch legere Atmosphäre passen perfekt zu einem tropischen Sehnsuchtsziel wie der Südsee.

MS Paul Gauguin in Papeete Tahiti

Die gesamte Einrichtung, das Dekor und die traditionellen Holzschnitzereien sind fein abgestimmt. Dank regelmäßiger Renovierungen und Wartungsarbeiten sieht man der Paul Gauguin ihr Alter ohnehin nicht wirklich an. Wir nehmen das Ambiente als sehr ungezwungen und wohnlich wahr, dabei ohne Einschränkungen hochwertig. Einzig die Badezimmer sind ein wenig in die Jahre gekommen und sollen zeitnah modernisiert werden.

Paul Gauguin: Passagiere aus aller Welt sorgen für entspannte Stimmung

Auf dem Sonnendeck haben sich mittlerweile einige Mitreisende eingefunden, um die Einfahrt nach Huahine zu bestaunen. Die Mehrheit von ihnen stammt aus Nordamerika, der Dialekt enttarnt zudem einige Australier. In den folgenden Tagen treffen wir Menschen aus aller Welt, darunter auch ein halbes Dutzend Deutsche und Schweizer. Wir Mitteleuropäer haben mit fast 16.000 Kilometern Luftlinie die längste Anreise hinter uns.

Das Durchschnittsalter ist niedriger als auf vielen anderen Luxus-Schiffen. Die Bandbreite reicht von jungen Honeymooner-Pärchen bis hin zu sympathischen Best Agern und rüstigen Pensionären. Wir finden die Mischung insgesamt sehr angenehm. Tagsüber bestimmen Shorts, T-Shirts und Flip-Flops das Bild, nur am Abend gibt es für die Herren einen Dresscode mit langen Hosen.

Zum Frühstück machen wir es uns an einem der Tische im Le Grill gemütlich. Das halb-offene Restaurant auf dem Oberdeck (Deckplan) ist eine von gleich drei Optionen am Morgen und wird dank freiem Meerblick und einer angenehmen Brise zu einem unserer Lieblingsplätze. Es gibt ein leckeres Buffet mit breiter Auswahl, Eierspeisen werden individuell zubereitet und von den überaus freundlichen Kellnern am Platz serviert.

Jeder Gast wird mit dem Vornamen begrüßt, Sonderwünsche oder Lieblingsgetränke sind schon beim nächsten Besuch eine Selbstverständlichkeit. Der Service ist hervorragend und sehr aufmerksam, ohne jedoch aufdringlich zu werden. Die überwiegend philippinische Crew spricht ausnahmslos sehr gutes Englisch, zudem ist Französisch die zweite Bordsprache. Einige Kellner sprechen sogar das ein oder andere Wort Deutsch.

Mit Tenderbooten an Land – doch auch an Bord wird viel geboten

In der Zwischenzeit hat unser Schiff vor Huahine geankert. Die Paul Gauguin erreicht mit ihren kompakten Abmessungen und dem geringen Tiefgang auch Buchten, die für größere Schiffe gar nicht anzusteuern sind. Um die sensible Unterwasserwelt der Südsee nicht unnötig in Mitleidenschaft zu ziehen, werden alle Häfen unserer Kreuzfahrt mit modernen Tenderbooten angefahren.

Da wir stets an einem zentralen Punkt der Inseln an Land gehen, lassen sich auch individuelle Ausflüge problemlos selbst planen. Wie üblich warten einige Anbieter sogar direkt am Pier auf sponante Kunden. Wer sich lieber in die Hände einer organisierten Gruppentour begeben möchte, für den hält natürlich auch die Reederei zahlreiche Landausflüge parat, die bereits vor der Reise oder an Bord gebucht werden können.

