Wer wird Millionär Bewerbung: Wege und Umwege zu Günther Jauch

Wer wird Millionär Bewerbung: Wege und Umwege zu Günther Jauch

„It’s all about the SHOW – die Farce des WWM Auswahlverfahrens“ – so oder ähnlich hätte dieser Artikel auch betitelt werden können, in dem ich euch von meiner ‚Wer wird Millionär‘ Bewerbung und dem Ablauf auf dem Weg zur RTL Million berichten möchte. Nachdem ich kürzlich aus 317.000 Einsendungen beim „Mein Burger“ Contest der bekannten Burger-Bude mit dem goldenen M im Top20 Finale landete, letztlich aber nicht zu den Hauptgewinnern gehörte, war es an der Zeit für eine neue Herausforderung…

Wer wird Millionär Bewerbung bei RTL: Anmeldung WWMEines morgens wachte ich auf und erinnerte mich an diesen Traum: Ich sitze auf dem berühmtesten Stuhl Deutschlands (nein, nicht dem roten Stuhl beim Möbelhaus vom XXXL-Lustmolch) und Günther Jauch stellt mir die 1 Million Euro Frage.

Noch bevor er mir die erste Antwortmöglichkeit vorliest, kenne ich die richtige Lösung und lehne mich entspannt zurück. Zack, Millionär – das neue Leben steht an der Tür und bittet um Einlass. Ungefähr so wie die Zeugen Jehovas jeden zweiten Sonntag, allerdings im direkten Vergleich durchaus beliebter 🙂 Tatsächlich macht es nicht „Zack“ sondern „Rrrring, Rrrrrrring, Rrrrrrrrring“ und mein iPhone Wecker reißt mich aus diesem wohligen Traum… schade!

Am Nachmittag sitze ich am Laptop, erinnere mich an meinen Traum und suche nach Infos zur WWM Bewerbung: Wirklich viele Fakten verrät RTL dabei nicht, offensichtlich ist nur eines – nämlich die Kosten von immerhin 1 Euro pro Bewerbung, zahlbar per Paypal, Lastschrift, Kreditkarte, Handy und einigen anderen Methoden. Darunter, wie es sich bei Fernabsatzverträgen gehört, eine Widerrufsbelehrung.

Ich könnte also widerrufen, wenn mich RTL nicht binnen 14 Tagen zurückruft 😉 Wer sich übrigens fragt, wie sich „Wer wird Millionär?“ neben Werbeeinblendungen finanziert, kann ja mal mutmaßen, wieviele Personen tagtäglich (teilweise mehrfach) für jeweils 1 Euro eine Bewerbung rausjagen… Nun denn, ich reihe mich ein in die Gruppe der „Spender“ und sende meine Bewerbung ab. Vielleicht bewahrheitet sich ja mal wieder mein im Bekanntenkreis berüchtigtes „Glückspilz-Dasein“ und Günther reicht mir die Hand.



Einige Wochen ziehen ins Land, der Traum hat sich nicht wiederholt und die Gedanken an die Million sind den monotonen Sorgen des Büro-Alltags gewichen. Dann, der Kalender zeigt einen stinknormalen Dienstag im März, klingelt plötzlich um 11 Uhr vormittags mein Handy – „Anonym: Rufnummernunterdrückung“. Na toll, ich hab wieder ein Zeitschriftenabo „gewonnen“ oder eine Callcenter-Dame aus den neuen Bundesländern erfreut mich mit ihrer wohltuenden Stimme und Hintergrundlärm wie in einer Bahnhofshalle…

Aus Neugier gehe ich trotzdem dran und zu meiner Überraschung stellt sich die Frau am anderen Ende der Leitung als Mitarbeiterin der Wer wird Millionär-Redaktion bei Endemol vor. Mein Herz rutscht in die Hose – ich bin tatsächlich in der Sendung! Denkste… 🙂 Sie müsse mir zunächst einmal 5 Wissensfragen ohne Antwortmöglichkeiten stellen, auf die ich sofortig ohne Rückfrage oder Wiederholung der Frage antworten müsse. Sie werde allerdings zu keinem Zeitpunkt, auch nicht am Ende, aufklären, ob meine Antworten richtig oder falsch waren.

Verstehe – also nochmal ein letzter Check, ob ich nicht ganz blöde bin. Tja, was soll ich sagen – ich versemmel es vom Allerfeinsten! Genau genommen setze ich alle 5 Fragen in den Sand (das weiß ich spätestens nach der anschließenden Google Recherche) und glänze mit 0 richtigen Antworten. Die Fragen waren allerdings auch richtige Kracher, wie gesagt ohne Antwortmöglichkeiten wird da nach der Spinne aus Biene Maja gefragt oder der Band eines Songs, dessen Songtitel ich noch nie vorher gehört habe.

„Der König welchen Landes eröffnete 1994 die Olympischen Winterspiele?“ beantworte ich schließlich mit „Dänemark“, obwohl ich eigentlich weiß, dass 1994 in Lillehammer (Norwegen) stattfand. Das war’s dann wohl, aus der Traum! Nach der kläglichen Wissensrunde geht es noch 10 Minuten im geplänkelten Gespräch über mein Leben – was ich so mache, was ich mit einer Million Euro machen würde und was mich so ausmacht. „Zum Abschluss noch eine Schätzfrage… Wieviele Unternehmensinsolvenzen gab es im Monat Dezember 2011 in der Bundesrepublik Deutschland?“ – ähm, bitte was? Gehen wir jetzt sicherheitshalber schonmal alle Millionen-Fragen durch? Ich tippe resignierend auf wilde „1619“ und frage frei raus, wie das Verfahren nun „für die anderen weitergeht“.



„Wir führen nun mit allen anderen Ausgewählten noch die Telefonate, stellen die selben Fragen und wenn es für Sie gereicht hat, rufen wir Sie bis nächsten Mittwoch um 18 Uhr an“. Ich bohre nochmal nach, ob die Endauswahl nun nach Anzahl der richtigen Antworten gehe – „Natürlich. Es bleibt ja nunmal eine Wissensshow.“ An dieser Stelle könnte ich der Dame eigentlich ein schönes Leben wünschen. Bei 0 richtigen Antworten bleibt nicht viel Spielraum für Spekulationen 😀

Die Tage vergehen und das Telefonat ist längst in die Abgründe meines Gedächtnisses gerutscht. Kurz vor der Gehirn-Abfahrt in Richtung „Endgültiges Löschen der Erinnerung“ klingelt plötzlich mein Handy – dienstag Nachmittag, wieder mitten im Büro, wieder „Anonym“. Ich bin etwas irritiert und kann es erst gar nicht glauben, als sich die sympatische WWM-Redakteurin zu erkennen gibt und mir freudig mitteilt: „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben es geschafft!“ – na, das ist aber eine faustdicke Überraschung.

0 richtige Antworten und trotzdem in der Sendung. Auch hier wieder schnell die Ernüchterung: Nix da – ich bin nicht in der Sendung, sondern in der „nächsten Auswahlrunde“. Hier wird es nun wirklich unverschämt: Die Dame bittet mich um ein weiteres Interview am morgigen Tag, das per Skype im Videochat geführt werden soll. Hierzu möge ich mir bitte skurrile und verrückte Geschichten aus meinem Leben ausdenken (sic!).

Was da so erwartet wird, werde sie mir aber in wenigen Minuten nochmal per Email schicken. Spätestens jetzt kommen erste Zweifel, ob ich das wirklich alles will. Man soll sich blankziehen, sein eigenes Leben offenlegen und dramatisieren – ich zitiere die Email (von Endemol) mal auszugsweise:

z.B. wurden Sie als Kind von einem Vogel auf dem Fahrrad angefallen; stecken immer den Adventskranz in Flammen […] fällt bei Geburtstagsfeiern grundsätzlich in den Teich […] haben auf Mallorca zu viel Sangria getrunken […] sind nackt über die Strandpromenade gelaufen […] Macken, Spleens, Ticks, die Sie haben […] z. B. brauchen Sie jeden Morgen eine Tüte Chips zum Wach werden […] können lustige Dinge mit Ihrem Körper anstellen […] vielleicht Ängste, die Sie haben wie z. B. [..] vor Aufzügen, einem Fön […] Dinge, vor denen Sie sich ekeln, z. B. vor leeren Joghurtbechern, Alufolie, Türklinken[…]

Am Abend lasse ich mein Leben mal Revue passieren und tatsächlich fallen mir verschiedene, witzige und verrückte Anekdoten ein. Will ich diese allerdings einer Tv-Tante erzählen, obwohl ich nichtmal weiß, ob ich jemals in die Sendung komme? Eigentlich weiß sie doch schon alles von mir, selbst private Details wollte sie bereits wissen… Geht es hier überhaupt um Wissen oder ist es die entsetzliche Sensationsgeilheit des privaten Fernsehens?

Wie sonst konnte ich ohne richtige Antwort eine Runde weiterkommen und warum sonst bräuchte es nun nochmal ein einstündiges Gespräch über mein Leben?

Der nächste Tag ist zunächst geprägt von meinen Gedanken und Zweifeln. Pünktlich bimmelt mich der nunmehr bekannte Anblick von „Anonym“ auf dem Handy an und wir stellen eine Verbindung über Skype her. „Hm, irgendwas geht da nicht – ich sehe sie leider nicht“, sage ich noch und merke selbst, dass das wohl kein Versehen ist. „Das brauchen Sie auch nicht, hier geht es um Sie und wir sehen Sie einwandfrei“. Klar.

„Zum Anfang stelle ich Ihnen wieder 5 Wissensfragen, diesmal mit Antwortmöglichkeiten“. Ich nehme es mal vorweg: Ich wusste alle 5 richtigen Antworten! Das hat sie mir zwar natürlich wieder nicht mitgeteilt, das ließ sich jedoch nach dem „Chat“ leicht per Google verifizieren. Anschließend ging es gute 55 Minuten über mein Leben. Was mir denn so eingefallen sei hinsichtlich der Email und den Stories über mein Leben, wie es so im Zusammenleben mit meiner Freundin sei, ob wir uns oft streiten, ob es morgens Probleme gäbe oder sie Eigenarten hätte, mit denen ich nicht klarkomme.



Ich fühle mich langsam wie in einer Paartherapie und wir stoßen immer tiefer in mein Leben vor. Aus den Bedenken wird Bestätigung: hier geht es nicht um Wissen, hier wird der Showkandidat als „Verkaufsware“ gesucht und der Zuschauer möchte keine 08/15-Kost, sondern Unterhaltung! Ob das Erzählte nun stimmt oder nicht, scheint keine Rolle zu spielen – das zeigen ja auch die Einschaltquoten vom RTL Mittagsprogramm. Wie, das ist gar nicht alles echt? Werft z.B. bei „Mitten im Leben“ mal einen Blick in den Abspann: „Die handelnden Personen sind frei erfunden“.

Nichts desto trotz läuft das Gespräch sehr nett, kurzweilig und die Redakteurin scheint von den Geschichten sehr angetan. Was ich mit der Million anstellen würde, fragt sie mich gefühlt zum xten Mal und wiederholt antworte ich „Auswandern und eine Lodge in Südafrika aufmachen“. Irgendwie passt ihr diese Antwort nicht – vermutlich lässt sie sich schlecht verkaufen. Ich könne doch mal mehr an materielle Dinge denken, vielleicht ein Haus oder ein Auto. „Nein, Südafrika – wie gesagt“! Irgendwie hätte ich ja gerne mal gesehen, wer mir da so gegenüber sitzt und mich beobachtet.

Nach der Stunde intensivem Gespräch dann das Altbekannte: „Wenn es für Sie gereicht hat, rufe ich Sie bis Freitag um 18 Uhr an. Wenn wir uns nicht melden, nicht traurig sein!“ Ich bin guter Dinge, schicke meiner besseren Hälfte eine SMS mit „I think I did it“ – spätestens als mir Google bestätigt, dass ich alle Fragen richtig beantwortet habe (was ja angeblich das Hauptkriterium ist), gucke ich minütlich aufgeregt auf mein iPhone. Noch gut 24 Stunden bis zur Deadline.

Der Freitag wird zur echten Qual. Ich kann mich nicht wirklich auf meine Arbeit konzentrieren und bekomme von den Kollegen erste liebevolle Sticheleien. Gegen Mittag poste ich bei Facebook das Youtube-Musikvideo von Max Raabe: „Kein Schwein ruft mich an“.

Dabei bleibt es auch bis 18 Uhr. Leider. Oder auch nicht. Hm. Kurze Enttäuschung.

Am nächsten Morgen schon bin ich mir sicher: es ist besser so. Selbstinszenierung mag vielleicht in der Blogosphäre mein Ding sein, aber nicht nervös vor laufenden TV Kameras. Gerüchteweise gibt es ein 20-seitiges Dokument, was man als Kandidat in der Sendung alles nicht darf. Es sind drei komplette Garderoben mitzubringen und die Wer wird Millionär-Stylistin entscheidet, welches Outfit getragen wird.

Ertönt der Gong (Sendungsende) ziehen sich der Kandidat und Günther Jauch hektisch um, das Studio-Publikum wird einmal komplett durchgemischt (jeder bekommt einen neuen Sitzplatz) und man tut so, als sei ein gänzlich neuer Tag. Achja: Wisst ihr warum immer so ein Schnitt kommt, wenn einer der 5 Kandidaten es als Schnellster in die Mitte geschafft hat?

Weil dann erstmal für eine ganze Zeit die Aufzeichnung unterbrochen wird, der Kandidat gepudert und verkabelt – erst dann geht es wirklich in Richtung Günther Jauch auf den Stuhl in der Mitte.

Wisst ihr was? LMAA! 😀



[Fotos: Benjamin Fritz, lfoflo – alle Flickr unter cc Lizenz]


Update:
Zeitungsartikel in der WAZ und online bei Der Westen

Update2:
Erwähnung im TV Programm

Update3:
Ob ihr es glaubt oder nicht, aber Endemol hat mich tatsächlich NOCHMAL angerufen (Mitte September). Vielleicht sollte ich vorab erwähnen, dass dieser Artikel recht hohe Wellen geschlagen hat und ja auch bei Google (z.B. unter „Wer wird Millionär Bewerbung“) prächtig platziert ist – das gefällt RTL & Endemol natürlich gar nicht 😀

Nach dem ein oder anderen Schriftverkehr hatte ich sodann RTL & Endemol aufgefordert Auskunft über jegliche zu meiner Person gespeicherten Daten zu geben (dem kamen sie auch recht schnell nach) sowie anschließend alljene Daten unwiderruflich zu löschen – auch dies wurde bestätigt. Als sich nun also ein Herr von Endemol bei mir meldete, dachte ich natürlich, dass es um meinen Artikel hier ginge – tatsächlich aber fing er das normale Telefonquiz mit 5 Fragen an und tat sehr perplex, als ich ihn darauf aufmerksam machte, dass er gerade mit dem Autor des unliebsamen Artikels spricht.

