Honor 8 im Praxistest: Was kann das neue Smartphone von Honor wirklich?

Honor 8 im Praxistest: Was kann das neue Smartphone von Honor wirklich?

Wir haben das neue Honor 8 nun seit rund zwei Wochen in Betrieb und ausführlich unter die Lupe genommen. Dabei stand für uns natürlich nicht nur die Frage im Vordergrund, ob das Gerät allein auf dem Papier zu überzeugen weiß, sondern wie sich das neue Smartphone aus dem Hause Honor auch im Alltags-Check schlägt.

Honor ist ein Tochterunternehmen des chinesischen Herstellers Huawei und soll vor allem ein junges, technik- und lifestyle-affines Publikum ansprechen. Der Anspruch ist hierbei stets ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis für die Geräte zu liefern, wobei der ganz überwiegende Großteil des Vertriebes auch folgerichtig online stattfindet.

Ob das Honor 8 diesem Anspruch gerecht werden kann?

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Offenlegung: Dieser Produkttest entstand in Kooperation mit Honor. Da unsere Meinung generell nicht käuflich ist, haben wir uns die vollständige, redaktionelle Freiheit zusichern lassen und geben in diesem Artikel unsere ehrlichen, persönlichen und kritischen Eindrücke zum Honor 8 wieder. Der Inhalt dieses Artikels wurde von Honor weder vorgegeben, noch freigegeben oder anderweitig vorab überprüft.

Honor 8: Preisniveau, Händler und Mitbewerber

Das Honor 8 in der Speichervariante mit 32 Gigabyte wurde mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 399 EUR in Deutschland auf den Markt gebracht. Es platziert sich damit bewusst deutlich unter den Flaggschiffen der großen Hersteller Apple und Samsung, lässt zugleich ausreichend Abstand zum Premium-Modell des Mutterkonzerns, dem Huawei P9.

Doch beim Preisniveau gibt es gleich eine gute Nachricht vorweg: Nichts ist in Stein gemeißelt, gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit tut sich auf dem Smartphone-Markt eine ganze Menge. Vom Black Friday (25.11.) bis Cyber Monday (28.11.) haut Honor das Honor 8 im eigenen Shop vmall.eu sogar mit bis zu 100 EUR Rabatt für effektiv nur 299 Euro raus. Das ist natürlich eine Kampfansage an alle großen Hersteller!

Rein von den technischen Daten bekommt man derzeit kaum irgendwo mehr Smparthone-Leistung für sein Geld. Selbst der Hauptkonkurrent, das OnePlus 3, kann da nicht mithalten und birgt zudem einige Unwägbarkeiten wie umständliche Garantieabwicklungen und oftmals keine ordnungsgemäßen Rechnungen. Das alles klappt beim Honor 8 dank breitem Vertriebsnetz (einschließlich Amazon) einwandfrei.

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Honor 8: Tolle Performance und Dual-SIM Möglichkeit

Machen wir uns nichts vor, mit technischen Benchmark-Tests können wir als Reiseblogger nicht dienen. In diesem Testbericht geht es also weniger um Leistungen unter Labor-Bedingungen, sondern darum, was das Honor 8 (offizielle Herstellerseite) im Alltag tatsächlich für Vor- und Nachteile mit sich bringt.

Sowohl für Sandra als auch Alex fällt der Umstieg auf das neue Gerät sehr leicht, denn auch vorher waren wir bereits in der Android Welt heimisch. Das Betriebssystem Android 6.0 ist uns also bestens vertraut und läuft dank Kirin 950 Octa-Core Prozessor und 4 GB Arbeitsspeicher absolut flüssig.

Auch aufwändigen Prozessen hält das Honor 8 problemlos Stand, selbst anspruchsvolle und ressourcen-intensive Spiele wie Need for Speed laufen auf dem neuen Smartphone absolut flüssig. Besonders schön für uns ist der erweiterbare Speicherplatz dank microSD Steckplatz bzw. Dual-Schacht.

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Das heißt, dass wahlweise eine microSD Karte (bis zu 128 Gigabyte) oder auf Wunsch auch eine zweite SIM Karte im Honor 8 eingelegt werden kann. Diese Dual-SIM Funktion bezeichnet Sandra als “Firlefanz”, sie setzt stattdessen lieber auf eine große Speicherkarte um alle ihre Fotos immer dabei zu haben.

Alex hingegen hat die meisten seiner Fotos in einer Cloud und freut sich sehr über die Flexibilität einer zweiten SIM Karte. Sowohl im Alltag (Privat + Geschäftshandy in einem) als auch bei Auslandsreisen (z.B. mit einer günstigen SIM Karte aus dem jeweiligen Reiseland).