Die Transferfahrten sind für uns jeden Tag aufs Neue ein großer Spaß und bieten eine einmalige Perspektive auf das Schiff und die umliegende Natur. Besonders schön sind die Sitzplätze auf dem Oberdeck der Tenderboote. An den Häfen steht ganztägig ein Welcome-Pavillon der Paul Gauguin bereit, an dem gekühlte Handtücher und Erfrischungsgetränke gereicht werden. Alle Abläufe sind perfekt organisiert, nie kommt es zu längeren Wartezeiten.

Auch an Bord gibt es ausreichend Möglichkeiten, um bei dem tropisch warmen Klima hydriert zu bleiben. Beliebteste Anlaufstelle ist das große Oberdeck als Herzstück der Paul Gauguin, auf dem sich auch der Swimming Pool befindet. Zahlreiche Sonnenliegen bieten Platz zum Entspannen, die Kellner der Pool Bar sorgen jederzeit für frische Soft Drinks, leckere Cocktails oder ein Glas Wein.

Nur einige Schritte entfernt befindet sich hinten im Heck mit der La Palette Lounge eine weitere Bar, die vor allem zum Sonnenuntergang und beim Auslaufen des Schiffes sehr beliebt ist. Dank Live-Musik und DJ ist die Lounge auch zu vorgerückter Stunde der Treffpunkt für alle Nachtschwärmer, wobei wir durch die Zeitumstellung meist unmittelbar nach dem Dinner erschöpft aber glücklich ins Bett fallen.



Kulinarik, Sport und Entertainment auf der Paul Gauguin

Kulinarisch wird auf der MS Paul Gauguin eine Menge geboten. Als Hauptrestaurant verschreibt sich das L’Etoile auf Deck 5 der französisch-kontinentalen Küche und bietet täglich wechselnde Menüs in sehr guter Qualität nebst passenden Weinempfehlungen. Auch die vegetarischen Optionen sind auf gutem Niveau, der Service ist zuvorkommend und freundlich. Lediglich die zu stark heruntergekühlte Klimaanlage trübt trotz Kerzenschein ein wenig die Romantik.

Für Paare ohnehin besser geeignet sind die beiden Restaurants La Veranda mit Gourmet-Kreationen von Sternekoch Jean-Pierre Vigato sowie Le Grill mit polynesischen Spezialitäten und delikaten Sea Food Gerichten. Vor allem das Poisson Cru, ein tahitianisches Nationalgericht aus rohem Thunfisch gebeizt in Limettensaft mit Kokosmilch, ist hier unwiderstehlich lecker! Beide Restaurants sind im Reisepreis inkludiert, aber vorab reservierungspflichtig.

Nach dem Abendessen stellen einige Passagiere ihr Glück dann im kleinen Casino auf die Probe, neben einarmigen Banditen gibt es jeweils einen Tisch für Black Jack und Roulette. Die Mehrheit der Gäste findet sich derweil zu den abendlichen Shows im Grand Salon auf Deck 5 ein. Hier werden vor allem polynesische Werke mit jeder Menge Tanz, Gesang und Lebensfreude vorgetragen.

Tristesse oder Langeweile sind aber ohnehin Fremdwörter an Bord der MS Paul Gauguin. Die große Heckklappe des Schiffes verwandelt sich durch ein innovatives Hydraulik-System tagsüber in eine voll ausgestattete Marina. Hier beginnen und enden die täglichen Tauchausflüge, auch die nicht motorisierten Wassersportarten wie Kajakfahrten oder Standup-Paddeln können von hier aus starten.

Während unserer Reise sind wir an zwei Tagen noch deutlich vor dem Sonnenaufgang wach und haben das Bedürfnis vor dem Frühstück ein kleines Sportprogramm durchzuziehen. Der Fitness-Bereich auf Deck 6 der Paul Gauguin (Öffnungszeiten täglich von 5 Uhr bis Mitternacht) bietet hierzu beste Voraussetzungen, das Gym ist modern eingerichtet und auf dem neuesten Stand der Technik.