Es tue ihm furchtbar leid und sei ihm nun peinlich. Warum meine Daten nicht gelöscht wurden und ich nun ein zweites Mal kontaktiert wurde, könne er sich auch nicht erklären. Die potenziellen Kandidaten bekomme man schließlich von RTL geliefert und vielleicht hätte ich mich dort ja ein zweites Mal beworben!? Selbstverständlich sei ihm nun aber mein Name ein Begriff, schließlich hätte der Blogartikel sogar ihre Rechtsabteilung beschäftigt. Und keine Frage, er komme meinem Wunsch unverzüglich nach und lösche nun mit einem Knopfdruck meinen Datensatz….

Bei allem Respekt: Was zur Hölle war das denn nun? Wollte RTL mir eine zweite Chance geben und gucken ob ich mitspiele? Oder läuft das tatsächlich so diletantisch und unprofessionell, dass Daten trotz Bestätigung der Löschung einfach weiterbestehen und ich als „persona non grata“ wirklich „aus Versehen“ erneut im Topf lande?

Alex
Alex

Alex Mirschel hat NIEDBLOG bereits 2010 gegründet und zu einem der einflussreichsten Luxus-Reiseblogs in Europa entwickelt. Der Frankfurter Diplom-Verwaltungswirt war ursprünglich im Baurecht tätig und hielt einen Lehrauftrag als Dozent für Soziologie. Mit den Jahren fand er jedoch seine berufliche Heimat in der Touristik und ist heute professioneller Reiseblogger und selbstständiger Marketing- und Social Media Berater. Neben NIEDBLOG gründete er weitere erfolgreiche Projekte wie TravelKlima.de oder das mehrfach ausgezeichnete Inspirationsportal 100Urlaubsziele.de.

Mehr von mir: Web | Twitter | Facebook

158 Kommentare

  1. Biserka Hohl
    23. März 2019 / 11:31

    Hallo mein Name ist Hohl Biserka und ich möchte mich gerne bewerben weill ich bin sehr begeistert von ihre Sendung und möchte ich gerne mich testen ob ich noch fit in Kopf bin und natürlich etwas zu gewinnen oder eifach dabei sein und möchte so gerne Foto mit Sendung machen und Spaß haben MIT freundlichen grüßen Biserka Hohl

  2. Daniel
    24. Juni 2018 / 13:48

    Seit ich vor 12 Jahren zweimal an einer Aufzeichnung als Zuschauer teilgenommen habe (es war eine längst vergessene Show mit Wigald Boning, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnern kann), bekomme ich regelmäßig Angebote für kostenfreie Zuschauerplätze in irgendwelchen unbekannten oder neuen TV-Shows. Offenbar ist es schwierig, für alle möglichen nicht so attraktiven Aufzeichnungen immer genügend Zuschauer zu akquirieren, zumal ja fast alle Privat-TV-Shows Deutschlands in den diversen Studioparks in Köln aufgezeichnet werden. Vor ca. 3 – 4 Jahren habe ich mich dann für Zuschauerkarten für WWM beworben. Seitdem wurden mirnahezu monatlich mit dem Hinweis auf die extrem lange Wartezeit für WWM-Karten (derzeit ca. 4 Jahre) sofort Zuschauerkarten (sogar kostenlos) für die „Millionenshow“ (das österreichische Pendant, das im gleichen Studio aufgezeichnet wird) angeboten. Hier scheint es besonders schwierig zu sein, regelmäßig genügend Zuschauer zu finden. Kein Wunder – wer einmal Sendungsausschnitte auf Youtube gesehen hat, wird erkennen, dass der österreichische Moderator nicht ansatzweise den Charme und die Witzigkeit eines Günther Jauch versprüht. Dass WWM in Deutschland ein solcher Erfolg ist, liegt ausschließlich an Günther Jauch. Und wieviel Österreicher machen sich wohl für eine „Millionenshow“-Aufzeichnung auf diese lange Reise?
    Interessanterweise erhielt meine Frau – ich war nicht zu Hause – vor ca. einem bis zwei Jahren einen Anruf mit dem Angebot, ich könne sofort Zuschauerkarten für WWM bekommen, wenn ich bereit sei, an einem Kandidatencasting teilzunehmen. Als Kandidat hatte ich mich aber nie beworben. Wieso trotz der wohl Unmengen expliziter Kandidatenbewerbungen Bewerber für Zuschauerkarten zum Casting eingeladen wurden (oder noch werden), habe ich nicht ganz verstanden. Allerdings hatte ich daran kein Interesse, ich wollte ja nur Zuschauerkarten. Vor einigen Wochen bekam ich nun endlich und mittlerweile schon unerwartet eine Mail mit dem kostenpflichtigen Kartenangebot für eine WWM Aufzeichnung. Es handelte sich um Doppelfolge in den Nobeo-Studios. Wir konnten uns nicht beklagen. Das Personal war freundlich, die Wartezeiten nicht besonders lang und alles lief recht routiniert ab, auch die Aufzeichnung selbst. Es wurde nur eine Doppelfolge gedreht. Unsere Anwesenheit im eigentlichen (und angenehm klimatisierten) Studio war vielleicht eine Dreiviertelstunde länger als die tatsächliche Sendezeit einer solchen Doppelfolge, insofern gab es auch keine „Pipi-Probleme“ etc. Positiv überrascht haben uns die bequemen Stühle, sie boten zu den Seiten genügend Platz und reichlich Beinfreiheit (ich hatte schon Schlimmstes befürchtet). Ich habe jedenfalls schon in vielen Stadthallen etc. deutlich unbequemer gesessen. Man merkt zudem die Routine der langjährigen Abläufe, es gab keine Unterbrechungen, nichts musste wiederholt werden. Erst im Nachhinein ist uns bewusst geworden, dass wir insofern Glück hatten, dass es eine Doppelfolge war. Von den Einzelfolgen werden ja offenbar mehrere hintereinander aufgezeichnet, dann mag es schon sein, dass die Anwesenheit im Studio unangenehm lang werden kann (vor allem mit schwacher Blase). Wir können jedenfalls nicht sagen, dass uns irgendetwas gestört hätte (und wir gehören nicht zu denen, die immer alles unkritisch akzeptieren.). Ich frage mich, was manche Zuschauer da erwarten!? Wieso immer wieder Kritik daran geäußert wird, dass die Karten kostenpflichtig sind (der Preis ist ja erträglich) und es nur zwei Freigetränke gibt, verstehe ich ebenfalls nicht wirklich. Es wird ja niemand gezwungen, dort hin zu gehen und die Wartezeit von 4 Jahren auf Karten spricht doch für die Beliebtheit. Und wenn ich zu anderen Veranstaltungen gehe, für die ich noch viel mehr bezahle, bekomme ich gar kein Freigetränk. Auch kann ich die Kritik an den Castings nicht nachvollziehen. Natürlich ist es eine Show und es ist doch legitim, wenn sich die „Macher“ einigermaßen interessante und unterhaltsame Kandidaten wünschen. Ob das Castings-Verfahren nun im Einzelnen so „gelungen“ ist, ist sicher diskussionswürdig, aber doch nicht „verwerflich“.
    Ehrlich gesagt – in den letzten Jahren saßen so viele „Langeweiler“ auf dem Stuhl (gefühlt mehr als in den Anfangsjahren von WWM), dass es mich sogar erstaunt hat, nun zu lesen, mit welchem Aufwand die Castings erfolgen. Da hätte ich sogar mehr „originelle“ Kandidaten als Ergebnis solch umfangreicher Castings erwartet. Seltsam ist allerdings, dass es bei der vermuteten Masse an Bewerbungen manche Kandidaten mehrfach bis zur „Auswahlrunde“ in die Sendung schaffen. Offenbar gibt es doch eine „Pool“ geeignet erscheinender Kandidaten, die alle paar Jahre mal zur Auswahlrunde zugelassen werden.

  3. Fahrenholz, Helmut
    20. März 2018 / 17:07

    Ich wüsste gerne, wo ich mich als Kandidat bewerben kann

  4. Bernd
    25. Februar 2018 / 21:37

    Interessanter Artikel! Ich war selbst einmal in den Nobeo Studios in Fürth, bei Köln zu einer Aufzeichnung von WWM zu Gast. Interessanterweise stellte es sich als die Millionensfolge heraus, bei der Leon Windscheid 1 Mio. Euro gewonnen hat. Es gab sehr viel Konfetti am Ende!

    Es handelte sich an dem Abend um zwei Folgen, die am 13. Oktober 2015 aufgezeichnet wurden. Insgesamt haben wir von 19:30 Uhr bis 23:30 Uhr, also insgesamt vier Stunden in den Studios verbracht, da sich die Aufzeichnung zuvor verspätet hatte. Aber die paar Minuten störten natürlich nicht, nachdem man mehrere Jahre auf die Zuschauerkarten gewartet hat. Die Warteliste ist enorm! Endemol gab jedem Gast eine Essens- und Getränkemarke, der Rest musste, genauso wie die Zuschauerkarten aus eigener Tasche bezahlt werden.

    Die eigentliche Aufzeichnung ging sehr routiniert von statten. Nach einem Warm-Up mit sehr viel Klatscherei stellte sich Jauch dem Publikum vor, machte noch ein paar Witze und kündigte den zweiten Teil der Aufzeichnung mit „einer großen Überraschung“ an, die er nicht weiter ausführte. Das nicht ohne Grund: der erste Teil war eine recht belanglose, aber dennoch unterhaltsame 80er Jahre Special Folge. Bei der zweiten Aufzeichnung wurde dann eine reguläre WWM-Folge aufgezeichnet, bei der jedoch der Kandidat Windscheid bereits ein paar Mal auf dem Stuhl saß und an diesem Tag kurz vor der Millionenfrage stand. Man zeigte deshalb noch einmal alle Rückblicke seiner bisherigen Erfolge und baute von allen Seiten viel Spannung auf. Irgendwie roch es bereits nach Millionär, bevor es überhaupt los ging. Es ging um viel Geld – scheinbar nicht nur für den Kandidaten. Die Produktion freute sich sicher auch darüber, über drei Sendungen hinweg enorme Werbeeinnahmen und Quoten erzielen zu können.

    Spätestens dann, als die Millionenfrage gestellt wurde haben wir uns nur mit kritischem Blick im Publikum angeschaut, denn mir und meinen Begleitpersonen war die Antwort auf diese Frage nach kurzer Überlegung bekannt. Man konnte ohne Aufregung auf die Antwort kommen, aus wie vielen Steinen der Rubiks-Cube bestand (26). Klar, der Kandidat brauchte länger. Und die ihm sehr lange gewährte Überlegungszeit ließen alle anderen Teilnehmer auf ihren Stühlen stöhnen und winden – schließlich wollten sie ja auch zum Jauch.

    Nun denn, es regnete am Schluss Konfetti, alle freuten sich und Endemol sammelte zum Schluss noch unterschriebene Karten mit Teilnahmebedingungen von uns Zuschauern ein. Kein Wort aus den Aufzeichnungen darf nach draußen. Auch keine Fotos. Mündlich wurde uns zudem noch mitgeteilt, dass es Probleme geben würde, wenn nur irgendeiner von uns schon vorher über den Gewinn berichtet.

    Die Millionenfolge wurde schlussendlich am 7. Dezember, also rund zwei Monate nach der Aufzeichnung später im Fernsehen ausgestrahlt. Ich hab mir etwas Konfetti mitgenommen, zur Erinnerung. Davon hat Endemol hoffentlich nichts mit bekommen 😉

  5. Abi1982
    16. November 2017 / 19:38

    Tat richtig gut, das zu lesen.
    So ist es (leider) nun einmal. Entweder, man passt ins Konzept und/oder gefällt den Machern eben leider nicht. Warum auch immer…
    Habe es selber gerade durch, zum 2. Mal nach fast 10 Jahren ein Casting für eine regionale Quizshow absolviert, aber nix mehr gehört danach. Damals musste ich sogar sehen, wie meine „Mitbewerber“ kläglich scheiterten, selbst bei simplen Fragen, sogar über das eigene Bundesland. Da ich normal bin, nicht protzen oder angeben muss, anfangs immer eher zurückhaltend bin, auch nicht Daniel Küblböck oder Paul Potts heiße, bin ich nun einmal uninteressant. Die Casting-Agentur verröstet leider auch nur, dieses Mal erst auf Nachfrage, man solle es nicht als Absage sehen, es fallen bestimmt Kandidaten aus und dann ist man dabei.
    Selten so gelacht. Humor habe ich aber trotzdem.
    Sarbinowski und Stefan sprechen mir aus der Seele, einige davor natürlich auch. Das nächste Mal, wobei, eigentlich bin ich geheilt und schaue diese Quizshow ab sofort nicht mehr, sollte ich mich als Camper bewerben, der im Zelt unter der Brücke wohnt, ohne Wohnsitz, ohne Schulabschluß, dumm, wie Bohnenstroh.
    Aber gut im Raten. Und, merke nicht, wie ich mich selber zum Löffel mache.

    Im Ernst: Es geht nicht um das Wissen und die Intelligenz bei solchen Shows, Einschaltquoten sind wichtig. Und da passen normale Menschen nicht hinein, die vielleicht schlau, aber nicht telegen sind, die sich so geben, wie sie nun einmal im Alltag sind, vielleicht sogar schüchtern und eben, wie ich schon geschrieben habe, anfangs zurückhaltend.
    Nicht umsonst werden solche Sendungen aus der Konserve gesendet. Es muss!!! alles passen. Ungereimtheiten und „Fehler“ gehören nicht ins Fernsehen zur Primetime.
    Gesendet wird nur das, was belustigt oder „gestellt“ ist.
    Ich habe Freunde, eine Familie, Arbeit, Hobbies, bin gesund und hätte gerne einmal mitgemacht, bei mir wäre es um „Peanuts“ gegangen, kleinste vierstellige Zahl, primär um den Spass, jedoch, es gibt Wichtigeres im Leben, und das kann ich mein Eigen nennen. In diesem Sinne liebe Grüße an alle, die es gelesen haben, die genau so denken und vor allem an die Protagonisten all´dieser Shows, die Herren Jauch, Pflaume, Pilawa, Bommes & Co.

  6. Sarbinowski
    18. April 2017 / 10:23

    Ich bewerbe mich seit zehn Jahren einmal pro Woche. Außerdem habe ich eine besonders originelle Bewerbung hingeschickt-keine Reaktion. Langsam habe ich von dieser Sendung die Nase voll. Lebe auch ganz gut ohne diese Werbeveranstaltung. Das Niveau dieser Sendung ist nicht mehr meins. Herr Jauch war schon besser. Vielleicht bewerbe ich mich noch einmal als Putzhilfe und schau mal, was passiert. Als Lehrer hat man keine Chance.