Anrufe und Datenverkehr lassen sich über die intuitive Multi-SIM-Verwaltung im Menü kinderleicht konfigurieren. Da dürften selbst eingefleischte Apple-Fans große Ohren und einen Anflug von Neid bekommen.

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Haptik und Design: Zwischen Eleganz und Rutschpartie

Schon beim Auspacken erzeugt das Honor 8 einen echten “Wow”-Effekt, denn es wirkt edel, hochklassig und zugleich überraschend. Statt eines Aluminium-Gehäuses ist das Honor 8 nahezu vollständig in hochwertiges Gorilla Glass gepackt, das Design erinnert ein wenig an das wesentlich teurere Galaxy S7 und ist dennoch einzigartig.

Honor selbst spricht von 15 verschiedenen Schichten von Glas, die sich auch in einer außergewöhnlichen Haptik des Gerätes wiederspiegeln. Dabei ist “spiegeln” ein passender Begriff, denn genau dies macht die gläserne Rückseite (mit eingelassener und nicht herausstehender Kamera) mit Bravour.

Sowohl das scharfe, farbintensive Full HD Display auf der Vorderseite als auch die Rückseite des Honor 8 könnten Sauberkeits-Fanatikern einige Schweißperlen auf die Stirn treiben. Zwar wurde mit abgerundeten Ecken und einem stilvoll eingelassenen Schnellzugriff-Button inklusive Fingerabdrucksensor (Rückseite) eigentlich an alles gedacht.

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Doch das Glas ist in Sachen Abdrücken wirklich erbarmungslos und das Honor 8 wird damit trotz seiner perfekten Maße zu einer echten Rutschpartie. Im Endeffekt haben wir uns schon nach wenigen Minuten entschieden, dass eine vernünftige Handyhülle sowie eine zusätzliche Schutzfolie vorne die sinnvollste Lösung ist.

Und tatsächlich: Seither hat das Honor 8 nicht nur für uns beide den “richtigen Griff”, sondern ist auch wesentlich unempfindlicher für Abdrücke und das Risiko von Kratzern. Diese 10 Euro Aufpreis sind also eine durchaus gute Investition und machen das Honor 8 auch ohne größere, optische Einbußen alltagssicher.

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Im Hinblick auf die (gute) Sprachqualität und den ordentlichen Sound der Lautsprecher gibt es ebenso wenig Besonderheiten zu berichten wie über den Lieferumfang, der alle üblichen Bestandteile einschließlich eines Schnell-Ladekabels und einer kurzen Betriebsanleitung enthält.

Honor 8: Ist die Kamera nun Top oder Flop? (Fotos/Videos)

Während das Honor 8 auch in allen anderen Bereichen – einschließlich einer sehr guten Akkulaufzeit – vollends zu überzeugen weiß, sorgt die Kamera-Performance des Smartphones bei uns zunächst für hitzige Diskussionen. Sandra sieht im Vergleich zu ihrem Vorgängergerät (Huawei P7) einen extremen Sprung nach vorne und findet die Fotoqualität super.

Alex ist dagegen im Vergleich zu seinem vorherigen Samsung S6 noch hin- und hergerissen: Unsere Testfotos bei einem ausgiebigen Spaziergang durch Frankfurt sind absolut überzeugend und die vielen praktischen Funktionen (einschließlich Tiefenschärfe-Effekten und Blendenregler) bringen knackig scharfe, detailreiche Fotos.

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Beim Thema Video ist die Enttäuschung jedoch erstmal groß. Dabei stört weniger der Fakt, dass die Bewegtbilder in maximal Full HD aufgenommen werden, da wir für 4K Videos ohnehin kein Smartphone verwenden würden. Doch der fehlende Bildstabilisator sorgt bei Freihand-Aufnahmen für fast unbrauchbares Gewackel.

Dabei hätte doch eigentlich alles so gut sein können: Das Honor 8 verfügt über eine 12 Megapixel-Doppelkamera mit einem monochromen Schwarzweiß-Sensor, der ähnlich wie beim teureren Huawei P9 des Mutterkonzerns vor allem bei wenig Licht und Innenraumaufnahmen für sehr ansprechende und rauscharme Ergebnisse sorgt.