Auch der Spa-Bereich des Schiffes, ein Deep Nature Spa by Algotherm, zählt zur Kategorie „klein aber fein“ und verdient sich eine Empfehlung. Verschiedene Aktionsangebote und Specials senken die regulären Anwendungspreise [PDF], Julia zahlt für ihre 90minütige Bora Bora Deep Blue Massage letztlich angemessene 190 US Dollar (etwa 162 Euro) und ist von der Qualität vollends begeistert.

Die Gesellschaftsinseln im Check: Unsere Highlights

Die MS Paul Gauguin hat ihren Heimathafen in Tahitis Hauptstadt Papeete, das Pier liegt nur rund 10 Kilometer vom Internationalen Flughafen Faa’a entfernt. Von hier aus starten die ein- bis zweiwöchigen Kreuzfahrten durch den südlichen Pazifik. Kerngeschäft und auf jeder Route enthalten sind dabei die Gesellschaftsinseln: Von Tahiti geht es als Rundreise über Huahine, Taha’a und Bora Bora sowie Moorea schließlich zurück nach Papeete.

Auch wir sind auf dieser Bestseller-Route (Tahiti & the Society Islands) für sieben Nächte unterwegs. Die längeren Reisen kombinieren die Gesellschaftsinseln entweder mit den Cook Islands (11 Nächte), zusätzlich noch Tonga & Fiji (13 Nächte) oder auf der längsten Route mit den zauberhaften Marquesas und Tuamotus (14 Nächte). Gerne möchten wir euch zu jeder von uns angesteuerten Inseln ein paar Tipps und Empfehlungen geben:

Huahine: Der mystische Garten Eden

Die zwei Hauptinseln Huahine Iti (die Kleine) und Nui (die Große) sind eigentlich nur mit einer schmalen Steinbrücke verbunden. Doch beide Eilande vereint ihre dramatische Schönheit, ein überaus entspanntes Flair und eine geheimnisvolle Legende. Die Einheimischen glauben, dass Gott Hiro die Insel einst mit seinem Outrigger-Kanu in zwei Teile trennte. Zudem heißt es, dass nicht nur die Pflanzenwelt hier auf besonders fruchtbaren Boden trifft.

Das polynesische Wort vahine bedeutet Frau und soll für die enorme Fruchtbarkeit der Insel(n) stehen. Tatsächlich sind wir von Huahine an unserem ersten Tag schwer begeistert. Es gibt üppig bewachsene Wälder, die fast an einen Dschungel erinnern, urige Dörfer und herzliche Einwohner. Zudem eine kristallklare Lagune ringsum die Inseln mit atemberaubenden Korallengärten und spektakulärer Unterwasserwelt.

Unser Tipp: Ein Ausflug auf dem Segelboot vom französischen Auswanderer-Paar Martine und Claude, mit tollen Anekdoten, mehreren Schnorchelstopps und Tour zu einer versteckten Bucht. Die beiden sind überaus herzlich und sprechen sehr gutes Englisch, der Tag wird zu einem Highlight unserer Reise! Buchbar als private Ganztagestour über Tahiti Sailing Charter für 42 000 CFP (352 Euro).

Taha’a: Polynesisches Strand-Barbecue auf Motu Mahana

Der zweite Stopp unserer Südsee Kreuzfahrt – die Insel Taha’a – ist ein eher verschlafenes Idyll und liegt gemeinsam mit der Nachbarinsel Raiatea in einer geschützten Lagune. Hier steckt der Tourismus noch in den Kinderschuhen, Haupteinnahmequellen sind die Vanille-Produktion und der Fischfang. Auf Motu Mahana, einer der vielen vorgelagerten Inselchen, wartet mit dem Beach Barbecue derweil ein weiterer Höhepunkt unserer Kreuzfahrt.

Das dicht mit Palmen bewachsene Eiland gehört der Reederei und dient als Schauplatz für einen überaus entspannten und genussreichen Strandtag der Superlative. Schon beim Anlegen unseres Tenderbootes werden wir von den bildhübschen Damen und traditionell tattowierten Herren der bordeigenen Entertainment-Gruppe begrüßt (Les Gauguins & Les Gauguines). Zwei Ukulelen spielen im Takt, exotische Klänge und Gesang hallen sanft durch die Palmenblätter.