  7. Stefan
    22. Februar 2017 / 21:12

    Hatte heute auch einen Anruf einer netten Mitarbeiterin, die mir 5 Wissens- und eine Schätzfrage stellte. War eigentlich nicht schlecht, 3 richtig, Schätzfrage nahe dran… Bekam leider keinen Anruf bis 18 Uhr. War anfangs traurig, besonders deshalb, weil meine Kinder sehr traurig waren, die gedacht haben müssen: Was ist der Papa für ein Depp. Aber wenn ich das ganze so lese, sage ich es mit Jauchs Worten: „Dann alles richtig gemacht!“, dass es nicht weitergeht.

  8. Jutta Sch.
    21. Oktober 2016 / 13:43

    Mir hat der Erfahrungsbericht sehr gut gefallen. Ich habe mich köstlich über die interessante und vor allem humotvolle Schilderung amüsiert!
    Trotzdem werde ich mich mal wieder bei WWM bewerben! Mal sehen, welche Erfahrungen auf mich warten, vorausgesetzt, der Zufallsgenerator ist mir mal wohlgesonnen…….

  9. Karsten
    18. Oktober 2016 / 18:58

    Super geschrieben! Tränen Gelächter.

  10. Necaro
    18. März 2016 / 14:21

    Leute, das wundert euch jetzt alles nicht wirklich… oder doch ? Jetzt stell sich doch mal einer vor einer von euch hätte bei RTL bzw. Endemol was zu sagen ! Wer würde nicht die interessantesten, spannendsten Kandidaten auswählen ? Es geht hier um die Show, es geht darum dem Sender Kohle zu verschaffen (Die machen das Format nicht weil sie unbedingt unbedarfte Leute zu Millionären machen wollen !!!).
    An deren Stelle würde ich auch Kandidaten in die Show holen die möglichst fotogen, interessant und authentisch sind. Kandidaten die sich nicht vor nervosität während der Show in die Hose pinkeln, die spannedn sind wie eine Schlaftablette oder einfach nur dumm wie Bohnenstroh (Man bedenke auch WIEVIELE Menschen sich auf solch eine Sendung bewerben !!!). Ich finde es schon lustig, wie man sich über alles aufregen muss, was vermutlich niemand hier anders machen würde wenn er was zu melden hätte.

  11. Heinz
    25. Dezember 2015 / 16:37

    Meine Bwerbung ist schon länger her. Ich wurde zum Kasting eingeladen. Habe von den 25 Fragen 24 richtig gelöst, und habe nie wieder etwas gehört. Habe aber keine Anreise oder Aufwandsentschädigung bekommen.

  12. Sabine
    4. Dezember 2015 / 08:25

    Ich hab mich ein Mal beworben, wurde sofort angerufen, hab die Prozedur mit den Interviews durch und war auch im Studio. Vieles von dem hier geschriebenen stimmt, einiges Kurioses fehlt sogar noch, aber es ist und bleibt eben eine Unterhaltungssendung, natürlich muss Jauch auf seinem Moderatorenbildschirm ein paar nette Anekdoten zum Kandidaten stehen haben. Man könnte sich natürlich clever anstellen und recht belanglose Infos weitergeben. Ich fand das alles jedenfalls seeehr spannend! Und letztlich zwingt einen ja keiner mitzumachen. 😉

  13. Roland
    25. November 2015 / 17:45

    Hallo Alex, danke Dir zunächst für Deine ausführliche Schilderung des Prozedere! Glaube ich Dir sofort.WWM ist wie andere sogenannte Quizshows ein Format, bei dem es nicht um Dein Wissen geht, sondern um Deine Vermartbarkeit – in welcher Form auch immer! Ich kann Dir von meiner Erfahrung mit der „Quizshow“ bei einem Konkurrenzsender, moderiert von Christian Clerici, berichten. Wurde in ein Hotel in Stuttgart eingeladen, bei dem von 45 Kandidaten nach einem Test mit Fragen des allg. Wissens am Ende noch 5 übrig waren. Da war ich dabei.Dann sollte man sich vorstellen und vorallem auch sagen, was man mit dem Erstrundengewinn machen würde. Ich entschied mich damals für eine Spende für AI – zum 40 Geburtstag der Organisation.Leider habe ich nur eine Woche später eine Absage erhalten! Ich war wahrscheinlich nicht telegen oder originell genug – mein Wissen hat mir nichts genutzt!;-) WWM ist also genau der gleiche Mist!

  14. Ruth
    14. Juli 2015 / 17:48

    Dein Artikel ist sehr interessant. Ich muss allerdings sagen , dass es mich wundert , dass du nach einmaliger Bewerbung einen Anruf erhalten hast.Habe mich schon soooo oft beworben , durchaus witzig u interessant und habe dennoch nie einen Anruf erhalten.seltsam! Allerdings überraschen mich deine Schilderungen nicht. Fernsehn ist Show!!! Und die Menschen die da bei einer Show mitmachen , können ja auch eine Show machen. Trick 17

  15. Hater
    24. Juni 2015 / 09:13

    Danke für den Artikel. Auch wenn er schon ein paar Jahre zurückliegt, hat er mir geholfen, mich NICHT bei diesem Schweineverein zu bewerben – obwohl ich schon seit meiner Kindheit davon träume, mal auf diesem Stuhl zu sitzen.

  16. Tanja
    23. März 2015 / 20:51

    Vielen Dank für diesen super aufklärenden Blog. Ich wollte eben spontan meinen Mann bei WWM anmelden. Jetzt lasse ich die Finger davon. Und ich bin mir sicher das er es mir nicht übel nimmt!

  17. Robert
    17. März 2015 / 20:05

    Ich hab mich schon immer gefragt warum die da alle ihr Ganzes Leben erzählen vom Peinlichsten Klounfall bis zur Dümmsten Variante eine Dosensuppe zu Öffnen……… jetzt weiß ich es
    Man gewinnt das Geld ja quasi nicht für die Beantwortung der fragen sondern für die Komerzielle Verbreitung von Witzigen und teils Dämlichen Lebensgeschichten…..
    Herlich

  18. Juna
    31. Januar 2015 / 01:14

    Sehr gut geschrieben, interessant zu wissen!

  19. Jack Bauer
    26. Januar 2015 / 19:11

    Vielen Dank für deinen Artikel Alex. Mach weiter so!!!
    Ich wollte mich auch gerade Bewerben, aber wenn es bei diesen Stasi ähnlichen Methoden bleibt, lass ich es lieber bleiben!

  20. Beher
    16. Januar 2015 / 21:53

    Will das gerne probieren

  21. Gudrun Wiedemann
    24. August 2014 / 14:53

    Wann fliegt die Sendung „Wer wird Millionär“ endlich aus dem Programm?

    MfG

    G. W.

  22. Rainman
    11. April 2014 / 09:47

    Ich frage mich, ob das mit den „Geheimnissen der Kandidatenauswahl“ nicht noch ein bisschen schlimmer ist als hier geschildert.
    Statistisch betrachtet ist etwa jeder 80. Bundesbürger aus Köln (eine Million Kölner zu 80 Mio. Bundesbürger). Dieses Verhältnis sollte sich also nach der mathematischen Erwartung auch in etwa bei den Kandidaten widerspiegeln. Gefühlt sind die Kölner bei WWM aber deutlich höher vertreten als in jeder 16. Sendung.
    Das kann natürlich einfach daran liegen, dass rheinische Frohnaturen vorzugsweise andere rheinische Frohnaturen für witzig und intelligent genug befinden, um es in die Sendung zu schaffen. Wer weiß, vielleicht hängt es aber auch damit zusammen, dass RTL in Köln sitzt und die Sendung unweit von dort produziert wird?

  23. Dianchen
    16. Januar 2014 / 13:24

    Ich habe eine Frage: bezahlen die einem die Anreise? Und die Aufzeichnung ist immer nur einen Tag lang? Super Artikel übrigens!

    • Eisbär
      6. Februar 2014 / 00:01

      @Dianchen: Die Anreise und Übernachtung werden übernommen, für Dich und für eine Begleitperson. Zusätzlich bekommt man, bei Nichtplatzierung auf dem „Stuhl“ noch eine kleine Aufwandsentschädigung. Bei mir waren es damals 20 DM

  24. Reb
    11. Januar 2014 / 19:30

    Bin Deutscher im Ausland und hatte mich vor Jahren von da aus beworben. Es kam nach recht zahlreichen Online-Bewerbungen zum Telefonat mit den 5 Fragen, von denen ich alle richtig beantwortet hatte. Ich wurde dann schon nach Terminen für Köln gefragt. Und meinte, mir bereits das Zugticket besorgen zu müssen.

    Nie mehr was gehört. Aus welchen Gründen auch immer.

    Ärgerlich ist für mich, sich manipuliert und bevormundet zu fühlen und heute nicht zu wissen, ob ich mich noch bewerben kann oder bereits auf einer Ausschlussliste stehe.

  25. müller
    23. Dezember 2013 / 18:32

    Ach so 25 Fragen waren es insgesamt beim Casting!

  26. müller
    23. Dezember 2013 / 18:31

    Das das so kompliziert ist da mitzumachen hätte ich nicht gedacht. Schreckt eher ab.
    Ich hatte mich mal 2004 beim damilgen Pilawa Quiz beworben und bekam schon beim ersten Mal eine Einladung zum Casting.
    Ein haufen Leute waren da und die Fragen waren sauschwer. Ich war der Meinung das ich mind. 21 richtig hatte nur bei Komponistenfragen und Künstlern mußte ich passen. Trotzdem kam ich nicht unter die ersten 10.Wenn ich nochmal mitmache, beantworte ich weniger richtig. ; )
    Das Pilawa Quiz war früher sehr einfach finde ich.Deswegen war ich über die Schwierigkeit der Fragen beim Casting überrascht.
    Guter Blog!

  27. Hans
    25. Juni 2013 / 14:06

    Mir ist nebendurch mal aufgefallen, daß ich noch _nie_ einen körperlich Behinderten bei WWM auf dem Stuhl gesehen habe.° Vielleicht wird u. a. das beim Skypen abgecheckt. Überhaupt – sehr sehr befremdlich, dieses einseitige Skypen; es ist ja schon klar, daß es sich um ein Casting handelt, und die „Optik“ spielt im TV eine Rolle, klar, aber warum sollte man nicht beim Interview „zurückgucken“ dürfen? Hat was von Gefangenenidentifizierung mit Spiegelglas

    ° Gab’s das denn schon einmal? (_Geistig_ Behinderte sind ja in fast jeder Sendung dabei [grins].)

  28. Sahara
    4. Juni 2013 / 15:40

    Ich weiß nicht genau, ob es schon beantwortet wurde, aber die Sommerpause hat ja wieder mal begonnen und ich wurde trotzdem für eine Teilnahme kontaktiert.
    Also, ja, es wird auch jetzt gecastet.
    Außerdem scheint neu zu sein, dass man im Skype-Interview, also der zweiten Runde, bei der Beantwortung der Fragen angeben soll, ob gewusst oder geraten. Die Frau sagte sogar, dass es für die Statistik wichtig ist. Keine Ahnung was damit gemeint ist.
    Jedenfalls ging meine Videofunktion bei Skype nicht und ich konnte dieser komischen Situation mit einem normalen Handytelefonat entgehen. Glück gehabt.
    Allerdings wurden vorher bei der Vereinbarung des Skype-Termins per Mail 4-6 Fotos von mir angefordert. Wissen also trotzdem wie ich aussehe.

  29. Tom
    11. Mai 2013 / 14:11

    Platz 2 bei GOOGLE !!
    (Suchbegriff: ‚ Wer wird Millionär Teilnahme ‚)

    Danke für den ausführlichen Bericht, das Auswahlverfahren ist ja wirklich abschreckend. Toll, dass man dank solcher Blogs nicht mehr für blöd verkauft werden kann.

  30. 8. April 2013 / 20:04

    hammerhart! wollte mich gerade bewerben, doch dank google bin auf diesen Artikel gestoßen. da sieht man mal, nur lug und Betrug – hab mich schon des öfteren gefragt, warum da keine Normalos vertreten sind oder typische Hartz IV Leute – aber die sind wahrscheinlich schlecht fürs Geschäft, sonst bekommen die H4-Sendungen wie „Mitten im Leben“ und Co. Konkurrenz 🙂 Den Euro spar ich mir lieber für eine Kugel Eis im hoffentlich bald ausbrechenden Frühling 😉

  31. Dan D.
    12. März 2013 / 10:52

    Wo ist eigentlich das Problem? Die wollen eine gute Show mit unterhaltsamen Kandidaten. Klappt nicht immer, aber oft genug gibt es diese DSDS-„Originale“, die dann auch nach der Sendung noch Thema sind. Es geht um Einschaltquote und letztlich Werbeeinnahmen und nicht darum, möglichst schnell viele Leute reich zu machen. Und das funktioniert schon ziemlich lange sehr gut. Wem dieses Prozedere nicht passt, kann ja versuchen, beim NRW-Duell im WDR oder der NDR-Quizshow mitzumachen. Für maximal ein Taschengeld. Mir stinkt diese Attitüde, diese Kritik, die bei Artikeln wie diesem immer mitschwinkt. Die bösen Medien, das böse System, warum auch wird es den kleinen Leuten wie uns immer so schwer gemacht. Ich will doch bloß deren Million gewinnen, warum muss ich dann auch noch nach deren Regeln spielen?

  32. Knut Wüstenhöfer
    19. Januar 2013 / 13:52

    Sehr geehrte damen und herrn der Redaktion “ Wer wird Millionär !
    Ich bin Knut Wüstenhöfer : Deutscher . Schriftsteller : http://www.deutsches-literaturfernsehen.de : 8 Min . Ich möchte mich bewerben als kandidat auf dem Stuhl bei Herrn Günter Jauch für “ Wer wird millionär “ : Was habe ich zu tun , damit ich der kandidat werde ? Hier auch meine Telephonnummer : 0041 81 377
    34 10 . Ihre Email wäre mir lieber . Vielen Dank . Ich hofef alsbald von Ihnen hören
    zu dürfen . Mit freundlichen Grüßen Ihr Knut Wüstenhöfer .

  33. 13. Dezember 2012 / 23:51

    Der Meinungen sind viele. WWM ist immer unterhaltsam und lehrreich. Aber letzten Endes geht es hier um isoliertes Wissen und nicht um die vernetzte Erfahrung. Auch das ist nicht so schlimm. Schlimm ist es, an der 500 Euro Frage zu scheitern. Oder die Joker falsch zu platzieren. Auch das will alles „gelernt“ sein. Mehr weiß ich nicht.