Erst später finden wir dann doch noch eine Lösung: Das Honor 8 hat eben doch eine Bildstabilisierung für Videos, diese ist jedoch nicht automatisch aktiviert sondern muss in den Video-Einstellungen aktiv ausgewählt werden. Und bei der höchsten Qualitätsstufe Full HD mit 60fps gibt es diese Funktion leider erst gar nicht.

Hier mal einige Testfotos unbearbeitet direkt aus dem Honor 8:

Tatsächlich bleibt auch unterm Strich das Thema Videos – gemeinsam mit der etwas rutschigen Glasrückseite – der einzige Knackpunkt. Wer häufig Urlaubserinnerungen und Alltagserlebnisse in bewegten Bildern auf dem Smartphone festhalten möchte, trifft mit dem Honor 8 wohl nicht die allererste Wahl.

Da es aber ansonsten keine Abstriche gibt und das chinesische Smartphone für einen absolut fairen Preis hervorragende Technik mit sich bringt, können wir es besten Gewissens empfehlen. Ein optisch sehr ansprechendes, technisch leistungsstarkes Gerät, das sich auch vor wesentlich teureren Flaggschiffen nicht verstecken braucht!


Sandra sagt:
Mich hat das Honor 8 vollends begeistert. Das Design ist elegant, ich finde vor allem die weiße Variante sehr stylisch und edel. Es hat mit seinem 5,2 Zoll Display noch eine gute Größe auch für Frauenhände. Besonders angetan bin ich von der Schärfe und Intensität des Displays, auch die lange Akku-Laufzeit und schnelle Aufladung sind für mich sehr positiv.

Die Kamera ist schnappschusstauglich und bietet darüber hinaus praktische Profi-Funktionen, die auch anspruchsvollere Fotos ermöglichen. Für mich gibt es nur einen einzigen Abzug in der B-Note: Das ganz leicht gewölbte Design sorgt dafür, dass Display-Schutzfolien etwas kleiner sein müssen und damit einen schmalen Rand lassen, um nicht abzustehen. Ansonsten ist das Honor 8 für mich ein herausragendes Smartphone zum absolut fairen Preis!

Alex sagt:
Das Honor 8 ist genau das richtige Handy für alljene, die ein modernes leistungsstarkes Gerät suchen, aber nicht bereit sind 600 Euro und mehr für das aktuellste Samsung- oder Apple-Smartphone zu opfern. Im Bereich unter 400 Euro setzt das Honor 8 in vielen Aspekten Maßstäbe und steht auch dem Flaggschiff des Mutterkonzerns – dem Huawei P9 – nur in wenigen Punkten nach.

Da ich gefühlt den ganzen Tag über am Smartphone arbeite, ist der starke Akku ein absolutes Plus. Dass die Rückseite extrem empfindlich für schmierige Finger ist, sorgt hingegen für einen Punkt Abzug. Die Videos haben mich nicht wirklich überzeugt, sie sind aber ohnehin für die meisten Anwender nur eine Spielerei nach dem Motto “Nice to have”. Unter dem Strich überwiegt jedenfalls klar das Positive, daher Daumen hoch für das Honor 8!


Fotos: Das neue Honor 8 im Test


Der Produkttest des Honor 8 fand in Kooperation mit dem Hersteller Honor statt, der uns zwei Geräte für ein ehrliches Meinungsbild und einen unabhängigen Test bereitgestellt hat. Unser Urteil ist hiervon unbeeinträchtigt, wir stehen allein in der Verantwortung gegenüber unseren Lesern und haben uns daher wie immer die vollständige redaktionelle Unabhängigkeit und Freiheit bewahrt. Unser Test ist daher weder abgesprochen noch inhaltlich vorgegeben oder vom Hersteller freigegeben worden.
Alex

Alex Mirschel ist Diplom-Verwaltungswirt, der mit den Jahren seine berufliche Heimat in der Touristik gefunden hat. Heute ist er professioneller Reiseblogger und Social Media Berater, zudem betreibt er seit 2010 verschiedene Webprojekte und erfolgreiche Reise-Portale. Alex ist unter anderem Gründer des mehrfach ausgezeichneten Inspirationsportals 100Urlaubsziele.de, der Informationsseite TravelKlima.de sowie NIEDblog.de, dem führenden Luxus-Reiseblog für Paare.

1 Kommentar

  1. Michael
    4. Januar 2017 / 22:55

    Danke für den Artikel 🙂

    Das motiviert mich umso mehr für den Kauf des Geräts. Gerade die Fotoaufnahmen wirken für mich, als “Hobbyfotograf”, unglaublich beeindruckend. Hoffe, dass das Gerät halten wird was es verspricht.

    Gruß

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