Im Wasser zieht derweil ein Kellner seine schwimmende Cocktail-Bar durch die Lagune, während wir es uns zunächst auf einer der vielen Sonnenliegen bequem machen. Pünktlich zur Mittagszeit sind die Grillstationen, Salatbars und Beilagenbuffets reichlich bestückt und überraschen uns mit vielen Köstlichkeiten – von Fleisch über fangfrischen Fisch bis hin zu vegetarischen Leckerbissen!

Bora Bora: Eine Promi-Insel wie aus dem Bilderbuch

Unsere dritte Station der Reise, Bora Bora, lässt viele Menschen bereits beim Namen in Begeisterung verfallen. Kaum eine andere Insel auf der Welt ist mit solch einer Strahlkraft und positiven Assoziationen belegt. Schon Tony Marshall sang anno 1978 eine Ode an dieses Paradies: “Palmen und Blüten um mich her, klar wie Kristall das blaue Meer; ein Vogel sang im Mangobaum, alles war wie ein Traum.”

Was schnulziger und platter kaum klingen könnte, bewahrheitet sich jedoch bei der Ankunft auf Bora Bora auch für uns. Die Insel ist von so unbeschreiblicher Eleganz, dass selbst der begnadetste Künstler sie nicht schöner hätte malen können. Aus der fast nachtblauen Tiefsee ergießt sich ein einzigartiges Farbenspiel von smaragdgrün bis türkis über die sandige Lagune. Dahinter türmt sich Mount Otemanu majestätisch in die Höhe.

Einige der exklusivsten (und teuersten) Resorts unserer Erde haben sich an den Sandstränden angesiedelt. Die Unterwasserwelt von Bora Bora ist so farbenfroh und einzigartig, dass es uns schmerzt, dass viele Ausflüge in eine abgesperrte Lagune zum Streicheln von Rochen und Haien führen. Doch es gibt zum Glück Alternativen, die es mit dem Tierschutz etwas genauer nehmen.

Unser Tipp: Die Schönheit Bora Boras auf ganz natürliche Weise erkunden! Unser Schnorchelausflug mit H2O Bora Bora beschert uns freilebende Delfine aus nächster Nähe, eine Gruppe Manta-Rochen und den vielleicht schönsten Korallengarten der Welt. Zudem zahlreiche Erklärungen und einen unvergleichlichen Blick auf die filmreife Kulisse von Bora Bora. Die Halbtagestour im modernen Sportboot (max. 4 Passagiere) kostet umgerechnet 85 EUR pro Person.

Moorea: Ein faszinierender Spielplatz der Natur

Die acht scharfkantigen Gipfel der herzförmigen Insel ziehen uns so sehr in den Bann, dass wir die Highlights an Land gerne mit dem Mietwagen erkunden möchten. Im Norden ragt Mount Rotui wie eine Haifischflosse in die Höhe und lässt links wie rechts zwei tiefe Buchten ins Inselinnere ragen. Die Paul Gauguin liegt an der Einfahrt zur Opunohu Bay, wobei Moorea der benachbarten Cook Bay weit mehr internationale Aufmerksamkeit zu verdanken hat.

Dies liegt jedoch nicht am Namensgeber James Cook, sondern am Filmklassiker “Die Meuterei auf der Bounty”, der einst in der Bucht gedreht wurde. Die Erkundung Mooreas ist denkbar einfach, die gut ausgebaute Ringstraße führt auf nur 61 Kilometern Länge direkt am Wasser entlang einmal um die gesamte Insel. Eine Umrundung ist entspannt in etwa zwei Stunden möglich, die wichtigsten Attraktionen liegen vor allem auf der nördlichen Hälfte zwischen Hauru und Teavaro.