  34. TomTom
    11. Dezember 2012 / 00:57

    Hallo liebe Leuts da draussen.
    Habe mit Interesse den Blog hier durchgelesen und zunächst mal Dank an dem Verfasser, der mal die Karten auf dem Tisch legt, wie es abgeht.
    Aber mal ehrlich…. ich habe mich auch bei WWM beworben und bis jetzt noch nix gehört. (kann ja noch kommen). Fakt ist doch, das ich auf dem Stuhl will….egal was es kostet…oder wie würden es andere nennen…sich dafür Prostituieren. Ich will doch was von denen…Ihr Geld… die Chance auf Wohlstand. Die wollen auch nur eins ….Geld verdienen….und gehen dabei über die Grenze…mal ehrlich, mir ist es egal, ob ich mich in der Auswahl schon zum Depp machen soll, ob die Geschichten von mir wissen wollen, egal wie weit die unter der Gürtellienie sind (und die würden jede Geschichte bekommen die Sie wollen) denn wenn ich 1 Mio. gewinnen würde interessiert das hinterher keine Sau ob ich bis dahin als Depp hin gekommen bin oder wie auch immer…. danach gibt es dann die netten Anrufe, ob man nicht was abgeben will, oder helfen kann, Freunde melden sich, Verwandtschaft taucht auf wo man nicht wusste das es sie gab….da fragt keiner mehr nach dem wie hat er das nur geschafft….und noch was…
    nicht nur bei solchen Shows werden wir doch tagtäglich verarscht…..wir bekommen schon längst durch das Medium Fernsehen nur das zu sehen was wir auch sehen sollen oder dürfen….ich hab noch keinen Bericht in den Nachrichten gelsen oder gesehen wenn es darum geht wie es tatsächlich im Krieg aussieht wo unser deutscher Trachtenclub, das Heer rumläuft und ums nackte Überleben kämft. in den Nachrichten heißt es dann bloss: Deutscher Stützpunkt angegriffen…. die Leichen auf deutscher Seite und die der Gegner werden nicht gezeigt. Auch unsere Politik lügt sich ein vor laufender Kamera tagtäglich ein zusammen das die Balken krumm sind, bsp. Gutenberg: zitat ich habe zu keiner Zeit meine Doktorarbeit abgeschrieben, nur um mal harmlose Sachen zu nennen… und auch diese Schei..e glauben wir letztendlich.

    War doch immer so gewesen:
    Halte das Volk dumm, gib Ihm Brot und Spiele und es bleibt ruhig.
    Nur wehe wenn es mal irgend wann auch dem deutschen an die BILD, den Brötchen und der Flasche Bier geht, dann möchte ich nicht wissen wo das endet, da kommt doch WWM ganz Recht und passt zu der Volksverarsche.

    LG
    M.W.
    Schweißfachmann EWS/IWS DVS
    Industriemeister Metall

  35. Studentin
    9. Dezember 2012 / 19:58

    Super Blogartikel!
    Ich schreibe zur Zeit an einer Seminararbeit über „Wer wird Millionär“ und hatte bis jetzt zum Ablauf der Kandidatenauswahl nur Franzen und Pointers Analyse der Show gefunden (die bestehen übrigens auf eine reinen Wissensauswahl der Kandidaten…).
    Schön mal aus erster Hand die andere Seite zu hören. 🙂

    Gleich aber noch eine Frage, existiert die in Auszügen zitierte Mail von RTL noch und könnte ich sie falls möglich für meine Arbeit als Quelle verwenden?

    • 10. Dezember 2012 / 16:15

      Liebe Blog-Leserin,
      vielen Dank für den Kommentar. Ja, die Mail existiert noch und kann gerne weitergeleitet werden – sollte daran Interesse bestehen, kontaktieren Sie mich bitte kurz unter info(at)niedblog.de

      Herzliche Grüße
      Alex Mirschel

  36. Was sollen ich schreiben am webseite,als wenn dan:……..RTL ist mein liblieng Sendung;von Morgen bis Abend:Wen Günther auch uber das wrage stellt……WER WIRD MILIONER……werden ich weiter kommen bestimmt bis halbes milion,aber mir geht nicht so sher um geld,wenn schon EHR das ich schpenden kann,ich spenden jetz schon mit meine Renten von nicht ganze 1100.euro.Das Kinder Sterben in TRETES WELT,und Menschen;Alte Oma und grosoma,die fur SEIN Hund testament machen mit grosen vermögen und auch Pelse Mantelsche kaufen ,mit grose korpeverflegung,ohne einbischen Herz haben fur HÜNGRICHE Kinder,die sterben mussen,bewegt mich und macht mich wütend.Machmal denken ich es gibt menschen die nicht geboren und sterben nicht,bei Junge Leute egal weche Dumcheit die machen,kann ich die aus mitleid umarmen,mann soll man sisch nur mit diese verlorene Jugent bescheftiegen und gute Menschen machen,,liebe achtung und aufmerksacheit,ist was die brauchen und nicht von zuhause kennen,nur so können die richtiege Weg finden und füren.

    Ich hoffen das Günthe das werden lesen….ich Bedancke mich jezt schon….Mira stützle-opacak

  37. betterman
    11. November 2012 / 20:39

    Sehr schöner Artikel.Lustigerweise hatte ich mich auch mal mit 1,- EUR angemeldet und dieselben Fragen wie der Autor per Handyanruf beantworten dürfen, wobei ich sogar einige richtige Antworten parat hatte(außer Thekla :))). Die Schätzfrage, keine Ahnung habe irgendeine Zahl genannt. Allerdings hatte ich nicht das Vergnügen noch per Skype blank zu ziehen. Wollte per Suchfunktion mich nochmal anmelden, jetzt lasse ich es lieber. Danke.

  38. Bettina Großjohann
    29. Oktober 2012 / 13:18

    Hallo liebe Leute, tut mir wirklich leid, aber ich kann die ganze Diskussion leider nicht nach vollziehen! „Wer wird Millionär“ ist m. E. im weitesten Sinne zuerst mal eine Unterhaltungs-Show, bei der der Zuschauer zusätzlich noch etwas dazu lernen kann. Wenn die Macher der Sendung nach dem Wissen der Bewerber vorgehen würden? Ich kann mir gar nicht ausmalen, wie tötend langweilig diese dann wäre. Ich finde das schon toll, wenn der Herr Jauch von seinem Gegenüber mit Charme und Witz ein wenig geneckt und herausgefordert wird. Oder was glaubt Ihr, warum die Sendung einen so hohen Anklang beim Zuschauer hat? Wohl kaum, weil der Herr Professor so viele Fragen beantworten kann und dadurch noch reicher wird! Ich hab mich gestern für einen Aluchip beworben. Und ich mache mir nicht wirklich vor, dass ich nun besonders schlau sein muss, sondern offen, spritzig, witzig und auch unterhaltend im Wesen, gleichzeitig aber auch nicht ungebildet. Ich denke schon, dass man dort genau diese Teilnehmer auch sucht. Ich denke auch, dass es genau solche Menschen sind, die mit der „Wissens-SHOW!“ auch angesprochen werden sollen. Fernsehen ist Geschäft, das sollte sich doch jeder, der an so etwas teilnehmen möchte vor Augen führen. Denkt einfach mal darüber nach. Dies schreibt euch, ob Ihr’s glaubt, oder auch nicht, eine ALG II-Bezieherin, die auch gern mehr Geld zur Verfügung hätte.

  39. Nina
    24. Oktober 2012 / 17:12

    Ich danke dir für diesen großartigen Beitrag. So traurig der Inhalt eigentlich ist, ich musste wirklich lachen beim Lesen.

    Eigentlich wollte ich mich auch bei WWM bewerben, habe es mir nun aber anders überlegt.

    Wahnsinn mit welcher Dreistigkeit die Medien vorgehen. Glauben kann man denen wirklich nichts mehr. Ich bin wohl dann doch zu naiv für das Fernsehen 🙂

  40. 22. Oktober 2012 / 22:08

    hallo,

    also nach der heutigen sendung kann ich nur sagen, dass die kandidatenauswahl zumindest hormongesteuert sein muss. in vorgesprächen musste es heraus kommen, dass diese kandidatin nichts in der birne har. wie kam die wohl auf den stuhl ???
    wozu ein auswahlverfahren, wenn solche luschen dabei rauskommen, wenn auch mit erstaunlichem dusel ausgestattet. es tut den leuten nicht gut, sich zu blamieren, und der sendung, jegliches niveau zu verlieren….

  41. Vanessa
    11. Oktober 2012 / 03:05

    Hallo. Ich finde es interessant, wie hier das Auswahlverfahren beschrieben wurde. Wenn RTL / Endemol die Kandidaten wirklich so übercastet, wieso sind dann immer wieder langweiler auf dem Stuhl. Habe jetzt die letzten 2 Sendungen gesehen und wie so oft war es wieder ein Student (gääähn), der auf dem Stuhl war, und der hatte kaum ein Wort gesagt. Kein Erlebnis würde erwähnt, ach ja doch, er arbeit ppar Stunden pro Woche beim Kaufland als Aushilfe, das war schon alles. Die beiden Kandidaten zuvor waren auch langweilig. Zudem hat Jauch auch gar keine Zeit ausführlich mit den Kandidaten zu sprechen oder vergisst ein Gespräch zu führen. Da können höchstens 2-3 Erlebnisse erwähnt werden. Ich finde eher, dass es bei WWM noch normal zu geht und es einfach zuviele junge Studenten auf dem Stuhl hat. Bei Rette Die Million oder Die perfekte Minute sind die Kandidaten viel überdrehter. Eigentlich überall wo die Kandidaten aus dem Hintergrund direkt ins Spiel einsteigen bzw. ohne Auswahlrunde im TV. Da werden die Kandidaten wirklich übergekastet. Es ist mir ein Rätsel wieso Endemol dies bei WWM macht. Warscheinlich weil es nur noch 5 Kandidaten ins TV schaffen und nicht 10 wie früher.

  42. Marion sagt
    10. Oktober 2012 / 09:00

    Oh je oh je, das erste Mal, daß ich einen „Blog“ lese und gleich auch darauf antworte, da mein Sohn mir diesen Link geschickt hat mit der Fragestellung: Soll ich wirklich? Denn wir als Eltern rieten ihm, sich doch mal zu bewerben, da er fast immer alles wußte.
    Fazit: Um Gottes Willen, keine Bewerbung für „dieses Geld“.
    Ein großes Danke an den Einsteller dieses Blogs und allen, die darauf geantwortet haben. Ich bin 73 Jahre und habe so erstmals einen Einblick erhalten, was wirklich so im Fernsehen abläuft. Bin mächtig schockiert, aber man lernt ja nie aus.

  43. Stefan
    19. Juli 2012 / 10:52

    Ich gehöre auch zu denjenigen, denen Hoffnung auf das schnelle Geld gemacht wurde, grad letzte Woche wurde ich angerufen, habe mich wacker bei den Wissensfragen geschlagen und sollte am nächsten Tag bis 18 Uhr angerufen werden. Es war der längste Tag in meinem Leben und ich war zunächst sehr enttäuscht, als kein Anruf erfolgte.

    Das Auswahlverfahren ist mir nach wie vor schleierhaft, offenbar war ich dem Sender dem ersten Eindruck nach nicht interessant genug, aber das ist vielleicht auch gar nicht so verkehrt gewesen, da, wie ich jetzt hier im Blog erfahren habe, das anhängige Prozedere schon sehr sensationsheischend ist.

    Am besten hat mir Ihr abschließender Satz gefallen und so halte ich es nun auch: LMAA 😉

  44. Bedeutung von Namen
    16. Juni 2012 / 11:56

    Das ist ja alles verständlich. Aber dann sollen sie es auch so kommunizieren. Und nicht behaupten, dass es nur am Wissen liegt, nicht erst sagen, wenn wir sie anrufen, haben sie es geschafft, dann aber doch noch ein Skype-Interview machen etc. Ich mache vieles mit, aber wenn ich offensichtlich verarscht werde, also für dumm gehalten werde, dann hört’s bei mir auf.

  45. 11. Juni 2012 / 02:44

    Weiß jemand, ob während der Sommerpause auch gecastet wird? Beziehungsweise, was nun überhaupt mit den Bewerbungen passiert, die währenddessen eingehen?

  46. Chris
    30. Mai 2012 / 11:08

    Ich hatte letzte Woche Dienstag, also am 22. Mai 2012 den Anruf von der unterdrückten Nummer bekommen. Es meldete sich eine Dame und wollte mir nach dem gleichen Muster fünf Fragen stellen. Meine Bewerbung lag bestimmt schon 4 Monate zurück (hatte mich genau einmal online für einen Euro beworben) und ich war überrascht nach so langer Zeit noch von denen zu hören. Als erstes wurde ich gefragt, ob ich im Falle der Auswahl zu zwei Aufzeichnungsterminen Ende August bzw. Anfang September 2012 überhaupt Zeit hätte. Dann kamen folgende Fragen:
    – erste Frage weiß ich nicht mehr
    – welche Farben sind im Emblem von BMW enhalten?
    – Wie hieß der Film mit Till Schweiger wo ein nackter Mann auf dem Couchtisch saß?
    – In welcher Stadt fand das Attentat auf Kennedy statt?
    – wie heißt das aktuell neue Album der „Toten Hosen“?
    eine Schätzfrage gab es bei mir nicht. Ich wusste die ersten beiden Antworten sofort. Der Film von Till Schweiger lag mir auf der Zunge („der bewegte Mann“), fiel mir aber nicht ein. Das Attentat auf Kennedy („Dallas“) fiel mir auch nicht ein, also sagte ich als Ersatz „Washington“, wusste aber, dass es nicht stimmen konnte. Bei den „Toten Hosen“ hatte ich zwar den aktuellen Titel „an einem Tag wie diesem“ im Kopf, aber auch der fiel mir spontan nicht ein und ist wohl auch nicht der Titel des neuen Albums. Die Frau danke im Nachgang für die Antworten und sagte, wenn ich bis Freitagabends telefonisch nichts mehr hören würde, hat sich die Sache erledigt (gemeldet hat sich bis Freitag dann auch niemand mehr).

    Wenn ich Deinen Bericht lese, bin ich fast froh, dem einseitigen Skype-Interview entgangen zu sein. Obwohl mich der Stuhl bei Jauch schon reizen würde!

  47. Mike
    27. Mai 2012 / 17:54

    Tja so weit schon gekommen, so viele Sachen sich ausgedacht, und dann rufen die nicht zurück. Ich kenne das, LMAA ist da schon genau die richtige Einstellung.
    Insofern: Gut gemacht 😉

  48. Niedblog Gast
    13. Mai 2012 / 14:43

    Ich war 2003 mal dabei und da war der ganze Mist noch nicht so. Die haben kurz angerufen, die Wissensfragen gestellt und noch ein, zwei Minuten geplaudert. Kurz darauf wurde der Termin per E-Mail arrangiert. Das war alles. Den Mist jetzt würde ich nicht mitmachen. Ich würde auch kein Skype installieren, nur weil die das wollen.

  49. Millennium Mike
    13. April 2012 / 12:19

    Klasse geschrieben. Viel gelacht. RTL? Günter Jauch? Wer war das gleicht? LMAA… leider geil!

  50. SunnySchlossallee
    13. April 2012 / 10:54

    Hallo,
    ein interessanter Artikel. Ich war vor einiger Zeit mal bei WWM als Zuschauer zu Gast und kann da noch mehr zum Dreh erzählen. Bevor man in die Sendung kann, muss man sich vorher bei Endemol registrieren und sich auf eine Warteliste von rund 1,5 Jahren setzen lassen, ehe man Studiokarten zugeteilt bekommt. Die Sendungen werden hintereinander an einem Dienstag in einem Studio bei Fürth aufgenommen. Bis diese dann tatsächlich gesendet wird, vergehen im Endeffekt rund vier Wochen. Uns wurde die Geschichte des Kandidaten der bereits auf dem Stuhl saß erklärt und wir sollten gerade auf den bereits fahrenden Zug mit aufspringen. Natürlich alles, da es sich gut verkaufen lässt. Nachdem der Kandidat eine bestimmte Summe gewonnen hatte, wurde ein Neuer ausgewählt. Die Unterbrechung von der du sprachst gab es tatsächlich…die Szene wurde zweimal gedreht, da beim ersten Mal die Krawatte vom Jauch schief hang 😀

    Auch interessant war es, dass beim Zusatzjoker nicht alle Zuschauer die die Antwort wussten aufstehen durften. Es gibt einen Zuschauerblock, der sich zwischen den Kameras befindet…da dieser nicht eingefangen werden kann, wurde vorher dringlich darauf hingewiesen, dass sie sich still verhalten sollten, auch wenn sie die Antwort wissen.

    Last but not least eine Insiderinformation: Es wurden Prospekte verteilt, die eine Email-Adresse von Endemol enthielten. Da kann man sich anscheinend auch ohne versteckte Kosten bewerben…ob das allerdings auch wirklich klappt habe ich noch nicht herrausgefunden 😉

    • 7. Mai 2012 / 01:35

      Hallo 🙂 Kannst du dich noch an die Adresse erinnern? Oder war das eher so endemol @ endemol? 🙂

      Was mich noch interessieren würde: Skypen die mit Videoaufnahme oder nur wie ein normales Telefonat? Wäre interessant zu wissen, ob das Aussehen wohl eine Rolle spielt…

      • Alex
        7. Mai 2012 / 07:30

        Zu deiner zweiten Frage kann ich dir etwas sagen:

        Es wird EINSEITIG mit Video geskyped, also die Endemol Redaktion sieht dich während des Interviews und zeichnet dich auch währenddessen in Bild und Ton auf. Ihre eigene Kamera haben sie jedoch deaktiviert 😀

        • 15. Mai 2012 / 01:12

          Wow, das ist ja auch irgendwie ein komisches Gefühl, oder?

          Ich weiß im Moment gar nicht, ob ich mich noch bewerben soll, da die Sommerpause ja beginnt. Wird da überhaupt gecastet?

  51. sommerklang
    12. April 2012 / 10:55

    Vielen Dank für den interessanten Einblick! Ich hatte auch mal diesen Traum: Millionenfrage, noch alle Joker und vor der Einblendung der möglichen Antworten sagte ich: „Sorry, aber ich weiß die Antwort.“ Dann wachte ich auf … habe mich aber dennoch nie beworben. Nach dem Lesen Ihres Berichts denke ich „Ein Glück!“

  52. mamsch
    12. April 2012 / 10:22

    Sollten die für die Auswahl Zuständigen zufällig oder auch gewollt auf diese Seite geraten, werden Sie sich wohl bewußt werden, wer Ihnen da entgangen ist. Gerne stelle ich mir den Verfasser des Berichtes auf dem beliebten Stuhl vor, wie er in meiner geliebten Muttersprache babbelt. Er ist ganz bestimmt kein Simbel.

  53. Kathrin
    11. April 2012 / 21:21

    So wie ich das sehe, wurdest du nicht nur für WWM gecastet, sondern es wurde gleich abgecheckt, ob du nicht auch in ein anders Format, welches von der gleichen Produktionsfirma produziert wird, passt (Dokusoaps o.ä.). Was denkst du?

  54. kingkenny7
    11. April 2012 / 20:27

    Vieles kommt mir bekannt vor, jedenfalls zum Teil. Vor ein paar Monaten hatten sich zwei Freundinnen von mir bei „Rette die Million“ (ZDF) beworben. Sie fühlten sich schon kurz vor ihrem Ziel, als ihnen unter einem komischen Grund abgesagt wurde. Beide sind knapp über 30, attraktiv, witzig und alles andere als dumm. Beim Casting haben sie auch gut abgeschnitten, was die richtigen Antworten angeht.

    Wie dem auch sei, in den letzten Wochen habe ich aus Interesse öfter mal in die Sendung reingeschaut und bekam den Eindruck, dass die Gäste vorwiegend nach Geschichte/Skurrilität und nicht nach Wissen/Witz und Attraktivität (letzteres ist im TV auch nicht ganz unwichtig) ausgesucht werden. Wenn ich nur an dieses konstant albern gackernde Zwillingspaar denke. Ob die den „richtigen“ 20.15 Uhr Show-ZDF Zuschauern gefallen haben, weiß ich nicht…

  55. Arabische Namen
    11. April 2012 / 20:22

    Hehe, super Artikel. Tjah, die Zeiten ändern sich.

  56. Achim
    11. April 2012 / 18:00

    Also, ich war im Dezember 2006 Kandidat für ein WWM, das im Januar 2007 ausgestrahlt wurde. Damals war das Ganze deutlich unkomplizierter: SMS an WWM, Anruf von Endemol, fünf leichte Frage, Mail mit Instruktionen (Klamotten, Zeiten etc.), Fahrt nach Hürth ins Studio, Probelauf, zur Aufzeichnung rauf einen der damals noch zehn Kandidatenstühle, Auswahlfrage – daneben! Damals zählte wirklich noch Wissen und weder eine erfundene Biografie noch Entertainerqualität …

    • jauchfan
      28. Februar 2017 / 20:12

      ….bin 2006 auch zurückgerufen worden.. Da waren es aber nur 4 Auswahlfragen.. 😉

  57. tuberkulus
    11. April 2012 / 15:31

    Reblogged this und kommentierte:
    So läuft das? Evlt bewerbe ich mich auch mal: Hätte auch weder Nerven noch Zeit mich auf den Stuhl zu setzen. Aber das Prozedere scheint ein echter Spass zu sein. Guter Kick!

  58. 11. April 2012 / 14:01

    Sehr interessant und gut geschrieben! Nachdem ich das gelesen habe werde ich aufhören, meinen Freund ständig damit in den Ohren zu liegen, dass er sich da mal bewerden soll 😀

  59. 11. April 2012 / 13:35

    sehr schön 😉

    aber ich hätt dich gerne auf dem stuhl gesehen, wäre sicher sehr, sehr lustig geworden!

  60. Bob der Baumeister
    11. April 2012 / 09:04

    Interessanter Eintrag! Ich mich hatte vor einigen Jahren auch mal aus einer Laune heraus bei Pilawa beworben, kann mich gerade nicht mehr an den Titel der Sendung erinnern. Auf jeden Fall saß man da immer zu zweit und konnte auch nicht so viel gewinnen wie bei WWM. Da gab es ein „Sammelcasting“, bei dem ca. 20 „Paare“ (Mütter/Töchter, Opa/Enkel, Kumpel/Kumpel usw.) teilnahmen. Das Wissensquiz (Multiple-Choice-Test) erschien mir dabei nebensächlich, mein Eindruck war, dass dort eher auf „spannende“ Kandidaten geschaut wurde. Zum Beispiel kamen zwei Fans des TSV 1860 meines Erachtens vor allem deshalb weiter, weil sie dem Klischee des Fans enstprachen und auf ihre Art eben bayrische Originale waren. Sowas kommt gut vor der Kamera 😉

    Ich und mein Kumpel sind damals nicht weitergekommen, was uns auch nicht weiter gestört hat. War mal ne nette Erfahrung, sowas mitzumachen.

    • 11. April 2012 / 07:35

      Eigentlich beginnt es ja damit, dass ich mich bei RTL bewerbe und von Endemol kontaktiert werde. Allein dieser Datenweitergabe habe ich wissentlich nirgendwo zugestimmt und unterschrieben habe ich im gesamten Vorgang rein gar nichts 😉 Auch hier mag unser Medienschaffender Bendix anmerken, dies sei völlig normal in der Branche – aber ist denn normal gleich legal?

      • Bendix
        11. April 2012 / 11:48

        Naja, zum einen bin ich weder „ihr“ Medienschaffender noch irgendjemandes Medienschaffender, sondern gar kein Medienschaffender. Davon abgesehen müssen die AGBs auch nicht unterschrieben werden um gültig zu werden (bei Mediamarkt unterschreibt man sie ja auch nicht und sie gelten trotzdem.)
        Auch wenn ich kein Jurist bin, so kann ich mir schon vorstellen ,dass diese Praxis (ob sie jetzt gut oder schlecht ist ja egal) wohl rechtens sein kann, solange Endemol die Daten nur zur Verwendung für WWM und nicht für andere Formate verwendet.
        Ich möchte an dieser Stelle noch mal anmerken, dass ich für den fürsorglichen Umgang mit Daten von Kanidaten bin (Das Unternehmen in dem ich gearbeitet habe hat dies auch immer getan). Was mich an dieser Diskusion allerdings ärgert ist die Tatsache, dass jeder so tut als wäre es eine riesige Überraschung. Ehrlich gesagt finde ich die AGBs von Endemol eher unspektakulär. Es ist doch logisch, dass Endemol sich die Rechte von allen Materialien einfordert, die eingereicht werden. Man muss sich – wie bei allem im Leben – einfach mal überlegen was man da tut, wem man was gibt oder sagt. Wie ich weiter oben schon ausgeführt habe, muss doch jedem klar sein, dass RTL WWM nicht produziert um Millionen zu verschenken. Nein, sie wollen Geld damit verdienen… Deswegen kostet auch eine Bewerbung Geld, es werden nicht Kandidaten gesucht die alles Wissen, sondern die welche unterhaltsam sind und nach diesen Kriterien wird auch ausgesucht. Wieso diese Tatsache hier alle so verwundert kann ich einfach nicht verstehen – es geht RTL um Zuschauer, die Quote, um Werbeeinnahmen. Wem das nicht bewusst ist, der sollte seinen Fernseher verkaufen,,,

        • 11. April 2012 / 14:37

          Gut, dass in Deutschland alles gesetzlich geregelt ist – ja, man mag es kaum glauben, es gibt sogar ein Gesetz über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBG). Hier besagt § 2, dass Allgemeine Geschäftsbedingungen nur dann Bestandteil eines Vertrages werden, wenn der Verwender bei Vertragsabschluss die andere Vertragspartei ausdrücklich oder, wenn ein ausdrücklicher Hinweis wegen der Art des Vertragsabschlusses nur unter unverhältnismäßigen Schwierigkeiten möglich ist, durch deutlich sichtbaren Aushang am Ort des Vertragsabschlusses auf sie hinweist und der anderen Vertragspartei die Möglichkeit verschafft, in zumutbarer Weise von ihrem Inhalt Kenntnis zu nehmen und wenn die andere Vertragspartei mit ihrer Geltung einverstanden ist.

          Naja wie dem auch sei, halte ich fest:
          Ich habe keinen unmittelbar auf die Bewerbung abgerichteten Vertrag mit RTL sondern allenfalls meine Bewerbung freiwillig an RTL übersendet. Damit ergibt sich noch lange keine Berechtigung diese Daten an Endemol weiterzugeben. Die AGB von Endemol finden insofern nichtmal Anwendung und stehen hier gar nicht zur Debatte.

  61. 10. April 2012 / 22:09

    Zuerst ein mal ein großes Lob, der Artikel ist interessant geschrieben,
    ich weiß nicht, was es ist, aber es macht Lust auf mehr 😉

    Auch hier bestätigt sich leider wieder nur der allgemeine Gesamteindruck von RTL.
    Es geht um eine Lebensgeschichte. Es geht um die Person.
    Damit wird das Geld verdient (und mit dem Euro aus der Bewerbung :P).
    Da juckt es RTL gar nicht, falls doch einer dieser Kandidaten mit schwerer Kindheit oder
    Angst vor Jogurtbechern die Million einkassiert.
    Es ist nur Show – wie du es bereits sagtest. RTL freut sich nicht über den Armen Obdachlosen,
    der Dank seines Wissens nun ein besseres Leben führen kann. RTL gönnt es niemandem.

    Leider sehen viele nur das Gestellte an Sendungen wie MittenImLeben oder Die Schulermittler,
    aber auch an dieser Sendung ist es nur Sensation.
    Selbst den Nachrichten ist sowas anhängig…

    RTL entwickelt sich immer mehr in irgendetwas uneinschätzbares. Man weiß nicht, wie weit das
    noch geht – oder schon geht.
    (Anbei: Ich habe mich in meinem Blog „Just another Blog“ auch damit auseinandergesetzt…)

    LG, weiter so, lasst euch von RTL nicht unterkriegen,
    Nicolai Feuerschütz

  62. 10. April 2012 / 20:06

    Eigentlich ein interessanter Artikel. Das eine oder andere kann man sich denken, beispielsweise dieses unglaublich tolle System mit den verrückten Gerschichten. Wunderte mich schon länger wo das herkommt und seit wann bei einer Wissenssendung die „Verrücktheit“ der Kandidaten plötzlich sooo wichtig ist. Das Mitraten und Mitfiebern sollte ja eigentlich im Vordergrund stehen und nicht ob ein Teilnehmer was abgefahrenes erlebt hat. Aber eine Sache noch:

    „[…] oder eine Callcenter-Dame aus den neuen Bundesländern erfreut mich mit ihrer wohltuenden Stimme […]“
    Leider kann man es nicht jedem recht machen. Vor allem mir in diesem Fall nicht. Ich bin aus den neuen Bundesländern. Ich behaupte einfach mal, dass ich Humor habe. Der Satz war wenig lustig. Senkt für mich das Niveau des Posts erheblich.

    • 10. April 2012 / 20:39

      Sarkasmus und Satire können gelegentlich weh tun. Tut mir leid, wenn du dir im konkreten Fall sprichwörtlich auf den Schlips getreten fühlst. Ich wollte damit keinerlei Abneigung gegen Mitbürgern aus den neuen Bundesländern zum Ausdruck bringen, als vielmehr den Umstand, dass ich trotz entgegenstehender Gesetze(sänderungen) weiterhin wöchentlich mehrfach von anonymen Callcenter-Anrufen mit unterdrückter Rufnummer belästigt werde und ebendiese einen überproportional hohen Anteil weiblicher Angestellte aus den (offenkundig) neuen Bundesländern zu beschäftigen scheinen. Vielleicht liegt es in der Natur der Sache oder den vermutlich indiskutablen Arbeitsbedingungen, aber Freundlichkeit ist mir dabei ebenso selten begegnet wie eine ruhige, angenehme Stimmlage und Gesprächsatmosphäre. Das mag subjektive Wahrnehmung sein – aber ist das nicht gerade Fundament eines Blogs?