Zum Pflichtprogramm gehört ohne Zweifel ein Abstecher zum Belevedere Lookout. Vorbei an üppigen Plantagen und alten Tempelruinen geht es hinauf zum Aussichtspunkt. Und der hat es wirklich in sich! Trotz Moskitospray haben wir hier zwar erstmals auf der Reise mit surrenden Plagen zu kämpfen, doch der Ausblick ist atemberaubend. Wir treffen auf einige Mitreisende, die mit dem Quad unterwegs sind – auch sie sind hellauf begeistert.

Unser Tipp: Mietwagen günstig vorab bei Avis Pacificar buchen, die Mitarbeiter holen Kunden direkt am Schiffspier ab und fahren uns zur Wagenabholung ins benachbarte InterContinental Hotel. Badekleidung nicht vergessen, die öffentlichen Strände Ta’ahiamanu Beach und Temae Beach sind willkommene Erfrischungen. Für das Mittagessen direkt am Strand mit Traumaussicht lohnt ein Stopp im Hilton Moorea Lagoon Resort, das auch Tagesgäste gerne willkommen heißt.


Unser Fazit zur Südsee Kreuzfahrt mit MS Paul Pauguin

Die Gesellschaftsinseln sind sowohl über als auch unter Wasser eine echte Augenweide von surrealer Schönheit. Es wäre fast schade, nur eine Insel allein zu besuchen. Die Paul Gauguin ermöglicht ein hochklassiges und gänzlich stressfreies Inselhüpfen durch Französisch Polynesien.

Von der Ankunft am Flughafen bis zum Anschlussprogramm (z.B. Day Room im Hotel bis zum Heimflug) ist alles perfekt organisiert. Mit maximal 332 Passagieren wirkt das gemütliche Schiff zu keinem Zeitpunkt überladen und lässt auch für romantische Momente zu zweit ausreichend Raum.

Das Schiff selbst ist kein Hochglanz-Neubau mit unzähligen Designfeatures, doch es passt gerade deshalb in dieses authentische und etwas geheimnisvolle Reiseziel. Wir fühlen uns jede Sekunde an Bord pudelwohl und sind der Meinung, dass auch die Mühen der langen Anreise mit unvergleichlichen Eindrücken belohnt werden. Eine echte Traumreise!


Das hat uns begeistert:

  • Kleines Schiff mit Boutique-Charakter und fast familiärer Atmosphäre
  • Atemberaubende Route mit exotischen Traumzielen und jeder Menge Südsee-Flair
  • Hervorragende Service-Qualität, sehr freundliche und bestens ausgebildete Crew
  • Umfangreiches All Inclusive Paket sorgt für sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis

Das kostet es:

  • Flüge von Deutschland z.B. über Paris und Los Angeles ab etwa 1.700 EUR p.P.
  • 7 Nächte zu zweit in der Außenkabine ab etwa 2.800 EUR p.P., Balkonkabine ab 4.300 EUR p.P.

Gut zu wissen:

  • Klima: Tropisch-warm und feucht, beste Reisezeit: Mai bis Ende Oktober
  • Einreise: visumsfrei für EU Bürger, jedoch ESTA bei USA-Zwischenstopp
  • Impfungen: keine Besonderheiten, Standardimpfungen gemäß Robert-Koch-Institut
  • Mehr Infos: kostenlose Broschüren und Reisetipps bei Tahiti Tourisme

Übrigens gebührt dem All Inclusive Konzept von Paul Gauguin Cruises eine ganz besondere Erwähnung, denn Französisch Polynesien ist generell eine hoch-exklusive und entsprechend kostspielige Destination. In den Luxusresorts der Inseln werden für zwei Personen inklusive Vollpension schnell Beträge von 2000 US Dollar pro Nacht fällig.