      • kelevraX
        10. April 2012 / 23:02

        Deine subjektive Wahrnehmung sei dir unbelassen, zumal du recht hast und Blogs eben davon leben. Aber würde es denn einen Unterschied machen, wenn dich eine Callcenteragentin in breitestem Schwäbisch „trotz entgegenstehender Gesetze(sänderungen)“ belästigen würde? Denn genauso liest es sich 😉

        • 11. April 2012 / 07:31

          Nein, das würde selbst auf meiner „Muttersprache“ (Hessisch) keinen Unterschied machen, ich habe mich nur eben an den tatsächlichen Gegebenheiten orientiert 😉 Sobald hier wieder der nordfriesische Vertriebler der Firma Vorwerk mit seinen Staubsaugern auftaucht oder die durchaus unterhaltsamen urbayrischen Zeugen Jehovas (wer hätte gedacht, dass es sowas gibt *g*) hier von Tür zu Tür ziehen, bekommen auch die Ihre Anekdote verbloggt 😉

          • 31. Januar 2017 / 13:23

            Ich wollte mal was sagen zu dem Thema mit den netten Call-Center-Agentinnen, vorwiegend mit dem netten ostdeutschen (höchstwahrscheinlich sächsischem) Akzent.

            Da braucht sich keiner auf den Schlips getreten fühlen, ich tue es auch nicht, obwohl ich auch aus Sachsen stamme. Das sind nun mal leider oft Klischees, die aber aus Erfahrungen her entstehen und sich oft einfach auch halten. Ist ja nicht schlimm!

            Das das überproportional ist, scheint meiner Meinung ganz einfach daran zu liegen, wo eben der Standort dieser Center ist. Und vorwiegend Leute aus dem Umkreis dann dort arbeiten.
            Ich habe eine Zeit lang in Leipzig gelebt, da gab es einen Haufen solcher Firmen, meist Frauen beschäftigt dort, die in Leipzig bzw Umgebung wohnen und aufgewachsen sind. Für solche „einfachen“ Jobs wird keiner aus z.Bsp. Ostfriesland oder Schwaben dort hin ziehen!
            Wenn eine Firma in München angesiedelt ist, ist es auch gut möglich mal jemand mit etwas bayerischem Einfluss zu hören.
            „Schlimmer“ wird’s dann, wenn man, wie ich mal musste, eine Service Hotline einer Werkzeugfirma zwecks Garantiebeanspruchung und Umtausch per Telefon kontaktiert. Die saßen im tiefsten Niederbayern. Das war schwere Kost teilweise, da was zu verstehen. 😉

  63. Pingback: Anonymous
    • 10. April 2012 / 20:39

      Danke für den Tipp – sehr gute und aufklärende Reportage!

  64. 10. April 2012 / 16:26

    Vielleicht wollen die durch die Dauerbefragung nur sicherstellen, dass der Kandidat auch einer ist, der bei der Werbung nicht umschaltet. RTLinientreu rund um die Uhr. Ob man durch das riesige RTLaber- Info- Angebot überhaupt jemals erfährt, dass es Insolvenzen im Superland D überhaupt gibt, will ich jetzt gar nicht erforschen…..wenn man „Feindsender“ guckt, fliegt man….

    • Bendix
      10. April 2012 / 16:37

      hmmm, ja klar… *kopfschüttel*

  65. 10. April 2012 / 15:52

    Beängstigend, wie identisch das mit meinem gescheiterten Bewerbungsverfahren ist. Mir ist alles genau so auch passiert. Nur ein Unterschied: Ich habe beim One-Way-Skypen keine Antwortvorgaben erhalten, sondern hatte nochmal das gleiche Frageverfahren wie beim ersten Anruf. Offene Fragen und eine Schätzfrage. Das ist erst vier Wochen her. Vielleicht machen sie das ja nach Tageslaune …

    Habe auch 2 Blogartikel über die Bewerbungsphase geschrieben, die ich dann aber mangels Fortsetzungsmöglichkeit nicht veröffentlicht habe. Da hätte nicht viel anderes drin gestanden als bei dir. Großes Zittern, banges Warten, Zuversicht, Enttäuschung, Erholung. Plus: Das Gefühl der Therapiesitzung beim Skypen, der komische Unterton bei „falls es nicht gereicht haben sollte“, die Antworten, die einem nicht gegeben werden, wenn man mal nachfragt, wie das denn genau läuft mit dem Auswahlverfahren und gegen wie viele man grade noch so im Rennen ist und immer NOCH eine skurrile Geschichte, die man erzählen soll. Bei der Mail mit den möglichen Skurrilitäten konnte ich auch nur laaaange den Kopf schütteln.

    • 10. April 2012 / 15:56

      Ich habe auch überlegt, ob ich es verbloggen und veröffentlichen soll. Ausschlaggebend war letztlich eines: Jeder Kollege und Bekannte, dem ich die Geschichte aufgetischt habe, hat nur ungläubig geguckt und fiel aus allen Wolken 🙂 Schön auch, dass solche Methoden immer gleich mit dem Moderator verbunden werden: „Nee, doch nicht der Günther“ oder „Ach Quatsch, der Jauch sagt doch immer da wählt ein Computer aus und fertig“ 😉

      • 10. April 2012 / 16:14

        Nunja, ich finde jetzt nicht, dass man die Methoden groß anprangern muss. Jeder intelligente Mensch wird auf die Idee kommen, dass man dreist angelogen wird, wenn die Redakteurin mit der sympathischen Stimme behauptet, nur die Anzahl der richtig beantworteten Fragen sei ausschlaggebend. Und die anderen kommen eben in die Sendung … 😉

  66. NaturalBornKieler
    10. April 2012 / 15:07

    Früher war es bei WWM noch anders. Ich habe im Jahr 2006 bei WWM teilgenommen und hatte damals den Eindruck, dass am Telefon vorab tatsächlich ein Wissenstest durchgeführt wurde. Die Dame von WWM (eine gewisse Frau Rehbein) war sehr freundlich und hat mir durchaus Feedback gegeben.
    Habe es dann auch auf den Stuhl geschafft und ganz gut was gewonnen, so dass ich jetzt natürlich parteiisch bin. Auf den Jauch lasse ich nichts kommen. Im Unterschied zu anderen Quizmastern kann der sich tatsächlich mit jedem Menschen unterhalten, ohne dass er dafür eine Krücke braucht. Bei anderen Quizmastern (vor allem der d… Pilawa) muss der Kandidat immer selber ein Clown sein, immer irgendeine besondere Geschichte aus dem Leben parat haben oder in irgendeiner Tracht auftreten, damit der Pilawa nicht selber die Unterhaltung bestreiten muss.
    Mag sein, dass das heute beim Jauch anders ist. Seit einiger Zeit wird da ja auch jeder Kandidat mit einem Schwank aus seiner Jugend vorgestellt. Das war damals jedenfalls noch nicht notwendig.

  67. Bendix
    10. April 2012 / 15:01

    Ich kann diese Empörung in keinster Weise nachvollziehen. Was denken Sie denn wie Menschen ins Fernsehen kommen? Eine SMS schicken und schon ist man dabei… also wirklich. Das ist nicht nur bei RTL , sondern auch bei allen andern weit aufwändiger – die Öffentlich-rechtlichen eingeschlossen. Jeder der etwas anderes glaubt sollte mal wirklich nachdenken. Und das das Wissen nicht das Hauptkriterium ist sieht man a) an diesem (gut geschriebenen) Bericht und b) in jeder Sendung von WWM oder jeder anderen Sendung wo nicht nur Profis vor der Kamera stehen. Die besten Sendungen müssen nicht immer die sein in denen der Kandidat alles weiß, im Gegenteil gerade das macht ja den Reiz aus, das der Kandidat nicht alles weiß und Jauch in anleitet, oder an der Nase herumführt.
    Die Frage nach den Unternehmensinsolvenzen z.B. soll nicht das Wissen abfragen, sondern analysieren wie der mögliche Kandidat an die Lösung der Frage herangeht, Sagt er „weiß ich nicht“, rät einfach „1619“ oder geht er logisch strukturiert an die Sache ran und überlegt sich was wohl richtig sein könnte.
    Auch die Fragen nach den Besonderheiten im Leben finde ich nicht falsch. Anhand solcher Geschichten kann man sich ein sehr gutes Bild über einen Menschen machen. Ob er schon mal nackt über den Ballerman gelaufen ist, in seiner Freizeit Pfadfinder anleitet oder das spannendste in seinem Leben seine Briefmarkensammlung ist, macht einen riesigen Unterschied. Auch das 20-seitige DO and DONT Papier, dass sie ansprechen wird es wohl geben. Aber das ist ja auch in Ordnung. Haben Sie mal einen Fernseher gekauft und sich die AGBs von Saturn ausgedruckt? Das werden wohl auch mehr als 5 Sätze sein, und da geht es nicht um eine Million Euro. Auch drei Gaderoben mitzubringen ist in diesem Fall voll gerechtfertigt. Da wie sie schreiben 2 Sendungen pro Tag aufgezeichnet werden sollte der Kandidat nicht zwei mal das gleiche anhaben, falls sich sein Auftritt über „zwei Tage“ hinzieht.. Und eine Ersatzkleidung (Kaffee über die Bluse) ist dann wohl auch angebracht. Auch die Umbaupause nach der Kandidatenauswahl macht Sinn und fällt einem noch mehr auf, wenn man weiß dass es sie gibt, da in dieser Zeit das Pult (wo Jauch und sein Kandidat sitzen) aufgebaut wird. Das ist nämlich bei der Auswahlrunde noch gar nicht da…
    Ich habe mehrere Jahre beim Fernsehen (unter anderem auch bei einer Castingagentur) gearbeitet und weiß wovon ich Rede. Jeder der glaubt, dass es anders ist als hier beschrieben, sollte mal das Medium Fernsehen für sich reflektieren…

    Thx
    Bendix

    PS. Ich hoffe mein Ton ist nicht zu schroff, aber ich will mal klar machen, das (so schlimm RTL in manchen Bereichen ist) ein „verwundert sein“ darüber nicht immer angebracht ist

    • 10. April 2012 / 15:36

      Ich verliere in meinem Artikel (zumindest nach meinem Empfinden) kein allzu böses Wort, es geht mehr darum, die Allgemeinheit einfach mal über den tatsächlichen Ablauf zu informieren. Ob man sich in Zukunft dennoch bewirbt oder nicht, überlasse ich jedem selbst und fälle darüber auch kein Urteil – ich werde es nicht mehr tun, denn der gesamte Ablauf wird bewusst verschleiert. Dass Sie, als (ehemaliger) Medienschaffender mit den Methoden Einklang finden, wundert mich ehrlich gesagt nicht, denn sie sind zweifelsfrei in der deutschen Fernsehlandschaft weit verbreiteter Usus. Aussagen dahingehend, dass ein Zufallsmechanismus die Kandidaten auswählt und somit der Zufall einen Querschnitt der Bevölkerung auswählt, sind jedoch schlichtweg falsch.

      Wie gesagt: Jeder soll sich sein eigenes Bild machen. Ich bin mir sicher, einige (naive) TV-Laien (wie ich es bin), überraschen meine Schilderungen!

    • C
      10. April 2012 / 15:05

      Das ist ja alles verständlich. Aber dann sollen sie es auch so kommunizieren. Und nicht behaupten, dass es nur am Wissen liegt, nicht erst sagen, wenn wir sie anrufen, haben sie es geschafft, dann aber doch noch ein Skype-Interview machen etc. Ich mache vieles mit, aber wenn ich offensichtlich verarscht werde, also für dumm gehalten werde, dann hört’s bei mir auf.

  68. Eipa
    10. April 2012 / 14:35

    Hast du in Betracht gezogen die Fragen falsch zu beantworten? Es scheint naheliegend, dass die nicht die grössten Genies in der Sendung haben wollen

  69. 10. April 2012 / 14:30

    Dein Bericht hat sich sehr interessant gelesen. Ist immer spannend einmal hinter die Kulissen zu gucken. Ich finde einiges schon sehr schräg, was sie da mit dir angestellt haben, aber genau so läuft es eben. Und das nicht nur bei RTL- das ist Entertainment, überall. Viele Grüße, Cali

  70. Kreuzkopf
    10. April 2012 / 14:23

    Wenn Sie beim Interview zugegeben hätten, dass eine Ihrer „Macken“ sei, sich nie zum Aufräumen der Wohnung aufraffen zu können, dann hätten Sie vielleicht Besuch von einem RTL- oder Kabel-wasweißich-Team bekommen, das Sie aus ihrer „Messie-Wohnung“ befreien will. DAS wäre erst ein schöner Bericht geworden, nehme ich an.

    • Friedrich
      20. Juni 2012 / 21:03

      geniale Idee!

      ein neues Zuhause, eine aufgeräumte Wohnung oder gar raus aus den Schulden
      Dank RTL wäre doch supie!!!!!!

  71. kelevraX
    10. April 2012 / 14:17

    Schöner Bericht. Ich war 2005 auf dem Stuhl und kann sagen, dass sich da wohl doch einiges verändert hat. Ich habe mich damals noch per Postkarte beworben/bewerben können (über einen Zeitraum von 12 Monaten mit monatlich einer Karte). Eines schönen Donnerstages gab es nachmittags einen Anruf von einer netten Dame, die ähnlich wie von Niedblog geschildert 5 Wissensfragen und eine Schätzfrage stellte und die „TV-Tauglichkeit“ überprüfte.
    Verblüffend fand ich beim Lesen des Berichts, dass es mittlerweile wohl mehrere Auswahlrunden gibt. Damals war es so, dass die Dame sinngemäß sagte „Wir rufen Sie heute bis 19.00 Uhr zurück, andernfalls haben Sie es leider nicht geschafft.“

    Kurz vor 18.00 Uhr klingelte das Telefon erneut und es hieß „Herzlichen Glückwunsch, Sie wurden ausgewählt. Haben Sie Montag in einer Woche Zeit nach Köln zu kommen?“ Nix mit Videochat via Skype. (das Bohei jetzt würde ich auch ganz sicher nicht mitmachen)

    Die folgende Woche gab es noch ein paar Telefonate und Mails zum Abklären der Telefonjoker bzw. meiner Begleitung und der Anreise. Alles super unkompliziert.

  72. Anonym
    10. April 2012 / 14:14

    Es ist trotzdem eine der besten Sendungen im deutschen Fernsehen imho. Man muss ja nicht alles von sich preisgeben. Und selbst wenn man es tut scheint es mir nicht so, als ob die Daten missbraucht würden. Das schlimmste, was man zu befürchten hat ist ja wohl eine kleine Neckerei von Jauch, falls man es tatsächlich auf den Stuhl schaffen sollte.
    Ich verfolge die Sendung schon seit Jahren regelmäßig und habe noch nie den Eindruck gehabt, dass das Privatleben eines Kandidaten in irgendeiner Weise ausgeschlachtet wird. Höchstens kleine Anekdoten, die keinem schaden werden erzählt.
    Insofern: Viel Glück bei der nächsten Bewerbung 😉

    • 10. April 2012 / 14:29

      Das ist doch der Punkt: Diese ganze Fülle an Informationen, die vehement und sehr tiefdringend abgefragt wurde (mit diversen Nachfragen), hat für den Verlauf der Sendung keinerlei Relevanz. Und letztlich würde es auch (allein aus wirtschaftlicher Sicht) völlig ausreichen, das einstündige Gespräch mit dem bereits feststehenden Kandidaten zu führen – nicht mit Hinz und Kunz, denn anderenfalls ist es eben sehr abwegig, dass die Auswahl nach Wissen erfolgt.

      Schön (falsch) wird es auch bei der Wikipedia übermittelt:
      „Die Kandidaten werden (nach Aussagen von Günther Jauch) nach dem Zufallsprinzip ausgewählt, so dass es Kandidaten gibt, die sich lediglich einmal beworben haben und gleich eingeladen wurden, und andere Kandidaten, die sich über mehrere Jahre hinweg immer wieder um einen Platz als Kandidat bemühten.“
      http://de.wikipedia.org/wiki/Wer_wird_Million%C3%A4r%3F#Kandidatur

      Das ist zwar nicht primär gelogen, aber es hat eben doch wenig mit Zufall zu tun, wenn menschliche Einflüsse und Bewertungen anhand der persönlichen (!) Antworten vorgenommen werden.

      • Ospero
        10. April 2012 / 17:11

        Was bitte ist daran „falsch“? Zum einen sichert sich der Artikel durch die Anmerkung in der Klammer ab – man kann also höchstens die Aussage von Herrn Jauch in Zweifel ziehen, aber nicht Wikipedia dafür verantwortlich machen. Und was ist an dem Text inhaltlich auszusetzen? Wenn ein für das beschriebene Skype-Interview interessanter Kandidat sich zum ersten Mal bewirbt, kann er natürlich auch beim ersten Mal genommen werden. Wo bitte ist der Fehler?

  73. 10. April 2012 / 13:57

    Eigentlich müssten sie auf Anfrage die Daten rausrücken, die sie über dich gespeichert haben – wenn du sie fragst. Mich würde interessieren, was sie sammeln…

  74. Marius
    10. April 2012 / 13:53

    Hey die Geschichte kommt mir sehr bekannt vor, bei mir war es genau so. Kam auch bis zum skypen, konnte dort auch alle Fragen richtig beantworten, dachte auch: das war ja locker see you soon Günther. Aber es kam kein Anruf um 18 Uhr. Woran lags wohl?! das ist mir jetzt auch klar, die Frau hat so in meinem Privatleben rumgebohrt wollte soviele details, zu mir und meiner Freundin wissen, Sachen über meine Freundin ( was hat das mit einer Gewinnshow zutun, frag ich mich da). Daher denk ich das es da nicht mehr ums wissen geht sondern um das streben nach Skandalen. Das ist doch sehr enttäuschend, aber was soll man von RTL erwarten. LMAA

  75. Keex
    10. April 2012 / 13:52

    Ich denke, dass die mögliche Millionen die alle zig Sendungen an die Kandidaten ausgezahlt wird von RTL locker aus der Portokasse bezahlt wird. Die Einnahmen werden das um ein vielfaches übertreffen. Für die Rendite viel wichtiger ist es, dass die Zielgruppe einschaltet, und die steht nunmal auf skurrile Typen mit abstrusen Lebensgeschichten und nicht auf Brainiacs. Das wird von RTL dann halt bedient.

  76. Delgado
    10. April 2012 / 13:46

    Was soll das XXL-Lustmolch? Der Mann traf Frauen von denen er nicht wusste, dass es Prostituierte sind. Was soll also dieser moralische Zeigefinger? Hast Du nie Sex mit Frauen.

  77. Jake
    10. April 2012 / 13:37

    Mal eine Frage an den Autor: Muss man sich im Zuge der Online-Bewerbung mit irgendwelchen „AGBs“ einverstanden erklären? Wenn ja, wäre es nicht uninteressant zu wissen, ob da auch was im Bezug auf die Verwendung der personenbezogenen Daten steht. Wie oben ja schon geschrieben, wäre es kaum verwunderlich, wenn die Angaben aus den Interviews gespeichert weiterverwurstet würden. So nach dem Motto: „Hallo Redaktion, wir brauchen für RTL Explosiv einen Beitrag zum Thema skurrile Phobien – checkt mal unsere Bewerber-Datenbank, ob da geeignete Opfer dabei sind.“

    • 10. April 2012 / 13:42

      Also wirkliche AGB im Hinblick auf Datenspeicherung und Datenverwendung sind mir da ehrlich gesagt nicht untergekommen, einzig die Widerrufsbelehrung bei der Bezahlung ist unterhalb des Vorgangs erkennbar gewesen. Vielleicht habe ich aber etwas übersehen: http://www.rtl.de/cms/sendungen/wer-wird-millionaer/wwm-bewerbung.html

      Jegliche Telefonate werden jedoch mit einem Gong und der Ansage, dass das nachfolgende Gespräch aufgezeichnet wird, eingeleitet. Auch das Skype-Interview (Video) wird wohl gespeichert, hierüber erfolgte jedoch keine weitere Belehrung. Ich werde wohl sicherheitshalber mal der Datenverwendung widersprechen, wobei natürlich fraglich ist, wo meine Lebensgeschichte in Bild und Ton längst gelandet ist :o)

      • leroy
        6. Juni 2012 / 17:57

        Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass RTL diese personenbezogenen Daten verkauft. Aufgrund eines Buchstaben-Verdrehers des Nachnamens folgten der Kündigung für den RTL-Club Briefe von irgendwelchen Firmen, von denen wir bislang nichts gewußt hatten.
        Und bevor jetzt einer draufhaut, das ist zig Jahre her, da hatten wir noch ein anderes Weltbild und alles war schöööön…und an das Fernsehen hat man noch geglaubt… 😉

        @autor: Danke für den interessanten Bericht.

    • Leica
      10. April 2012 / 14:33

      Wenn Kamerauafnahmen von dir gemacht werden, musst du vorher die Rechte daran an den Sender abtreten. Das musst du übrigens auch unterschreiben, wenn du nur als Zuschauer irgendwo im Publikum sitzt.

      • Jane
        22. April 2012 / 09:44

        Also, ich war schon Zuschauer bei einer Talk-Show (auf einer Klassenfahrt) und ich musste da nix unterschreiben. Und war ein paar Mal im Bild.

  78. 10. April 2012 / 13:17

    Danke für den interessanten EInblick!

    @max: Exakt das habe ich auch gerade gedacht. Sicher ist ein Sinn des Verfahrens eben die Leute auszusieben, die am Ende die Million gewinnen könnten. Denn das kann ja nicht im Sinn von RTL sein, dass man da am Ende mit mehr als 64000,- nach Hause geht.
    Dafür spricht auch, dass es immer weniger Millionäre in der Show gibt (jedenfalls habe ich schon ewig von keinem mehr gehört).
    @c_w: Ich habe wirklich geglaubt, dass dort zwar eine Art Casting statt findet. Aber nicht, dass man schon im Vorfeld wie eine Zitrone ausgequetscht wird. Das es eine Aufzeichnung mehrerer Sendungen pro Tag gibt, verheimlicht ja auch Jauch nicht wirklich, sondern macht sich gerne mal darüber lustig, dass man sich „ja erst am Freitag wieder sieht“

    Tatsächlich habe ich mich auch schon mal dort beworben (ist schon länger her), aber ich hätte keine Chance gehabt, wie eben erfahren habe. Ich antworte nie auf Anrufe mit Unterdrückung, wenn sie nicht auf die Mailbox quatschen.

  79. T
    10. April 2012 / 13:07

    Ich war 2003 mal dabei und da war der ganze Mist noch nicht so. Die haben kurz angerufen, die Wissensfragen gestellt und noch ein, zwei Minuten geplaudert. Kurz darauf wurde der Termin per E-Mail arrangiert. Das war alles. Den Mist jetzt würde ich nicht mitmachen. Ich würde auch kein Skype installieren, nur weil die das wollen.

  80. eben ich
    10. April 2012 / 12:57

    aus eurem impressum:
    „NIEDblog Voicemail: (+49) 069 – 173 265 24
    -please leave message and name/no., we call you back-“

    hmmm…. wwm- oder rtl-ableger?

    • 10. April 2012 / 13:01

      Nee, einfach die VOIP-Mailbox eines privaten Blogs, der keine Lust auf unzählige Spamanrufe pro Tag mehr hat und trotzdem einigen Nostalgikern die Möglichkeit geben möchte, telefonisch uns eine Nachricht zu hinterlassen 😉

  81. max
    10. April 2012 / 12:33

    wenn ich ein unternehmen führen würde, das geld an leute ausschüttet die fragen richtig beantwortet haben und ich die möglichkeit hätte diese leute vorher zu prüfen, dann würde ich nur leute auswählen die 0 fragen ohne antwortmöglichkeit und vielleicht 1-2 fragen (damit es spannend bleibt) mit anwortmöglichkeiten auswählen. es geht schließlich darum die rendite zu maximieren und nicht das geld unter den armen zu verteilen.

    • 10. April 2012 / 14:18

      Dann wären Sie aber ein Unternehmer, der viel zu kurz denkt.
      Schließlich will der, der das Unternehmen führt, eine spannende Sendung machen, die die Leute fesselt. Wenn da ständig Leute bei der 2000 € Frage rausfliegen, dann dürfte das nicht gelingen, was sich wiederum auf die Werbeeinnahmen und den Ruf der Sendung auswirkt.
      Das ist doch grad das, was für Aufmerksamkeit sorgt. Wenn jemand die Millionen gewonnen hat oder bis zur letzten/vorletzten Frage gekommen ist. Das ist auf lange Sicht erstmal mehr wert, als dass jeder Gewinn mit 500 € nach Haus geht.

      • C
        10. April 2012 / 14:21

        So sieht’s aus. Zudem darf man nciht vergessen, dass die Hohen Summen eh nicht von RTL/Endemol gezahlt werden, sondern von einer Versicherung. Insofern kommen sogar die, die früh rausfliegen Sender und Produktion teurer zu stehen.

        • 10. April 2012 / 14:46

          Mein letzter Stand (der aber auch schon sehr veraltet ist) war, dass eben bei der Millionen eine Versicherung zahlt. Obs bei den anderen hohen Summen so ist, weiß ich gar nicht.

          Das sollte man natürlich wiederum auch nicht überstrapazieren, da die Versicherung bei genügend Gewinnern irgendwann auch rumzicken würde. Aber grundsätzlich ist es wohl immer eine win-win-Situation, wenn einer die Millionen gewinnt. RTL/Endemol muss nix auszahlen, die Sendung bekommt ihre Schlagzeile auf der BILD-Zeitung und für eine Weile reden alle Leute über die Sendung und wie sympathisch/unsympathisch der Gewinner war. Perfekt.

  82. 10. April 2012 / 12:24

    Vielleicht sollte ich froh sein, dass ich nie zurückgerufen wurde. Und das mit dem Widerrufsrecht ist natürlich blöd gelaufen – wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre ich jetzt direkt um 10 Euro reicher. In jedem Fall ein danke für deinen Bericht: Ich wusste ja, dass es nach der Bewerbung noch weitere Auswahlrunden gibt. Ich wusste auch, dass eher die eigene Persönlichkeit als das Wissen im Vordergrund steht – es ist und bleibt halt RTL und alleine die Fragen, die man schon bei der Bewerbung beantworten muss, lassen das schon vermuten. Aber wie das alles im Detail aussieht, wusste ich nicht. Und wenn ich mir das so anschaue, werde ich in Zukunft wohl noch den ein oder anderen Euro sparen ;)!

  83. 10. April 2012 / 12:16

    Wirklich toller Bericht! Ich bin schon seit längerem der Meinung, dass da die persönlichen Geschichten (ob real oder erfunden sei dahin gestellt) viel zu sehr in den Mittelpunkt rücken. Dass es hinter den Kulissen so zugeht hätte ich nicht gedacht!

    Mich würde nur interessieren wie es bei der österreichischen Version auf ORFeins zugeht. Soweit ich weiß ist die Bewerbung da bspw. kostenlos. Die Thematik im Hintergrund wird aber wohl dieselbe sein.

    • tamara
      18. Februar 2013 / 19:20

      hallo. ich wollte dir nur mal schnell eine antwort geben… ich komme aus österrecih und habe mich erst vor kurzem bei millionenshow beworben…. nein. es ist nicht kostenlos. 80 cent bei der anmeldungssms. und 80 cent noch einmal für die quizantwort. dann eine kurze zeit warten ( hat bei mir knapp 1 monat gedauert) und man bekommt einen anruf, in dem man 6 fragen beantworten muss. 5 normale fragen (wobei die schon recht schwierig sind, da ich es unfair finde, keine antwortmöglichkeit zu haben) und 1 schätzfrage. Wenn ich aber so an meine fragen denke, muss ich ehrlich verwundert zugeben, dass ich es nicht verstehe, warum dann dennoch solche Blödels es in die sendung schaffen, die bereits an einem normalen Sprichwort fast scheitern und ohne zutun unseres moderators es nicht schaffen würden. Wie haben diese leute es denn geschafft? ich persönlich finde mich nicht dumm. aber solche fragen am telefon? mit welcher parole schaffte es ein radiosender 1938 panik zu verbreiten….. zb… wieviel tonnen lebensmittel schmeisst durchschnittlich österreich jährlich weg….. wer soll das denn bitte wissen? Wieviele Schwarzfahrer gab es 2012 im jahr……. ich war ehrlich enttäuscht von dieser eindeutigen absage. und mir kam im nachhinein der gedanke: vielleicht bin ich als mutter 2er kinder nicht interessant genug, oder sorge nicht für ausreichend unterhaltung? denn ums wissen kommt es anscheinend nicht an, da KEINER die antworten kannte… aber naja….. aus der traum… ich mach mich nicht mehr zum deppen…. ich war einfach nur naiv und dachte, es würde fair abrennen… aber denkste…. wie sagt man so schön… die deppen haben das meiste glück…… also viel spass noch bei der nächsten sendung mit euren „lustigen, unterhaltsamen “ kanditaten……

  84. alkle
    10. April 2012 / 12:05

    Mich würde es nicht wundern bzw. ich glaube sogar, dass RTL auf diesem Wege versucht an neue Komparsen für ihr Schmierentheater am Nachmittag zu finden.

  85. Gregor de la Muerte
    10. April 2012 / 11:52

    Kein Zweifel, RTL sucht mit diesem Verfahren nach Kandidaten für weitere sendereigene Formate sowie nach Inspiration für deren „frei erfunden“ Geschichten.