Dieser Vergleich rückt das Preisniveau einer Südsee Kreuzfahrt mit der Paul Gauguin in ein ganz anderes Licht: Der erfahrene Spezialist Vista Travel bietet zum Beispiel die einwöchige Tour in einer Balkonkabine ab etwa 4300 EUR pro Person an, Aktionspreise für eine Außenkabine sind zu bestimmten Terminen bereits ab etwa 2800 EUR buchbar.

Die Preise beinhalten neben der Luxuskreuzfahrt auch die Vollpension mit freier Wahl aller Spezialitäten-Restaurants, eine große Bandbreite an Getränken einschließlich Kaffee, Bieren und Weinen sowie Cocktails und Spirituosen. Auch die Trinkgelder, alle Bordaktivitäten und sogar der 24 Stunden-Zimmerservice sind im Paketpreis bereits inkludiert.

Anreise nach Papeete / Tahiti
Der schnellste Weg führt von Paris (CDG) an Bord der staatlichen Fluggesellschaft Air Tahiti Nui mit rund zweistündigem Tankstopp in Los Angeles nach Papeete. Die Flugzeit beträgt inklusive Stopp rund 22,5 Stunden, in Los Angeles ist eine offizielle Einreise (und somit ESTA) erforderlich. Air Tahiti Nui setzt einen Airbus A340-300 in 2-4-2 Bestuhlung in der Economy Class ein. Aufgrund zahlreicher Bewertungen im Internet haben wir das Schlimmste befürchtet, hatten jedoch auf dem Hin- und Rückflug keinen Anlass zur Kritik:

Der Service war sehr freundlich, das Speisen- und Getränkeangebot umfangreich und von guter Qualität, der Sitzkomfort entsprach europäischen Branchen-Standards auf der Langstrecke. Dennoch sind spätestens beim Stopp in Los Angeles die Beine schwer und die Füße geschwollen, der Körper hat nicht unbedingt Lust auf acht weitere Stunden in einer Röhre. Daher empfehlen wir die Anreise zu splitten: Zum Beispiel mit Lufthansa nonstop von Frankfurt nach Los Angeles, dort mindestens eine Übernachtung und am nächsten Tag ausgeruht mit Air Tahiti Nui auf direktem Wege weiter nach Papeete.



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Die Recherchen wurden von Vista Travel unterstützt, unsere professionelle Einschätzung ist hiervon wie immer unberührt. Mehr zum Thema Transparenz & Unabhängigkeit findet sich in unseren Leitlinien.

Alex

Alex Mirschel hat NIEDBLOG bereits 2010 gegründet und zu einem der einflussreichsten Luxus-Reiseblogs in Europa entwickelt. Der Frankfurter Diplom-Verwaltungswirt war ursprünglich im Baurecht tätig und hielt einen Lehrauftrag als Dozent für Soziologie. Mit den Jahren fand er jedoch seine berufliche Heimat in der Touristik und ist heute professioneller Reiseblogger und selbstständiger Marketing- und Social Media Berater. Neben NIEDBLOG gründete er weitere erfolgreiche Projekte wie TravelKlima.de oder das mehrfach ausgezeichnete Inspirationsportal 100Urlaubsziele.de.

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8 Kommentare

  1. Brigitte Bachmann
    7. Juli 2018 / 05:37

    Guten Morgen, sind viele Familien an Board oder hat man als Paar einigermaßen seine Ruhe? Nicht falsch verstehen bitte

    • Alex
      Autor
      7. Juli 2018 / 08:25

      Guten Morgen Brigitte,

      die Frage muss dir nicht unangenehm sein, schließlich hat jeder seine individuellen Bedürfnisse und Wünsche bei einer solch exklusiven Traumreise.

      Die Paul Gauguin ist ein kleines Boutique Schiff und hat daher im Vergleich zu einigen Mega-Kreuzfahrtschiffen keine expliziten Unterhaltungseinrichtungen für Kinder. Allein deshalb ist die Zahl an Familien äußerst gering, auf unserer Kreuzfahrt war zum Beispiel kein einziges Kind an Bord, nicht mal ein Teenager.