    • Flusssand
      10. April 2012 / 12:30

      Soviel dann zum „geistigen Eigentum“ 😉

      Da weiss man woran man ist wenn Verwerter solcher Colleur den Begriff in den Mund nehmen.

  86. wackachicka
    10. April 2012 / 11:34

    Ey und ich dachte BIS EBEN wirklich dass WWM die EINZIGE RTL SHOW wäre, in der es nicht so zugeht. Naja spätestens seit diesen komischen Einblendungen bei der Kandidatenvorstellung hätte mir das auffallen müssen.

  87. Laura
    10. April 2012 / 11:26

    Es wäre zudem denkbar, dass das Auswahlverfahren seit der Änderung, statt zehn nur noch fünf mögliche Kandidaten in der Sendung vorzustellen, perfektioniert bzw. „angepasst“ wurde. Mich würde interessieren, ob zu Anfangszeiten auch schon so ein Aufwand betrieben wurde, um die Kandidaten auszusuchen.
    Das, was Tom angesprochen hat, kam mir auch in den Sinn. Ich kann mir jedenfalls nur schwer vorstellen, dass die Daten so akribisch gesammelt werden, um sie dann wieder zu löschen, wenn es der jeweilige Kandidat nicht in die Sendung geschafft hat. Für die ein oder andere Sendung

    • Ospero
      10. April 2012 / 17:06

      Klingt einleuchtend. Ich weiß, dass ich kein zweites Interview führen musste, aber das ist auch über fünf Jahre her.

  88. [Aya]
    10. April 2012 / 12:13

    Unfassbar, echt ;D

  89. Jake
    10. April 2012 / 10:59

    @Tom

    Gar nicht mal so abwegig der Gedanke. Würde mich nicht wundern, wenn der ein oder andere gescheiterte Bewerber später nochmal kontaktiert und gefragt wird, ob Interesse an der Mitwirkung in Sendung XYZ besteht.

    • Leica
      10. April 2012 / 14:11

      Genau das ist mir passiert. Ich war auch vor ca 10 Jahren beim Casting für „Das Quiz“. Ich kam sogar in die 2. Runde mit den nur noch 5 Kandidaten (obwohl ich da unter uns keinen augenfälligen Zusammenhang sehen konnte bzgl. Alter, Geschlecht, Herkunft, Optik oder so, aber das waren ja auch andere Zeiten). Bei Gesprächen mit den Mitbewerbern kam mir allerdings auch da schon der Verdacht, dass die Zahl der richtigen Antworten in der 1. Runde wohl eher nicht das Auswahlkriterium war. Wir haben uns schon darüber lustig gemacht, wie die zwei Mädels, die das Casting durchgeführt haben, so viele Fragebögen in so kurzer Zeit durchgegangen sein können. Dann wurden wir alle nach einander vor einer Kamera noch mal was zu unserem Leben gefragt (wenn auch nicht ganz so intim, wie das heute offenbar der Fall ist und was mich beim Lesen doch ein bisschen erschaudern ließ). Dann noch fünf Wissensfragen, und was denn unser Lieblingsthemengebiet wäre.
      Vier Wochen danach kam per Brief eine Absage für „Das Quiz“ mit gleichzeitiger Anfrage, ob ich nicht mal Lust hätte, stattdessen die Statistin bei Barbara Salesch oder Alexander Holt zu machen. Ohne Honorar, nur Anfahrtskostenerstattung. Gott sei Dank bin ich kurz darauf umgezogen, so dass die dann meine Adresse nicht mehr hatten. Castingagenturen können ja, wie man hört, auch ziemlich aggressiv bei der Akquise von Vorführobjekten werden.

  90. Christopher
    10. April 2012 / 10:34

    auch nicht schlecht.
    erstmal tagelang das ganze spiel (mit dollarzeichen in den augen) mitmachen und wenn dann die absage kommt einfach einen artikel darüber schreiben und angeben, dass man es ohnehin nicht gewollt hätte.

    • 10. April 2012 / 10:49

      Ich sage nicht, dass ich es ohnehin nicht wollte – sonst hätte ich mich gar nicht erst beworben. Ich gebe meine Gefühle und Gedanken während des Auswahlverfahrens wieder, über dessen Ablauf man nur schrittweise und intransparent in Kenntnis gesetzt wird! Natürlich legt man moralische Aspekte auch mal einen Moment beiseite, wenn man im Gegenzug wirklich bei Jauch auf dem Stuhl landet. Würdest du mich kennen, wüsstest du allerdings, dass ich auch im positiven Falle das Ganze kritisch hinterfragt und hier beleuchtet hätte.

  91. Tom
    10. April 2012 / 10:26

    Ich denke eher dass sie mit diesen Fragen mögliche Kandidaten für andere Schrottsendungen suchen und den Hype um WWM nutzen um mit den Leuten in Kontakt zu kommen.
    Die ein oder zwei persönlichen Sachen die der Jauch mit den Kandidaten bespricht findet man bei jedem.

    • Ospero
      10. April 2012 / 16:57

      Die Fragen dienen als Filter, zumindest war das vor fünf Jahren so – 100 Leute wurden pro Woche angerufen, von denen aber nur 30 in die Sendung kamen (drei Aufzeichnungen pro Tag, und zwar an einem Dienstag).

      Der Anruf samt Wissensfragen lief bei mir nach genau dem gleichen Schema (nur mit sechs Fragen, von denen ich fünf richtig beantwortet habe, plus einer Schätzfrage, die meines Erachtens zum Filtern bei Gleichstand dient). Mir wurde danach allerdings kein weiteres Interview abverlangt, von lustigen Anekdoten war auch nicht die Rede. Ich bekam einen Tag später die Unterlagen, und das wars mehr oder weniger.

      Ich gebe allerdings zu, dass ich in Bezug auf diese Sendung vielleicht ein ganz klein wenig positiv voreingenommen bin. Ich bin der sechste Millionär, deshalb sehe ich das wahrscheinlich anders als der Autor. 🙂

      • 11. April 2012 / 12:28

        …und ist nach den 5 Jahren noch viel übrig von dem Geld?
        Muss man das eigentlich versteuern oder kann man damit komplett machen, was man will?

      • Tobias Claren
        24. Oktober 2012 / 03:40

        Da kann man ja gleich unter Timur Hahn schreiben 😉 .

  92. 10. April 2012 / 09:22

    Meine Güte, was für ein nerviges, blödes Auswahlverfahren – und was ein dreistes Vorgehen der Casting-Tussi!

    Ähnlich sind auch meine eigenen Erfahrungen, als ich mich vor rund 9 Jahren für eine Quizshow auf Sat.1 beworben hatte (ich weiß leider nicht mehr welche es genau war).

    Ich bekam also einen Brief, dass ich zum Auswahltest eingeladen worden sei. So ging’s in einen Raum auf dem kühlen Produktionsgelände der MMC-Studios in Hürth-Kalscheuren. Mit mir im Raum saßen ca. 30 andere Bewerber. Wir mussten einen kurzen Fragebogen ausfüllen mit allem möglichen persönlichen Kram – und dann ging’s in den eigentlichen „Test“.

    25 Fragen quer durch das Allgemeinwissen wurden uns vorgelesen. Zu jeder Frage gab es vier Antworten im Multiple-Choice-Verfahren. Den Buchstaben derjenigen Lösung, die man für richtig hielt, musste man auf dem Testzettel markieren.

    Ich weiß noch, dass ich beim Test gar nicht schlecht war – von den 25 Fragen hatte ich nach eigener Zählung 22 ganz sicher gewusst, bei den restlichen drei musste ich raten.

    Eine transparente Auswertung gab es zu meinem Entsetzen jedoch nicht. Stattdessen trug eine Mitarbeiterin nur lakonisch die fünf (oder so) Kandidaten vor, welche die Auswahlrunde geschafft hätten. „Und den restlichen Bewerbern wünschen wir einen schönen Tag.“

    Was mich jedoch wunderte war: Sämtliche Kandidaten, die weiter waren, hatten südländische/türkische Vornamen. Ganz offensichtlich wurde an diesem Tag nur nach solchen Bewerbern gesucht (es war eine sehr gemischte Runde). Den „Zufall“ kann ich mir anders nicht erklären. Dann hätte man sich dieses Pseudo-Test-Prozedere doch direkt sparen können?! Ich kam mir völlig verarscht vor und schwor mir, nie wieder an einem Casting teilzunehmen…

    (Disclaimer: Selbstverständlich habe ich nichts gegen Südländer. Meine Verärgerung wäre die selbe gewesen, hätte man an diesem Tag z.B. ausschließlich Rothaarige / Über-60-Jährige / Zwei-Meter-Männer oder was auch immer gecasted. Es geht mir einzig und allein darum, dass das Auswahlverfahren intransparent und offensichtlich nur vorgeschoben war.)

  93. C
    10. April 2012 / 09:10

    Die Prozedur habe ich auch schon durchmachen dürfen. Und habe der Dame am Ende des Skype-Interviews gesagt, dass es doch völliger Quatsch ist, dass es nur ums Wissen geht 1. müssten sie sich dann ja nicht die Mühe machen, schon mit allen eine Stunde ein Interview zu führen, könnten ja erstmal nur die 5 Fragen plus Schätzfrage stellen und 2. würden dann nicht regelmäßig so Vollnulpen da auf dem Stuhl sitzen, die gar nix wissen. Aber sie hat darauf beharrt, dass es nur auf die Beantwortung der Wissensfragen ankommt. Bei mir isses dann, trotz guter Antwortenquote (abgesehen von der blöden Schätzfrage) auch nix geworden. Ob es an meiner kritischen Nachfrage lag, weiß ich natürlich nicht. Der Aufwand ist schon ärgerlich (Mein Telefoninterview hat schon ein Vielfaches der von den von Dir beschriebenen 10 Minuten gedauert, das „Revupassierenlassen“ des Lebens war ordentlich Aufwand und dann noch die Stunde Skype-Interview während der Arbeitszeit), aber auch durchaus unterhaltsam. Was aber echt nicht geht, ist die Intransparenz des Auswahlverfahrens.

    • 10. April 2012 / 09:17

      Danke für deinen Bericht! Ich finde tatsächlich, dass es sich um eine bewusste Täuschung handelt. Der Durchschnitts-TV-Zuschauer bewirbt sich bei WWM und ist in dem Glauben, dass ein Zufallsmechanismus dann die Kandidaten auswählt. So wird es Woche für Woche vorgegaukelt – nirgendwo wird erwähnt, dass man verschiedene Stationen eines Auswahlverfahrens durchläuft, das nach intransparenten Regeln die Wunschkandidaten der Redaktion herauspresst. Ich glaube in diesem Bewusstsein, vor allem in Anbetracht des verlangten Offenlegens deines gesamten Privatlebens, überlegen sich einige Leser in Zukunft zweimal, ob sie die Bewerbung wirklich rausschicken.

      • c_w
        10. April 2012 / 11:01

        Echt? Es gibt Leute die das schauen und glauben, da wuerde per Zufall ausgewaehlt? ^^
        Die Leute glauben dann aber auch, dass der arme Kandidat 7 Minuten zittern muss, wenn Werbung kommt und 3 Tage warten muss, wenn die Sendung zu Ende ist usw…

        • 8. September 2012 / 08:59

          ja natürlich hab ich das geglaubt!

          • Jauch
            13. März 2013 / 16:59

            Ich auch!!!!

      • Ospero
        10. April 2012 / 17:04

        Ich sehe mich in keinerlei Hinsicht als etwas Besonderes an oder glaube gar, dass mein Leben für einen geiernden Privatsender in irgendeiner Form von Interesse ist. Die Herren mit den Kameras kamen erst, nachdem ich die Million geholt hatte. Die Angaben, die ich vor den Aufzeichnungen machen musste, waren weder intim noch intransparent. Es kann natürlich sein, dass sich das in den letzten fünf Jahren geändert hat, ich bin da nicht auf dem neuesten Stand.

        Natürlich gibt es ein Auswahlverfahren. Aber ich glaube schon, dass die 100 Angerufenen pro Woche (oder wieviele das heutzutage, wo nur noch fünf statt zehn Leute pro Sendung gebraucht werden, sein mögen) per Zufall bestimmt werden. Die Fragen dienen dazu, keine (mit Entschuldigung an den Autor) Vollpfosten in die Sendung zu lassen, was für alle Beteiligten sehr unschön wäre – was man jedesmal sieht, wenn jemand bei 200 Euro vor die Wand fährt. Die Leute, die keine Fragen am Telefon richtig beantworten, werden vermutlich für andere Produktionen auf Halde gelegt – bei WWM braucht man keine Vollpfosten, bei anderen Sendungen vielleicht schon.

        Oh, und c_w? Es ist zwar nicht normal, mehrere Tage zittern zu müssen, aber es kann tatsächlich passieren. Ich war Überhangkandidat am Ende der dritten Aufzeichnung; ich stand eine Woche lang bei 200 Euro und durfte Angst haben, doch noch die Sorte 300-Euro-Frage zu bekommen, bei der man plötzlich dasteht und keine Ahnung hat. Es passiert nicht jedem, aber es kommt vor.

  94. Tells It Like It Is
    10. April 2012 / 09:09

    Ich kann nicht behaupten, sonderlich verwundert zu sein – es ist halt RTL…

    • UK
      10. April 2012 / 11:14

      Bei ARD und ZDF und Co. wäre es genau so!

      • AudiA100Pentro
        11. April 2012 / 07:19

        Ich glaube die würden aber wenigstens subtiler versuchen die Privatssphäre auszuspähen.

      • FBeye
        11. April 2012 / 12:44

        Also ich habe es damals bei der ARD mal bis zur auswahlrunde von Pilawa geschafft. Und da wurden die privaten Fragen auf die Beziehung zum Quizpartner beschränkt. Und die zielten wirklich überwiegend auf das „Warum“ und ein kleines bisschen auf das „wie“.
        Da wir aber in der Runde ausgeschieden sind, kann ich natürlich nicht sagen wie es dann weiter ging. Soweit ich mitbekommen haben, sind aber alle die beim Casting erwählt wurden, auch im Studio gewesen, wenn auch als Reservekandidaten.

  95. 10. April 2012 / 08:48

    „Achja: Wisst ihr warum immer so ein Schnitt kommt, wenn einer der 5 Kandidaten es als Schnellster in die Mitte geschafft hat?“
    .
    Ja, natürlich. Wir sind doch nicht blöd.

  96. Oliver
    8. April 2012 / 09:18

    LMAA, genau die richtige Einstellung. Man muss nicht alles für Geld machen. Viel aber nicht alles!

    • hjg
      10. April 2012 / 08:23

      Schließe mich an.

      • 15. November 2013 / 21:10

        LMAA. Ganz klar die richtige Einstellung.

  97. Heike
    7. April 2012 / 22:08

    Da hast du wohl nichts verpasst, nicht in die Sendung zu kommen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.