      Dies scheint auch nach Rücksprache mit dem Manager eher üblich zu sein. Einzig in den Ferienmonaten (Juli) gibt es Touren, die von Paul Gauguin speziell für Familien ausgeschrieben sind und ein explizites ‘Entdeckerprogramm’ für 7 bis 17-Jährige beinhaltet.

      Hierzu kannst du aber gerne nochmal die genauen Details z.B. bei Vista Travel erfragen, die als Generalvertretung für den deutschen Markt agieren. Grundsätzlich sind die Paul Gauguin Kreuzfahrten jedenfalls perfekt auf Paare ausgelegt.

      Ein schönes Wochenende!
      Alex

  2. Marianne Heldt
    5. Juli 2018 / 14:17

    Da kommen bei mir direkt Erinnerungen hoch. Mein Mann und ich waren letzten September 6 Nächte im InterContinental Bora Bora & Thalasso Spa + 4 Nächte im Manava Beach Resort Moorea, es war unvergesslich schön aber auch teurer als unser aktuelles Auto. Der Tipp mit der Paul Gauguin Cruise hätte uns vielleicht zum Umdenken gebracht. Leider hat man uns damals im Reisebüro nur die Aranui 5 als Alternative präsentiert, das ist eine Art Kombischiff, doch hatten wir in Sachen Komfort einige Zweifel. Egal, es war die Reise unseres Lebens und ich werde für immer daran denken. Die Menschen waren herzerwärmend nett und gastfreundlich, vor Moorea haben wir sogar Buckelwale gesehen, die sind vermutlich nur saisonal dort, es war unglaublich. Vielen Dank für die schönen Flashbacks in meinem Kopf. Werde das Video heute Abend nochmal meinem Mann zeigen, der wird auch Freude daran haben.

    • Alex
      Autor
      5. Juli 2018 / 15:09

      Hallo Marianne,

      es freut uns riesig, dass wir dir einige Erinnerungen an eure Traumreise bescheren konnten. Wir selbst werden ebenfalls noch sehr lange an die tollen Eindrücke zurückdenken.

      Mit dem Preisniveau in der Südsee hast du natürlich Recht, wir hatten den Vergleich daher auch schonmal im Artikel selbst angeschnitten. Für die gebotenen Leistungen, sowohl quantitativ als auch qualitativ, ist die MS Paul Gauguin schwer zu toppen.

      Zur Aranui möchten wir gar keinen Vergleich ziehen, da wir das Schiff nicht kennen. Wir hatten uns aber an Bord mit einer Gruppe Amerikaner unterhalten, die beide Schiffe kennen und ein klares Votum für Paul Gauguin abgaben. Ein bisschen Vielfalt und Wettbewerb hat dem Markt aber bekanntlich noch nie geschadet 🙂

      Liebe Grüße
      Alex

  3. thomas vonn
    5. Juli 2018 / 13:06

    entschuldigen sie meine schwaches deutsch, ich bin ein expat in dusseldorf. der bericht ist sehr gut und empfehlenswert, ich hab auch das video sehr genossen.

    koennen sie mir einen hinweis geben ob die cruise das ganze Jahr stattfindet? meine fiancée ist vegan, kann das schiff dies gut catern? vielen dank fur ihre hilfe. cheers, thomas

    • Alex
      Autor
      5. Juli 2018 / 13:41

      Hi Thomas,

      would English be easier for you? If so, I try to answer your question in English and German for your convenience:

      Thanks for your comment, we are glad to hear that you like our article and video! In fact the Paul Gauguin is the only vessel that sails year-round to these spectacular islands of French Polynesia. They do have some different itinerary, ranging from a 7-nights cruise up to a 14-nights cruise, but indeed they are offering cruises each month of the year. Regarding your fiancée’s dietary requirements you do not need to worry at all! Julia is Vegetarian and also prefers to stay vegan as much as possible and the Paul Gauguin did a wonderful job to do so. They have a special Veg Menu in all dining outlets and are more than willing to go the extra-mile to give your partner a great culinary experience as well.

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Wir freuen uns sehr, dass dir der Artikel und das Video so gut gefallen. Tatsächlich ist die Paul Gauguin das einzige Luxus-Kreuzfahrtschiff, das die zauberhaften Inseln von Französisch Polneysien das ganze Jahr über ansteuert. Wie im Artikel geschildert stehen verschiedene Routen mit Reiselängen zwischen 7 und 14 Nächten zur Auswahl, sie alle beinhalten jedoch die Gesellschaftsinseln und starten zu jeder Jahreszeit von Tahitis Hauptstadt Papeete. Hinsichtlich deiner Verlobten musst du dir kulinarisch keinerlei Sorgen machen: Julia ist Vegetarierin und versucht sich meist ebenfalls vegan zu ernähren. Die Crew der Paul Gauguin hat diesbezüglich einen super Job gemacht! Es gibt in allen Restaurants eine besondere Karte mit vegetarischen Optionen, zudem werden auch abseits des Menüs individuelle Wünsche gerne berücksichtigt.

      Hope this helps, but feel free to get in touch with any further questions!

      Best regards
      Alex

  4. Nina
    5. Juli 2018 / 11:37

    Wunderschöne Fotos und ein spannend geschriebener Artikel. Wir haben Bora Bora als Honeymoonziel nächsten Sommer schon lange als Favorit auserkoren, die Paul Gauguin ist preislich eine tolle Alternative und wir würden gleich mehrere Inseln sehen. Das wäre wirklich toll. Da wir noch nie auf den Malediven oder ähnlichen Zielen waren, ist so ein Wasserbungalow jedoch immer ein Traum geblieben. Den würden wir uns gerne für ein paar Nächte gönnen. Glaubt ihr man kann die Kreuzfahrt und ein Resort kombinieren? Wie kommt man dann zum Beispiel weiter nach Bora Bora oder Moorea?

    Viele Grüße
    Nina

    • Alex
      Autor
      5. Juli 2018 / 12:11

      Hallo Nina,

      vielen Dank für deine netten Worte. Es freut uns sehr, dass dir unsere Südsee Eindrücke so gut gefallen!

      Mit Französisch Polynesien habt ihr auf jeden Fall ein echtes Traumziel ausgewählt, zumal der deutsche Sommer eine perfekte Reisezeit für die Region ist, während es im Indischen Ozean, der Karibik und weiten Teilen Südostasiens dann regnet.

      Die Kombi aus Kreuzfahrt und Resort ist nicht nur möglich, sondern bei vielen Passagieren sogar üblich. Auch bei Vista Travel oder einem Reisebüro deines Vertrauens könnt ihr die Paul Gauguin Cruise um einen Resortaufenthalt vor oder nach der Kreuzfahrt erweitern. Von Papeete fährt zum Beispiel direkt neben dem Kreuzfahrtterminal die Fähre direkt nach Moorea und braucht nur rund 40 Minuten Fahrtzeit. Auch nach Bora Bora kommt ihr problemlos in rund 45 Minuten Flugzeit mit Air Tahiti.

      Auf beiden Trauminseln gibt es eine Vielzahl an Resorts mit Over Water Villen, die Reederei von Paul Gauguin (Pacific Beachcomber) betreibt selbst zum Beispiel vier Intercontinental Resorts und zwei Le Maitai Resorts auf den Gesellschaftsinseln. Zudem gibt es tolle Anlagen von Hilton / Conrad, Four Seasons, Sofitel, Le Meridien, St. Regis!

      Lasst euch am besten einfach mal beraten, damit ihr ein rundum stimmiges Paket zusammenschnürt. Wir wünschen euch schon jetzt traumhafte Tage im Paradies und meldet euch gerne bei weiteren Fragen,

      Sonnige Grüße aus Frankfurt
      Alex und Julia

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